New York City Instagram Diary und ein unerwartetes Fazit

22.09.2014

Die erste Hälfte unseres einmonatigen New York Aufenthalts hatte ich euch bereits in Bildform gezeigt, heute folgt die zweite Hälfte. Diese war deutlich von der New York Fashion Week geprägt. Ein sehr aufregender Monat ist am Mittwoch zu Ende gegangen, in dem wir viel erleben durften. Wir haben New York City viel intensiver kennenlernen dürfen als jemals zuvor, denn wir hatten endlich Zeit für all die Dinge, die wir unternehmen wollten und konnten viel über das „wirkliche Leben in New York City“, fernab eines einwöchigen Urlaubs, lernen. Und an dieser Stelle muss ich ein für mich selbst etwas verwirrendes Fazit ziehen: Ich war nach all der Euphorie und vielen tollen Erlebnissen froh, als ich die Stadt am Mittwoch verlassen habe. Versteht mich nicht falsch, New York hat immer noch einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und wir hatten auch dieses Mal wieder eine absolut grandiose Zeit, ich bin immer noch süchtig nach dem Blick auf die Skyline und dem Gefühl der unbegrenzten Möglichkeiten.

Das Empire State Building in der Abenddämmerung

Aber die Zeit in New York war auch sehr stressig. Trotz doppelter Fensterverglasung konnten wir keine Nacht ruhig schlafen, da der Stadtlärm omnipräsent war. In New York fühlt man sich ständig gehetzt, die Stadt ist unfassbar dynamisch und laut. Und mit diesem schnellen Tempo möchte man natürlich mithalten. Das ist in einer Woche immer sehr faszinierend, auch in zwei, drei oder vier. In einem Alltag stelle ich mir das sehr anstrengend vor. Schon nach nur einem Monat war ich ehrlich gesagt ziemlich platt. An den besonders heißen Tagen waren die Gerüche teilweise zu intensiv, die Hitze in der Stadt sehr drückend. Ich hatte in den letzten Tagen das Gefühl „raus“ zu müssen, mehr Platz zu brauchen. Die Sehnsucht nach Ruhe, Entspannung, Natur. Wahrscheinlich werde ich den Trubel schon ganz bald wieder schmerzlich vermissen, aber momentan bin ich froh hier in Kalifornien das absolute Gegenteil zu haben. Obwohl der letzte Monat unglaublich toll war, so muss ich doch sagen, dass die Traumvorstellung von einem Leben in New York Risse bekommen hat. Hinter dem „Ich würde am liebsten in New York leben“ kam schon immer ein „für zwei, drei Jahre“, denn der Traum vom Leben in einem Strandhäuschen am Meer (Wir sprechen hier von Traumvorstellungen …) war nach wie vor an erster Stelle. Doch nun muss ich ehrlich sagen, dass ich mir aktuell nicht einmal mehr zwei, drei Jahre in New York vorstellen könnte. Klar, ein Urlaub in New York City ist immer einfach nur großartig, man erlebt jeden Tag die tollsten Dinge, erfüllt sich einen Wunsch nach dem anderen. Fernab des Alltags, fernab von Verpflichtungen. Und auch wenn wir im vergangenen Monat sehr viel gearbeitet haben, so gab es natürlich nicht den klassischen Büro-Job in unserem Alltag, sondern einen von vielen tollen Erlebnissen geprägten Tagesablauf. Im Urlaub genießt man nur die schönen Dinge des Lebens, die Shopping-Möglichkeiten, die kulinarischen und kulturellen Highlights. Schlaf? Braucht man nicht! Es gehört ja schließlich zum aufregenden „Ich bin in New York City“-Gefühl, dass die Feuerwehr mehrmals pro Nacht wild trötend durch die Straße fährt.

