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Zehn Tipps für einen Roadtrip

Ein Roadtrip ist zweifelsohne die beste Möglichkeit, ein Land so richtig kennenzulernen, sich während einer Reise treiben zu lassen und über den Tellerrand der klassischen Sehenswürdigkeiten hinauszuschauen. „Der Weg ist das Ziel“, so lautet das Motto. Den wahren Zauber eines fernen Landes entdeckt man oft irgendwo auf der Strecke zwischen den berühmten Stopps, die jeder Reiseführer empfiehlt. Chris und ich sind Riesen-Roadtrip-Fans und versuchen, mindestens ein Mal im Jahr, ein (neues) Land im Rahmen einer mehrwöchigen Autoreise zu erkunden. Im vergangenen Jahr war es beispielsweise Western Australia, in diesem Spätsommer starteten wir mit unserem großen Italien Roadtrip zuhause in München.

Den ganzen Tag mit dem Auto unterwegs sein? Macht gar nichts! Denn ein Tag im Auto bedeutet nie, nur „von A nach B zu fahren“ sondern auf der Strecke so viel Spannendes und Unerwartetes zu entdecken, die Atmosphäre ganz tief aufzusaugen und Land und Leute kennenzulernen. Damit solch ein Roadtrip auch wirklich ein rundum gelungenes Reise-Erlebnis wird, gilt es einige Dinge zu beachten. Viel haben wir im Rahmen unserer Weltreise gelernt, einiges bereits im Vorfeld beachtet. Und damit ihr für die nächste große Tour (durch Italien, Kanada, die USA, Australien oder wo auch immer) bestens gerüstet seid, habe ich hier zehn Roadtrip-Tipps für euch zusammengestellt.

Zehn wertvolle Roadtrip-Tipps

1. Vor einem längeren Roadtrip ein Navi kaufen bzw. das heimische Navi mitnehmen. Jeder Leih-Tag kostet unnötig Geld. Wir haben uns für die Weltreise ein neues Navi gekauft, auf das wir immer das Kartenmaterial für die jeweiligen (Teil-)Kontinente aufspielen. In Europa nutzen wir übrigens meist mit unserem EU-Datenvolumen Google Maps auf dem Smartphone.

 

 

2. Allerdings sollte man bei einem Roadtrip nur bedingt nach der vom Navi vorgegebenen Route fahren. Vorher immer mit einer Karte (oder Google Maps) die perfekte Route zurechtlegen und nicht blind aufs Navi verlassen, das meist die schnellste Route auswählt. Zum Beispiel in Kalifornien würde man so nie auf der berühmten California State Route 1 fahren. Wenn man sich seine ganz persönliche Route ausgewählt hat, kann man bei den meisten Navigationssystem sogenannte Stecknadeln für verschiedene Zwischenstopps während der Fahrt zu einem bestimmten Ziel setzen.

3. Einer der wichtigsten Roadtrip-Tipps: Rechtzeitig tanken! Klingt so banal, ist aber wirklich superwichtig. Lieber immer schon tanken, wenn der Tank noch ein Drittel gefüllt ist. Denn im australischen Outback kann auch einmal 300 Kilometer lang keine Tankstelle kommen. Und stehen bleiben macht irgendwo im Nirgendwo so gar keinen Spaß.

4. Im Vorfeld unbedingt die liebsten Songs auf euer Smartphone downloaden (Wir nutzen beispielsweise Spotify, wo wir uns vorher Playlists erstellen), sodass sie offline verfügbar sind und man sie per Bluetooth im Auto abspielen kann. Denn auf das Radio kann man sich oftmals nicht verlassen. Kein Wunder, wieso sollte man auch irgendwo in der Wüste einen guten Empfang haben?

Die richtige Verpflegung für einen Roadtrip

5. Immer genug Getränke mitnehmen. Am besten im Supermarkt einen Kanister mit Wasser kaufen und die Flasche immer wieder auffüllen, oder viele großen Flaschen im Kofferraum horten. A) Bei hohen Temperaturen sollte man immer sehr viel trinken. B) Eine Flasche Wasser ist viel zu schnell leer. C) In vielen Regionen  gibt es viele Kilometer lang keine Möglichkeit, Nachschub zu kaufen und an der Tankstelle sind Getränke unnötig teuer.

