Goodbye Zucker:
Zwei Wochen nach meinem Projekt

25.05.2017

So, ihr Lieben, ich schulde euch natürlich noch einen „So geht es mir NACH der zuckerfreien Zeit“-Bericht. Eigentlich wollte ich diesen Post ja direkt eine Woche nach meinem Projekt-Ende schreiben. Aber da ich die erste Woche komplett auf Bali verbracht habe und gerne noch die ein oder andere Alltagserfahrung in diesen Post einbringen wollte, habe ich ihn ein bisschen nach hinten verschoben. Gerne würde ich schreiben, dass mich nach acht Wochen Schokolade GAR NICHT MEHR interessiert hat. Immerhin geht das angeblich vielen so. Das Interesse war bei mir zwar nicht mehr ganz so groß, aber immer noch da. Ich hatte euch ja bereits erzählt, dass ich ins Handgepäck Schokokekse gepackt habe. Und ich war soooo gespannt, wie meine Lieblingssüßigkeit nach acht Wochen schmecken würde. Ob mir Vollmilchokolade vielleicht zu süß wäre? Kurz und knapp: Ich habe den Schokokeks sehr genossen und ihn nicht als zu süß empfunden. Aber: Einer war genug. Vor dem Projekt hätte ich zu einem zweiten gegriffen. Und zu einem dritten … Abends gab’s dann noch ein Eis. Das erste in diesem Sommer. Und auch das habe ich mit großer Begeisterung verputzt. Nach so vielen Wochen wieder Süßkram essen zu „dürfen“ hat sich ein bisschen wie der erste Ich-darf-das-endlich-offiziell-Diskobesuch mit 18 Jahren angefühlt.

In den Tagen darauf habe ich kaum Süßigkeiten gegessen, aber dafür richtig viel Obst. Bali ist ja bekanntlich ein wahres Paradies für Obstliebhaber wie mich.

Bali Café Organic Canggu

Und so darf es gerne Obst en masse zum Frühstück, Dragon Fruit und Ananas „für zwischendurch“ und ein Smoothie zum Mittagessen sowie zum Dinner sein. Yummy! Ich habe das Obst sehr genossen und wollte mir meine typische Bali-Dosis auch nicht verkneifen. Aber: Meinem Magen ging es sooo schlecht. Er hat völlig verrückt gespielt, als er nach so vielen zuckerfreien Wochen die volle Dosis Fructose abbekam. Im-sechsten-Monat-schwanger-Blähbauch ahoi!

Ich habe Obst definitiv süßer als zuvor wahrgenommen. Als „zu süß“ empfand ich allerdings keine Frucht. Auch Schokolade mag ich nach wie vor sehr gerne. Allerdings genieße ich sie viel intensiver als zuvor. Und nicht mehr jeden Tag. Ich hoffe, dass ich das beibehalten werde.

Ich gehe seit diesem Projekt definitiv viel bewusster mit meiner Ernährung um, setze mich mehr damit auseinander , snacke statt Süßkram gerne Nüsse und achte viel mehr auf Inhaltsstoffe. Fertigsoßen? Nein, Danke! Auch mein „Frühstücksverhalten“ hat sich geändert.  Während ich zuvor immer die süße Variante gewählt habe, wechsle ich mittlerweile gerne zwischen „süß“ und „salzig“.

Gummibärchen? Sind mir zu süß! Und: Purer Zucker ist mir immer noch suspekt. Ich habe seit dem Ende des Projekts noch nichts gebacken, werde aber beim nächsten Mal ganz sicher nicht zu klassischem Industriezucker greifen.

Fazit: Ich bin sehr, sehr froh, dieses Projekt absolviert zu haben. Es war toll, mal das eigene Durchhaltevermögen auf die Probe zu stellen und sich selbst noch besser kennenzulernen. Ich hoffe, dass es mir gelingt, viele der Zuckerfrei-Erkenntnisse auch dauerhaft in meinen Alltag zu integrieren.

Acht Wochen möchte ich nicht mehr ohne Zucker leben. Denn so ein Stück Schokolade tut der Seele manchmal einfach zu gut. Jawohl!

