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The making of Louis Vuitton shoes:

The making of Louis Vuitton shoes: „Manufacture de souliers“ in Fiesso d’Artico

Rahmen

An unserem zweiten Tag in Italien machten wir uns nach Fiesso d’Artico auf. Der kleine Ort ist eine halbe Stunde von Venedig entfernt und seit September 2001 Standort der Louis Vuitton Schuhmanufaktur. Nachdem 1998 erstmals Schuhe des Luxuslabels gefertigt wurden, entstand 2001 die erste Manufaktur in Fiesso, zu diesem Zeitpunkt auf 1.200 Quadratmetern. Der Platz wurde schnell zu klein, und so begann Louis Vuitton bereits 2006 mit der Planung einer neuen, weitaus größeren Werkstätte. Entstanden ist die  „Manufacture de souliers“, die wir am vergangenen Mittwoch besichtigen durften. Das 14.000 Quadratmeter große Gebäude in Fiesso D’Artico erinnert von außen an einen Schuhkarton. Der war es auch, der Architekt Jean-Marc Sandrolini inspirierte. Schon beim Betreten des großen, grauen Gebäudes wird klar, dass neben der traditionellen Handwerkskunst auch moderne Kunst bei der Gestaltung der Manufaktur eine große Rolle spielte. Im Eingang des Gebäudes begrüßt die Besucher ein überdimensionaler Schuh mit einem Venus-Gemälde von Künstler Jean-Jacques Ory.

In der Empfangshalle hängt die berühmte Louis Vuitton Eiffelturm-Fotografie von Jacques-Henri Lartigue. Auch auf Nachhaltigkeit wird Wert gelegt, so sind beispielsweise 32 Quadratmeter Solarzellen auf dem Dach angebracht.

Die Manufaktur vereint vier Workshops, die sich alle um einen begrünten Innenhof mit zwei beeindruckenden Skulpturen reihen. „Priscilla“ von Joana Vasconcelos ist aus Dutzenden Töpfen und Pfannen gefertigt, „L’Objet du désir“ von Nathalie Decoster umrahmt des Objekt weiblicher Begierde. Benannt sind die vier Workshops nach Klassikern des Hauses. In „Alma“ werden High Heels und Ballerinas für Damen gefertigt, „Speedy“ widmet sich Damen- und Herren-Sneakers, „Taiga“ klassischen Herrenschuhen mit Ledersohle, und „Nomade“ Damen- und Herren-Mokkasins. Zudem gibt es ein Labor, in dem Ledersorten, Absätze und fertige Schuhe weit über dem normalen Standard auf jede mögliche Abnutzung geprüft werden (Stichwort: Synthetical sweat!), sowie ein Trainingscenter und eine Galerie mit Kunstwerken, historischen Schuhen und besonderen Louis Vuitton Modellen der letzten Jahre. Einen Ehrenplatz hat die Sommerkollektion von 2009, die mit kunstvoll-detailverliebten Modellen im afrikanischen Design begeisterte. Mehr als acht Stunden Handarbeit wurden damals für die Produktion jedes einzelnen Paars benötigt.

Außerdem gibt es eine Sammlung an Zeichnungen von Andy Warhol mit großartigen Sprüchen wie „To shoe or not to shoe.“ Auch das Designbüro, in dem Schuh Style Director Fabrizio Viti und sein Team arbeiten, ist vor Ort.

Doch nun zu den Werkstätten, dem Geburtsort aller Louis Vuitton Schuhe. Mein Highlight war natürlich „Speedy“, wo die eleganten Damenschuhe entstehen.

Leider durften wir dort nicht fotografieren, da gerade die kommende Winterkollektion gefertigt wird, die erst nächsten März in Paris präsentiert wird. Man merkt, dass Handarbeit und die Liebe zum Detail eine große Rolle spielen. Natürlich werden auch Maschinen eingesetzt, aber an erster Stelle stehen die fleißigen Arbeiter, die in feinster Handarbeit in 150 – 250 einzelnen Schritten die Louis Vuitton Schuhe fertigen. Von der Wahl des Leders bis hin zum Verpacken des Schuhpaars in den brauen Louis Vuitton Karton, jeder Schritt wird mit Liebe und Sorgfalt ausgeführt. Die Mokkasins werden nicht mit einer Maschine, sondern von Hand zusammengenäht, lediglich bei den Sneakers werden einzelne Schritte von Robotern übernommen und ergänzen die Handwerkskunst. Nie hat man den Eindruck von Fließbandarbeit, vielmehr von vielen kleinen Werkstätten, die zusammen ein großes Ganzes bilden.

Am aufwändigsten zu produzieren sind die klassischen Herrenschuhe im Atelier „Taiga“: Leder wird zurechtgeschnitten, Rahmen genäht, Sohlen von Hand bemalt. Ein paar der Arbeitsschritte durfte ich für euch fotografieren.

 

Ein sehr spannender Tag mit sehr vielen Eindrücken und Erkenntnissen. Herzlichen Dank an Louis Vuitton, dass ich einen der „Secret Places“ kennenlernen durfte. Mehr Bilder von meinem Tag in Fiesso D’Artico seht ihr in der Galerie.