6. Generell sollte man auch immer ein paar weitere Snacks dabei haben, am besten Obst und kleine Knabbereien. Im Supermarkt also immer gut mit Proviant eindecken. Wir haben einmal den Fehler gemacht zu denken „Wir werden unterwegs schon etwas zu essen finden“ und haben auf 150 Meilen (Für die braucht man in den USA sehr lange) weder ein Diner, noch einen Supermarkt gefunden. Letztendlich gab es eine Tüte Chips und Schokoriegel zum Mittagessen.

7. Wenn man es irgendwie planen kann, an Haupt-Touristen-Attraktionen bzw. in beliebten Städten unter der Woche übernachten und an den Wochenenden lieber ein Motel „irgendwo im Nirgendwo“ wählen. Die Wochenendpreise sind meist doppelt so hoch und meiner Meinung nach hat es eh absolut keinen Vorteil, an einem Wochenende in einer Stadt zu sein. Immerhin spart man unter der Woche nicht nur, der Aufenthalt ist mit einem Bruchteil der Wochenend-Touristen auch viel entspannter. Tickets für diverse feste Veranstaltungen wie Musicals, Shows etc. sind unter der Woche meist günstiger, in vielen Restaurants bekommt man an den Wochenenden ohne Reservierung keinen Tisch.

8. Bei einem Roadtrip hat man logischerweise immer sein Auto dabei. Insbesondere an Touristen Hot Spots kann man dies auch dafür nutzen, ein bisschen außerhalb des Stadtkerns ein Motel zu nehmen, da man nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist. Damit spart man oft die Hälfte des Übernachtungspreises und bekommt Hotel-/Motelzimmer mit deutlich mehr Platz.

Roadtrip No-Gos

9. Generell sieht man auf Nebenstraßen deutlich mehr als auf den Autobahnen (siehe Punkt Zwei). Lieber ein paar Stunden mehr für die Fahrt einplanen und nicht ganz perfekte Straßenbedingungen in Kauf nehmen (Das Roadtrip Motto sollte NIEMALS „Schnellstmöglich ans Ziel kommen!“ sein) und dafür viel mehr vom Land und der Natur sehen.

10. Auf gar keinen Fall alle Unterkünfte im Vorfeld fix buchen, so ist man viel flexibler, kann sich treiben lassen und an einem schönen Ort auch einmal länger bleiben.

So, und jetzt seid ihr gefragt: Welche Erfahrungen habt ihr schon gemacht und welche Roadtrip-Tipps könnt ihr geben? Habe ich etwas Superwichtiges vergessen?

 

Unsere persönlichen Roadtrip Highlights

1. Von Perth nach Esperanto in Western Australia

2. Die Garden Route in Südafrika

3. Unser Italien Roadtrip von München nach Apulien

4. Von Miami nach Clearwater

5. Die Great Ocean Road in Australien

6. Die Ostküste in Australien: von Port Douglas nach Sydney

7. Ein Roadtrip auf der Nordinsel von Neuseeland


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3 COMMENTS

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    2019
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    M
    Marla

    Ich finde es schon besser, die Unterkünfte im Voraus zu buchen. Das spart Vor-Ort-Zeit, insbesondere, wenn die (Urlaubs)zeit begrenzt ist. Wenn man weiß, wo man unterkommt, kann man den Tag entspannt genießen und muss sich keine Gedanken um die Übernachtung machen. Klar, so ganz spontan irgendwo den Aufenthalt verlängern geht dann nicht, aber das ist mir die Tagesfreizeit allemal wert.

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    2019
    19
    V
    Veronika

    Der Beitrag kommt genau richtig, wir planen derzeit unseren Roadtrip entlang der Westküste in den USA nächstes Jahr und ich freue mich schon soooo! Eine Frage habe ich bzgl. der Unterkünfte: Bucht man die am besten kurz vorher (also z. B. einfach am Tag davor) noch online oder fährt man einfach direkt hin und fragt nach einem freien Zimmer? Ich hätte jetzt auch nur die allererste Unterkunft von zu Hause aus gebucht, so dass man nach dem langen Flug sich nicht noch kümmern muss.
    Ansonsten freue ich mich über deine ganzen Tipps, da sind echt Sachen dabei, an die ich so tatsächlich nicht gedacht habe, z. B. Verpflegung ;-)

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      2019
      19
      S

      Wir buchen meist online beispielsweise über Booking, da man dort oft online tatsächlich bessere Deals als im Hotel vor Ort bekommt.
      Ich wünsche euch einen traumhaften Roadtrip an der Westküste. Wir haben es dort sehr geliebt. :-)

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