Der Blick vom Gansevoort Hotel im Meatpacking District

Aber im letzten Monat habe ich auch viel über die „Realität“ in New York erfahren, lange Gespräche mit Menschen geführt, die schon länger im Big Apple leben  und auch selbst den ein oder anderen negativen Aspekt kennengelernt. Mir war schon vorher bewusst, dass New York City (ich spreche hier von einem Leben „mittendrin“, also in Manhattan) sehr, sehr teuer ist. Und dennoch bin ich bei unserem Monat in New York immer wieder aufs Neue erschrocken. Wir haben auf einiges verzichtet, so gut es geht gespart und dennoch fast das Dreifache von dem ausgegeben, was wir für einen Monat in München brauchten. Dafür war unsere Wohnung nicht einmal halb so groß wie in München und wir hatten zum Beispiel kein Auto (braucht man in New York natürlich auch nicht), das ja monatlich einen gewissen Betrag in Anspruch nimmt. Hätten wir unseren München-Standart (der sich im absolut „normalen“ Bereich befand) gelebt, wären wir locker beim Vierfachen gewesen. Und genau das ist der Punkt, an dem ich nachdenklich werde, an dem ich all die Euphorie, die mich bis zur letzten Stunde in der Stadt begleitete, einmal nüchtern zur Seite schiebe: Ist New York City wirklich wert, dass man auf sehr viel verzichtet und deutlich mehr arbeitet? Man sich aufopfert, nur um eben in dieser Stadt zu leben? Obwohl sie auch viele Nachteile, wie zum Beispiel schlechte Luft, viel Schmutz und wenig Platz mit sich bringt? Klar, für einen Monat waren 36 Quadratmeter überhaupt kein Thema (und ich habe mich daran sogar wirklich pudelwohl, irgendwie „zuhause“, gefühlt und musste ein Tränchen verdrücken, als wir die Türe am Mittwoch hinter uns geschlossen haben), ein paar Monate mehr wäre das auch kein Problem gewesen. Aber will man über Jahre hinweg in einer kleinen Wohnung leben, wenn man weiß, dass man in einer anderen, ebenfalls schönen Stadt den dreifachen Platz für ein Drittel des Preises bekommt? Abgesehen davon, dass selbst die 36-Quadratmeter-Wohnung beim besten Willen nicht Monat für Monat finanzierbar wäre. In New York City muss man in fast jedem Berufszweig deutlich mehr arbeiten als irgendwo sonst. Die Jobs in New York sind hart umkämpft. Jeder will nach New York, es gibt unglaublich viele hoch qualifizierte Leute, die bereit sind, sehr viel zu arbeiten. Das Privatleben? Steht hinten an! Ich könnte jetzt noch ewig weiter schreiben und komme vermutlich immer wieder zum gleichen Punkt: Ich freue mich sehr auf die nächste Reise nach New York, auch einen Monat im Jahr in der Stadt könnte ich mir sehr gut vorstellen, denn der letzte Monat war unter Nicht-Alltags-Bedingungen sehr bereichernd. Aber wirklich um jeden Preis in New York City leben? Nein, das möchte ich nicht. Nicht mehr … Stattdessen widme ich mich in den kommenden Wochen „der Sache mit dem Leben am Meer“ …

Meine liebste Wand in Manhattan

Auf der Fifth Avenue

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Kommentare

22. September 2014 von Patricia

Ich kann das ABSOLUT nachvollziehen. Ich war zwar noch nie in New York, aber mir reicht schon Berlin. Stefan und ich haben so die Nase voll von dem Lärm und der Hektik. Haus am Meer? Bin dabei. Manchmal denke ich schon, ich werde alt oder bin komisch, weil ich ja unbedingt immer in einer Großstadt leben wollte, aber nach 4 Jahren Berlin bin ich desillusioniert. Und im Gegensatz zu New York ist Berlin ja ein Dorf.

22. September 2014 von charlotte

Danke für dieses (unerwartete) Fazit! Ich kann deine Einschätzungen und Gedanken gut nachvollziehen. Bisher war ich auch nur rein privat in New York City für Urlaube -ab Oktober lebe ich dort für 3 Monate, inklusive Arbeitsalltag. Ich bin super gespannt auf meine Erfahrung & bis dato voller Überzeugung, dass ich ja sofort für lange Zeit nach NYC ziehen würde. Dein Fazit klingt sehr nüchtern & eben das macht es glaubhaft. Diese Ernüchterung bezüglich eines dauerhaften Lebens (sei es auch nur für einige Jahre) in NYC habe ich allerdings schon von einigen Menschen gehört & bin jetzt einfach gespannt auf meine eigenen Erfahrungen. Danke, dass du dein Fazit mit uns teilst! Liebe Grüße, Charlotte

22. September 2014 von Hannah

Ich könnte mir vorstellen, dass Kalifornien viel besser zu Euch und Euren Vorstellungen und Träumen passt – ich bin also schon sehr gespannt wie Ihr die nächsten Wochen erlebt und welches Fazit Ihr dann zieht. Ganz viel Spaß wünsche ich Euch dabei und ich freue mich jeden Tag auf meinen Blick auf den Blog!