Kommentare

25. Mai 2017 von Anna

Liebe Sarah,

interessanter Post! Ich bin schon gespannt, wie sich das Projekt Zuckerfrei auf die Speisekarte in eurem Café auswirkt.

Viele Grüße
Anna

25. Mai 2017 von Melanie

Vielen Dank für das Update. Du kannst unglaublich stolz sein. Ich denke am Wichtigsten ist das Erlernen eines bewussteren Umgangs mit dem Zucker, er ist ja bekanntlich nicht gesund, trotzdem konsumiert ihn jeder. Vielen ist gar nicht bewusst wo sich überall Zucker versteckt. Ich lasse momentan meine abendliche Schoko-Dosis weg und plötzlich fühle ich mich viel fitter und nicht mehr so träge. Und trotzdem ist der Griff zur Packung manchmal so schnell.

25. Mai 2017 von Sarah

Hej Sarah. Danke für den rückblickenden Bericht! Wirklich spannend. Hätte eigentlich gedacht, dass man vieles als zu süß einstuft nach 8 Wochen… Voll gut das du das durchgezogen hast!

25. Mai 2017 von Caterina

Ich denke da hat das Projekt doch seinen Sinn erfüllt. Nämlich dass man bewusster mit Nahrung und Lebensmitteln umgeht. Ich finde, wenn man alles in Maßen macht, ist das gut. Immer mal wieder Schokolade oder Eis ist doch super. Oh das kann ich mir gut vorstellen dass dein Magen etwas verrückt gespielt hat, als es so viel Fruktose gab.
Toll dass du uns an diesem Projekt hast Teil haben lassen.
Kokosblütenzucker kann ich sehr empfehlen. Gibt’s im Drogeriemarkt.

LG Caterina
http://caterinasblog.com

25. Mai 2017 von LindaLibraLoca

Mir ging es ähnlich, ich möchte Schokolade nicht ganz aus meinem Leben ausschliessen, aber bewusster mit dem Zucker umgehen, und das hat nach den zwei Monaten ohne gut geklappt. Mit der Zeit kommen aber alte Gewohnheiten wieder, vermutlich sollte ich es also ein bis zwei Mal pro Jahr machen.

Linda, Libra, Loca: Beauty, Baby and Backpacking

25. Mai 2017 von Jecky | Want Get Repeat

Wie macht ihr das eigentlich bei eurem Café? Setzt ihr da auch auf zuckerfrei?

XX aus Nürnberg
Jecky
Want Get Repeat

25. Mai 2017 von Sarah – Josie loves

@Jecky: Teils, teils. 😉 Es wird auch sehr gesunde Gerichte ohne Zucker geben, aber auch süße Speisen mit Zucker.

25. Mai 2017 von Mrs Unicorn

Fantastische Idee! Und herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Challenge 🙂

26. Mai 2017 von Ayla

Herzlichen Glückwunsch nochmal zur bestandenen Challenge!!! 🙂
Ich fand dieses Projekt und deine Beiträge dazu super spannend und habe mich immer total über jeden neuen Artikel gefreut! 🙂
Ich würde mich sehr freuen, wenn du auch weiterhin ab und zu mal wieder etwas über dein zuckerfreies Leben schreiben würdest. Ich finde es toll, dass es so einen positiven Effekt für dich hatte und du auch weiterhin deinen Zuckerkonsum einschränken möchtest.
Was mich auch sehr interessieren würde (vielleicht magst du ja sogar darüber einen Blog Post schreiben?): Welche Tipps und Tricks haben dir dabei geholfen durchzuhalten, was waren deine Lieblingsrezepte und welche anderen Lebensmittel haben dir geholfen, wenn du unbedigt Schokolade oder Süßes essen wolltest? Und wie ist es dir mit deinen Mitmenschen ergangen, fanden die meisten die Idee toll, oder hatten sie eher ihre Zweifel? 🙂
Ich finde die Idee mit eurem Cafe total toll und wenn ich mal in München bin schaue ich auf jeden Fall vorbei!!! 🙂 🙂

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