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On our second day in Italy, we went to Fiesso D’Artico, a small place which is half an hour far away from Venice. Since September 2001 the shoe manfactury of Louis Vuitton is located over there.  Initially in 1998 shoes of the luxury label were produced, followed by the establishment of the manufactory in Fiesso in 2001. At the beginning the factory stood 1.200 m² only; however due to facility constraints already in 2006 plans on enlargement were made resulting in the “Manufacture de souliers”.  From the outside, the 14.000 m ² sized building in Fiesso D’Artico, reminds me of a shoe box. A shoe box has been the inspiration for the architecture Jean-Marc Sandrolini. It is remarkable that not only traditional, but also modern handicraft do influence the design of the manufactory. At the entrance, visitors find a huge shoe and a painting of Venus by Jean-Jacques Ory. The eminent photography of the Louis Vuitton Eiffel tower from Jacques-Henri Lartigue can be found in the lobby.  Since sustainability is taken into consideration, e.g., 32 m² of solar cells are fixed on the roof. The manufactory combines four workshops which are put in line with two fascinating sculptures in a greened inner yard.  “Priscilla” by Joana Vasconcelos is build out of dozens of pots and pants, whereas it is surrounded by the “L’Objet du désir” of Nathalie Decoster.

The workshops are named after classics of the house. In “Alma” high heels and ballerinas for ladies are made and “Speedy” addresses women’s and men’s sneakers. “Taiga” in turn produces classic gents’ shoes with leather sole and “Nomade” fabricates women’s and men’s moccasins. A laboratory and a training center as well as a galleria can also be found. The verification of divers’ kinds of leather, heels and shoes is taking place in the lab (key word: Synthetical sweat!) while, the galleria presents masterpieces and historical shoes as well as important Louis Vuitton designs of the last years. An honored place got the summer collection of 2009 with offers impressive African designs with fancy details. The production of only one pair of shoes took more than eight hours of handicraft back then. Moreover, a collection of drawings of Andy Warhol with fascinating sayings such as “To shoe or not to shoe” is available and last but not least the shoe stylist director Fabrizio Viti and his team is working on site.  Anyways, let’s go back to the workshops in which all the Louis Vuitton shoes are created. Obviously, my personal highlight is “Speedy” where graceful ladies’ shoes are produced.  Unfortunately, we were not allowed to take pictures over there since the new winter collection is under production. The new collection is going to be presented in Paris, March 13 first.

It is noticeable that handicraft and love for detail are of major importance. In the first place, hardworking staffs make the shoes within 150 – 250 steps with some support of machines. From choosing the kind of leather through wrapping the pair of shoes in the brown Louis Vuitton box, every single step is carefully made with love. Moccasins are not sewed together with the machines but by hand. Robots are used for the production of sneakers only.  The whole thing is not build out of assembly line work but rather out of a lot of tiny workshops.

The classic gent’s shoes from „Taiga“ are the costliest ones to produce; the leather has to be cut into shape, frames have to be sewed and soles have to be colored by hand. I was allowed to take pictures of some of the steps. It has been a very exciting day with a lot of impressions and insights. Thank you very much, Louis Vuitton, for being so cooperative. More pictures can be found in the gallery “Fiesso D’Artico”


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11 COMMENTS

  • 04
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    T
    Testengel

    Das sieht ja echt toll da aus! Schön dass Du uns diese Einblicke gewähren lassen darfst…. sehr interessant….

  • 04
    02
    2013
    13
    g
    gina

    Ich finde deine Hintergrundberichte immer toll und man kann verstehen, dass Qualität eben seinen Preis hat.

  • 04
    02
    2013
    13
    S
    Snusch

    Ein sehr interessanter Bericht! merci

  • 04
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    2013
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    T

    da würde man sich gerne über Nacht einsperren lassen ;)

  • 04
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    2013
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    H
    Hannah

    Danke für den interessanten Einblick, ein wirklich schöner Bericht!

  • 04
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    2013
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    A

    Hallo, ein schöner Bericht. Schön zu sehen, dass dort wirklich alles in Handarbeit gefertigt wird.
    Alles liebe, Antje

  • 04
    02
    2013
    13
    A

    hallo, ein schöner Bericht. Es ist schön zu sehen, dass die Schuhe wirklich in Handarbeit gefertigt werden. Alles liebe, Antje

  • 04
    02
    2013
    13
    S

    Ein richtig schöner Post und dazu auch noch sehr interessant und informativ :D!
    Wirklich unglaublich was sie da von Hand erschaffen können :D!

    Lg
    Saskia :))

  • 04
    02
    2013
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    K

    Toller Post und schicke Bilder. Gefällt mir ;)

  • 05
    02
    2013
    13
    C

    Ein sehr informativer Bericht mit schönen Einblicken.

    Durftest du dir ein Paar Schuhe aussuchen, oder zumindest etwas günstiger? ;)
    Ich hätte nicht widerstehen können.
    LG Cla

    Glamupyourlifestyle.blogspot.de

  • 05
    02
    2013
    13
    S

    Ich hätte gern den weißen Schuh für meine neue Wohnung :) – und eine kleine Version in schwarz für meine Füße

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