22. September 2014 von Lotte

Ein ganz toller Bericht! Ich war bis jetzt noch nicht in New York, es ist aber ein großer Traum von mir. Ich habe damals ein Jahr in Amerika gelebt, allerdings an der Westküste, und in der Zeit habe ich es leider nicht nach NY geschafft. Ich schaue immer noch gerne Serien und Filme auf Englisch, und jedes Mal wenn irgendwas in New York spielt denkt man, wie cool das wäre auch dort zu wohnen und dass dort ja generell alles viel cooler ist 🙂 Aber an die anderen Seiten, wie den Alltag und die Hektik, denkt man dann erstmal nicht. Deswegen ist das toll an deinen Erfahrungen ein wenig teilhaben zu können und alles realistischer zu sehen! Danke dafür und liebe Grüße, Lotte

22. September 2014 von Stil-Box

Liebe Sarah,

ich bin überrascht, dass Du zu diesem Entschluss gekommen bist, da Du sonst immer so euphorisch beim Thema „New York“ warst. Deine Gedankengänge habe ich schon sehr lange.

Auch ich liebe New York, London und Berlin. Bin oft in meinen liebsten Städten unterwegs, denke mir aber auch immer wieder (selbst bei Berlin), dass ich auf KEINEN FALL dort dauerhaft leben will!!!!

Unsere deutsche Hauptstadt ist hip und alles, ich bin sehr gerne und oft dort, aber ich kenne auch das „Business“ dort und habe dank Verwandtschaft und Freude und häufigen Aufenthalten einen guten Einblick bekommen: Berlin ist im A****.

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Kinder dort großziehen? Auf keinen Fall: Schlechte Schulen, Kitas…

Dort Arbeiten? Die Leute sind unzuverlässig, schnoddrig und man wird deutlich schlechter bezahlt (ein subjektiver Eindruck möchte ich betonen, aber wer gestern die FAZ gelesen hat, konnte sehen, dass ein Ingenieur dort jährlich 12.000 EUR weniger verdient als jemand in Süddeutschland)

Die Mentalität: Arrogant, schnoddrig, unzuverlässig, mir-doch-shit-egal… (auch mein subjektiver Eindruck – meine Freunde dort natürlich ausgenommen)

Wirtschaftlich? Brauchen wir sicherlich kein Wort drüber verlieren! Im Gegensatz zu Frankfurt, Stuttgart, München: völlig unbedeutent

Großprojekte? PEINLICH!

Wohnen? Immer teuerer und teilweise unterirdisch!

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Mit New York ist es anders! Dort brummt die wirtschaft. Aber, wie Du sagst. Man muss der Realität ins Auge blicken! Viel Arbeiten, wenig Geld, viel Verzicht? Dass wäre es mir auch nicht wert!! New York, London machen nur mit viel Geld Spaß!

Familie, Freunde, schöner Job mit weniger Druck, ein schönes Heim im Grünen: DAS finde ich erstrebenswerter! 🙂

Viel Spaß wünsche ich Dir an der Westküste!

Liebe Grüße aus „MAINhattan“ (wo die Wirtschaft brummt und man noch einigermaßen bezahlbaren Wohnraum bekommt)
Anna

22. September 2014 von Franzi

Hmmmmm,

Ich kann dich sooooo gut verstehen. Allerdings bin ich noch nicht an den Punkt angelangt, mir einzugestehen, dass ich gar nicht in der Lage bin, ob mental oder physisch, dauerhaft in einer Stadt wie New York zu leben. Und klar, wenn schon New York, dann muss es auch Manhattan sein. Das Finanzielle habe ich für mich immer sehr verklärt und umso mehr muss ich dir beipflichten.
Allerdings bin ich ein Berliner Kind und jedes Mal, wenn ich zurück komme, kommt mir die Stadt so furchtbar klein und nichtig vor, dass ich dieses Großstadtfeeling brauche. Daher könnte ich mir niemals die Westküste vorstellen, da ich im Gegensatz zu allen Vorschreibern dieses schnoddrige und graue, laute Großstadtfeeling brauche, um mich heimisch zu fühlen.
So viel Sonnenschein und gute Laune passt einfach nicht zu einer Großstadt. 😉
Aber werde ich mir auch einmal eingestehen müssen, dass ich dem ganzen Stress nicht für immer gewachsen sein werde!!!
Zum Glück hat man in der Regel mehr als nur einen Wunsch fürs Leben! 😀

22. September 2014 von mia

ich war schon mehrmals in New York und habe auch Freunde, die in Manhattan wohnen. Und irgendwie habe ich schon von allen gehört, wie sehr sie New York nervt und wie sie jedes Wochenende raus müssen, um der Großstadt zu entkommen. Gleichzeitig ist es aber eine Hass-Liebe, da sich sich keine andere Stadt vorstellen können. Ich liebe New York und will so oft es geht dort hin, aber um dort hin zu ziehen (mein Freund ist aus New York), bräuchten wir schon seeehr viel mehr Budget als jetzt. In Berlin einen guten Lebensstandard zu haben ist einfach so viel einfacher als in New York.

