Zehn Tipps für einen Road Trip

11.02.2018

Ein Road Trip ist zweifelsohne die beste Möglichkeit, ein Land so richtig kennenzulernen, sich während einer Reise treiben zu lassen und über den Tellerrand der klassischen Sehenswürdigkeiten hinauszuschauen. „Der Weg ist das Ziel“, so lautet das Motto. Den wahren Zauber eines fernen Landes entdeckt man oft irgendwo auf der Strecke zwischen den berühmten Stopps, die jeder Reiseführer empfiehlt. Chris und ich sind Riesen-Road-Trip-Fans und erkunden aktuell für drei Wochen mit dem Auto Westaustralien (Hier findet ihr übrigens den Bericht zu unserem Ostküsten Road Trip und hier zur Great Ocean Road). Den ganzen Tag mit dem Auto unterwegs sein? Macht gar nichts! Denn ein Tag im Auto bedeutet nie, nur „von A nach B zu fahren“ sondern auf der Strecke so viel Spannendes und Unerwartetes zu entdecken, die Atmosphäre ganz tief aufzusaugen und Land und Leute kennenzulernen. Damit solch ein Road Trip auch wirklich ein rundum gelungenes Reise-Erlebnis wird, gilt es einige Dinge zu beachten. Viel haben wir im Rahmen unserer Weltreise gelernt, einiges bereits im Vorfeld beachtet. Und damit ihr für den nächsten Road Trip (durch Kanada ,die USA, Australien oder wo auch immer) bestens gerüstet seid, habe ich hier meine Top Ten Tipps für euch zusammengestellt.

Meine Tipps für den perfekten Road Trip

1. Vor einem längeren Road Trip ein Navi kaufen bzw. das heimische Navi mitnehmen. Jeder Leih-Tag kostet unnötig Geld. Wir haben uns für die Weltreise ein neues Navi gekauft, auf das wir immer das Kartenmaterial für die jeweiligen (Teil-)Kontinente aufspielen.

2. Allerdings sollte man bei einem Road Trip nur bedingt nach der vom Navi vorgegebenen Route fahren. Vorher immer mit einer Karte (oder Google Maps) die perfekte Route zurechtlegen und nicht blind aufs Navi verlassen, das meist die schnellste Route auswählt. Zum Beispiel in Kalifornien würde man so nie auf der berühmten California State Route 1 fahren. Wenn man sich seine ganz persönliche Route ausgewählt hat, kann man bei den meisten Navigationssystem sogenannte Stecknadeln für verschiedene Zwischenstopps während der Fahrt zu einem bestimmten Ziel setzen.

3. Rechtzeitig tanken. Klingt so banal, ist aber wirklich superwichtig. Lieber immer schon tanken, wenn der Tank noch ein Drittel gefüllt ist. Denn im australischen Outback kann auch einmal 300 Kilometer lang keine Tankstelle kommen. Und stehen bleiben macht irgendwo im Nirgendwo so gar keinen Spaß.

4. Im Vorfeld unbedingt die liebsten Songs auf euer Smartphone downloaden (Wir nutzen beispielsweise Spotify, wo wir uns vorher Playlists erstellen), sodass sie offline verfügbar sind. Denn auf das Radio kann man sich oftmals nicht verlassen. Kein Wunder, wieso sollte man auch irgendwo in der Wüste einen guten Empfang haben?

5. Immer genug Getränke mitnehmen. Am besten im Supermarkt einen Kanister mit Wasser kaufen und die Flasche immer wieder auffüllen, oder viele großen Flaschen im Kofferraum horten. A) Bei hohen Temperaturen sollte man immer sehr viel trinken. B) Eine Flasche Wasser ist viel zu schnell leer. C) Oftmals gibt es viele Kilometer lang keine Möglichkeit, Nachschub zu kaufen und an der Tankstelle sind Getränke unnötig teuer.

6. Generell sollte man auch immer ein paar weitere Snacks dabei haben, am besten Obst und kleine Knabbereien. Im Supermarkt also immer gut mit Proviant eindecken. Wir haben einmal den Fehler gemacht zu denken „Wir werden unterwegs schon etwas zu essen finden“ und haben auf 150 Meilen (Für die braucht man in den USA sehr lange) weder ein Diner, noch einen Supermarkt gefunden. Letztendlich gab es eine Tüte Chips und Schokoriegel zum Mittagessen.

7. Wenn man es irgendwie planen kann, an Haupt-Touristen-Attraktionen bzw. in beliebten Städten unter der Woche übernachten und an den Wochenenden lieber ein Motel „irgendwo im Nirgendwo“ wählen. Die Wochenendpreise sind meist doppelt so hoch und meiner Meinung nach hat es eh absolut keinen Vorteil, an einem Wochenende in einer Stadt zu sein. Immerhin spart man unter der Woche nicht nur, der Aufenthalt ist mit einem Bruchteil der Wochenend-Touristen auch viel entspannter. Tickets für diverse feste Veranstaltungen wie Musicals, Shows etc. sind unter der Woche meist günstiger, in vielen Restaurants bekommt man an den Wochenenden ohne Reservierung keinen Tisch.