Ich wünsche euch viel Spaß in Kalifornien! Dort fand ich es auch wunderbar, nur leider etwas viel Verkehr 🙁 Freue mich auf Berichte!!

22. September 2014 von Sandra

Wow, Danke für diese wirklich ehrliche und persönliche Einschätzung.
Ich bin zur Zeit wieder durch die wieder aufgeflammte Liebe zu Sex and the City total verklärt in meiner Liebe zu New York. Aber du hast mit deiner Einschätzung natürlich leider völlig recht.
Leben in NYC und wenn schon, dann natürlich in Manhattan, wo sich das Leben tummelt, ist nur mit Geld möglich.

Ich bin schon sehr auf deine Westcoast-Erfahrungen gespannt, vorallem da du jetzt ja wirklich den direkten Vergleich ziehen kannst.
Und ich freue mich jedesmal, wenn du eure persönlichen Erfahrungen so ausführlich mit uns teilst.
Habt eine wunderschöne Zeit in Kalifornien!

22. September 2014 von Jenny

Hallo Sarah,
ich habe 2008/2009 ein Jahr in Connecticut gelebt und gearbeitet, war häufig in New York (mindestens einmal im Monat für einen oder zwei Tage) und muss sagen, dass ich deinen Eindruck voll und ganz teile. Ich liebe New York – aber nur als „Besucher“, dort zu leben kann ich mir nicht vorstellen, da es mir einfach zu voll, laut, geruchsintensiv, stressig etc. war. Ich war immer froh, wenn ich wieder im Zug/Auto nach CT gesessen bin, raus aus der Stadt und zurück in die ruhigere Gegend.
Ich war noch nie ein Stadtmensch, wohne momentan in Stuttgart und studiere hier und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen später in einer „Großstadt“ zu leben und hier meine Kinder aufwachsen zu lassen. Ich stamme aus einem kleinen Dorf und denke mir immer, wie schön meine Kindheit dort doch war – auch wenn ich das als Jugendliche immer schrecklich und langweilig fand, heute weiß ich die Ruhe und Weite zu schätzen. Das Leben in den Städten ist so viel teurer, stressiger und lauter. Inzwischen plane ich, entweder in einen Vorort zu ziehen oder wieder in Richtung meines Heimatdorfes, da ich die Ruhe dort zu schätzen gelernt habe und ich immer mal für einige Tage in eine Stadt gehen kann um „Urlaub“ zu machen, shoppen zu gehen – meinen Alltag möchte ich aber nicht unbedingt in einer verbringen 🙂
Ich wünsche euch eine ganz tolle Zeit an der Westküste, da möchte ich auch unbedingt mal noch hin. Ich freue mich auf viele interessante Berichte.
Liebe Grüße Jenny

22. September 2014 von Ksenija @ fashionhint

Da habe ich ganz ähnliche Erfahrungen in meinem halben Jahr in Shanghai gemacht. So eine Metropole ist natürlich erstmal super spannend. Tolle Boutiquen, Clubs, Restaurants – viele spannende Menschen und Geschichten. Aber irgendwann wurde mir der Trubel auch zu viel. Zum Leben wäre das nichts für mich. Ich hoffe an der Westküste findet ihr ein bisschen Ruhe und genießt eure Zeit!

22. September 2014 von Charlotte

Verrückt! Das klingt alles so sinnig und nachvollziehbar, aber wenn man selbst den Traum hat mal länger in New York zu sein, möchte man das fast gar nicht glauben. Ich habe einen Monat in Istanbul gelebt und diese Stadt war so faszinierend für mich – anfangs.
Nach zwei Wochen war ich total platt und dachte, dass mir das zuviel sei. Aber einige Tage später fing ich an den Lärm zu lieben, die Dynamik und dieses Bosporus-Flair. Ich glaube das Istanbul wesentlich entspannter ist, auch wenn 14 Mio Menschen dort leben. Da ist es nicht so hart mit der Arbeit. Man kann ruhig morgens vor der Arbeit noch zum Friseur und die Haare waschen lassen oder in der Mittagspause seinen Tee am Bosporus trinken. Aber Istanbul ist eine Stadt in der ich am liebsten 6 Monate im Sommer leben würde und den Winter in Deutschland verbringen würde. So hat man beide schöne Seiten oder? :))

Liebst, Charlotte
von Come as Carrot

22. September 2014 von Ani

Sehr aufschlussreicher Post! Ich freue mich sowieso mehr auf eure Strand Bilder 🙂

Wie heißt denn jetzt eigentlich das MCM Hündchen? 😀

http://www.ani-hearts.blogspot.com

22. September 2014 von Stephanie Kraus

Hey, die Fotos sind atemberaubend und es sieht aus als hättest Du eine tolle Zeit gehabt! <3 LG, Steffi

22. September 2014 von Kirsten

Toll, dass du so ehrlich schreibst!!!! Ihr findet bestimmt das perfekte Plätzchen für euch:o)
Liebste Grüße,
Kirsten

http://www.thedressbakery.blogspot.com

Ps. Ich hoffe heimlich, dass Eure Reise nie endet, denn es macht so einen Spaß alles mit zu verfolgen:o)

23. September 2014 von spiegeleule

Tja liebe Josie,

du hast in New York eben die Auswirkungen des puren Kapitalismus erlebt und begriffen. Eigentlich ein bisschen witzig, da dein Blog sich mit Konsum befasst (also dem vom Kapitalismus vorgegaukelten Lebenssinn per se).

Ich finde diese Einsicht vorprogrammiert, wenn man wirklich mal dort IST. Weil ich denke, dass es auf der Welt ein herrlich verklärtes und von den „Staaten“ gepflegtes Image gibt, dass eben nicht die Realität für alle ist. Nur Kunstfiguren wie Carrie Bradshaw und Blaire Waldorf können in New York City überleben. Diese Kunstfiguren kreeieren in den Köpfen kleiner Mädchen den Traum auch mal im Big Apple zu leben. Und das kann nur eine Blase sein, die platzt. Warst du dennn mal außerhalb von Manhattan und den sonstigen Trendbezirken? Da wärst du deine Handtasche und vielliecht auch dein Leben schneller losgeworden, als du Louis Vuitton flüstern kannst.

23. September 2014 von Sarah – Josie loves

@Lisa: Interessant, dass dieser angriffslustige Kommentar ausgerechnet von jemandem kommt, der doch selbst seit Jahren für einen Blog schreibt, der sich noch weitaus mehr mit Konsum befasst.

Und stell dir vor: Ja, ich war schon oft außerhalb Manhattans, auch außerhalb der Trendbezirke. Ich lebe übrigens noch, und meine (Louis Vuitton ???) Handtasche ist auch noch da. 😉

24. September 2014 von spiegeleule

fühlst du dich angegriffen sobald mal jemand einen Kommentar jenseits von „schön“ & “ toll dass du so ehrlich darüber schreibst“ postet? ich habe nicht dich sondern die Diskrepanz des Lebensstils und der harten Realität in den Staaten kritisiert. Denn leider glauben auch in andern Ländern einfach zu viele Leute, dass das die Heilsversprechung ist und jammern zum Beispiel in Deutschland über das solidarische Prinzip unseres Sozialsystems oder wollen es gar am liebsten loswerden. Wie es Menschen ohne Krankenversicherung ergeht in einem Land in dem der pure Kapitalismus regiert, darum geht es doch auch in deinem Fazit.

Ich finde deine Einsicht spiegelt das doch ebenso wieder. wieso stört es dich eigentlich, dass ich für styleranking als Freie schreib? Hast du ein Problem mit mir oder der Seite?

24. September 2014 von Sarah – Josie loves

@Spiegeleule: Ich freue mich immer über konstruktive Kritik. 😉 Aber es ging mir um das „wie“ und dein Kommentar war definitiv angriffslustig, in vielen Punkten. Das weißt du selbst sicherlich am besten. Ich möchte nicht jeden Satz zitieren. 😉

Ich wüsste nicht, warum ich ein Problem mit dir haben sollte (und mit styleranking habe ich erst recht keines). Mich hatte lediglich deine negative Einstellung gewundert, wenn du doch selbst für einen Modeblog über eben diese Themen schreibst. Und wir wissen ja beide, dass sich ein Leben ganz sicher nicht nur um das Thema Konsum und Louis Vuittontaschen dreht, nur weil man darüber schreibt.

8. Oktober 2014 von gutscheinbunny.de

Absolut toller Beitrag zu NewYork. Mehr begeistert bin ich aber von den Eindrücken in den Straßen von NewYork aus deinem Insta Tagebuch. Diese Stadt ist einfach beeindruckend, leider war ich noch nicht drüben.

Deine Posing Bilder sind natürlich auch klasse geworden – ein kleines NY City Girl 🙂

LG
Torsten

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