8. Bei einem Road Trip hat man logischerweise immer sein Auto dabei. Insbesondere an Touristen Hot Spots kann man dies auch dafür nutzen, ein bisschen außerhalb des Stadtkerns ein Motel zu nehmen, da man nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen ist. Damit spart man oft die Hälfte des Übernachtungspreises und bekommt Hotel-/Motelzimmer mit deutlich mehr Platz.

9. Generell sieht man auf Nebenstraßen deutlich mehr als auf den Autobahnen (siehe Punkt Zwei). Lieber ein paar Stunden mehr für die Fahrt einplanen und nicht ganz perfekte Straßenbedingungen in Kauf nehmen (Das Road Trip Motto sollte NIEMALS „Schnellstmöglich ans Ziel kommen!“ sein) und dafür viel mehr vom Land und der Natur sehen.

10. Auf gar keinen Fall alle Unterkünfte im Vorfeld fix buchen, so ist man viel flexibler, kann sich treiben lassen und an einem schönen Ort auch einmal länger bleiben.

So, und jetzt seid ihr gefragt: Welche Erfahrungen habt ihr bei euren Road Trips gemacht und welche Tipps könnt ihr geben? Habe ich etwas Superwichtiges vergessen?

 

 

Kommentare

28. Oktober 2014 von Anni

Also wir haben in Australien immer irgendwo im Busch gecampt um Geld zu sparen. Und dabei hatten wir schon die verrücktesten Campingspots, vom Aussichtspunkt im Nationalpark (morgens bei Blick aus dem Zelt kam dann der „Ahh“ Moment), dem kleinen Airstrip auf der Gibb River Road bis hin zu direkt neben der Zugstrecke (war nachts sehr laut wenn der große Zug mit 200 Wagons 5 Meter neben dem Zelt vorbeirauscht :D). Und am schönsten war es sowieso immer, direkt hinter den Dünen am Meer zu schlafen und das letzte abends und das erste morgens, das man hört, ist das Meeresrauschen. Mit Lagerfeuer, Bier und Abendessen auf dem Gaskocher zubereitet waren das auch mit die besten Nächte. Motel stelle ich mir sehr langweilig vor und viel zu teuer auf Zeit.

28. Oktober 2014 von Yvonne

Danke, für die vielen tollen Tipps!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es unabdingbar ist, eine Vollkasko mit zu buchen! Vor allem, wenn in dem Land Linksverkehr angesagt ist!
Liebe Grüße,
Yvonne

p.s.: bei mir gibt es heute übrigens etwas Tolles zu gewinnen!
http://lovelyforliving.wordpress.com

28. Oktober 2014 von Mimi

Ich finde es beim Mietwagen Thema immer ärgerlich das vor Ort meistens versucht wird noch weitere Versicherungen aufzuschwatzen und man nach einem 16 Std. Flug dann total verunsichert wird. Leider habe ich da auch keinen Tipp. Mich würde es interessieren ob jemand hier weiß welche Autoversicherungen für die USA man unbedingt haben sollte und welche eher „nice to have“ sind.

30. Oktober 2014 von Adem Serdar Bilir

Dein Blog gefällt mir echt super gut. Ich mag es, dass du über alles mögliche berichtest und nicht nur zum Thema Fashion. Klasse!!!
Lieben Gruß
Adem
Bin auch relativ neu im Blog-Geschäft. Versuche mich auf Männermode zu spezialisieren. http://www.ademandeve.d

30. Oktober 2014 von Adem Serdar Bilir

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Lieben Gruß
Adem
Bin auch relativ neu im Blog-Geschäft. Versuche mich auf Männermode zu spezialisieren. http://www.ademandeve.de

[…] hatte ich bei Josie Loves ein paar Tipps für einen Roadtrip gelesen – und musste schmunzeln, da wir auch ähnliche Erfahrungen auf unserem kürzlichen Zypern […]

13. November 2014 von Roland

Super Tipps! Vor allem die mit dem Wasser und dem Essen. Wenn man viel durch Wüsten fährt, dann auch vielelicht einen Kanister Benzin mitnehmen. Falls doch mal was schief geht!

15. Februar 2018 von Veronika

Wir haben unseren Mietwagen in Las Vegas zurück gegeben, wie wir es gewohnt sind natürlich vollgetankt. Wäre gar nicht nötig gewesen, man hätte ihn leer abgeben können🙈 ich weiß nicht, ob das in den USA generell so ist? Manchmal bekommt man ihn auch halb voll getankt und muss dann auch nur halb voll zurück geben.
Kommt ihr mit dem Linksverkehr klar? Eine wunderschöne Zeit noch Down Under!!!

15. Februar 2018 von Sarah – Josie loves

@Veronika: Ich glaube, bzgl. des Tanks gibt es ganz unterschiedliche Regelungen. Meist bekommt man den Mietwagen komplett vollgetankt und muss ihn auch wieder mit vollem Tank abgeben. Hier in Australien wurden wir sogar darauf aufmerksam gemacht, dass die zum vollen Tank fehlenden Liter viel teurer würden, als wenn wir sie selbst vor der Abgabe tanken würden.

Zum Linksverkehr: Chris kommt super gut zurecht, da er auf unseren Reisen schon extrem oft links gefahren ist. Ich habe mich die Tage das allererste Mal getraut und es war schon eine krasse Umgewöhnung. 😀

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