Goodbye Zucker:
Meine siebte (leider nicht ganz zuckerfreie) Woche

02.05.2017

Die letzte Woche lief leider so völlig anders, als ich es erwartet hatte. Doch von Anfang an. Die siebte Projektwoche startete gewohnt zuckerfrei in München, und auch der Verzicht auf Süßes während der Pressereise in Portugal bereitete überhaupt keine Probleme. Mit köstlichem, frischem Fisch, viel Käse und Gemüse war ich im siebten Zuckerfrei-Himmel. Ich bin ja eigentlich jemand, der am Morgen immer lieber zu Süßem statt Herzhaftem greift, aber dank neuer Gewohnheiten fand ich am großen Frühstücksbuffet allerlei Leckereien, denen ich normalerweise zum Frühstück keine Beachtung schenken würde. Und ein riesengroßer Pluspunkt für unser Hotel: Für „ein bisschen süß“ gab es sogar Chia Pudding, den ich mir mit ein paar Beeren und ohne Banane bestellte. Alles in allem also absolut perfekt, und so ging ich in großen Schritten auf die achte und letzte zuckerfreie Woche zu.

Strand Portugal Algarve Hotel Vila Vita Parc

Bis Freitagabend, als mir ganz plötzlich übel wurde und eine der schlimmsten Nächte meines Lebens folgte. Ich hatte ja im gestrigen Update bereits erzählt, dass die Hälfte unserer Gruppe inklusive Chris und mir krank geworden ist. Da wir nur köstliche, frische Speisen in guten Restaurants gegessen haben, können wir alle beim besten Willen nicht nachvollziehen, welches Lebensmittel das alles bei so vielen von uns ausgelöst hat. Ich habe nicht den robustesten Magen, aber dennoch eine ganze Weltreise mit nur einem einzigen, ähnlichen Zwischenfall überstanden. Seitdem ich by the way nie wieder Hummer essen kann. Und Garnelen. Und alles, was „so ähnlich“ ist. Am Samstag konnte ich leider nicht einmal die Medikamente bei mir behalten und schwor mir, sobald ich wieder so etwas wie Appetit verspüren würde, genau das zu essen, was mir in dem Moment gut tun würde. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Gedanke an alle tierischen Produkte ging gar nicht, und das Einzige, was ich irgendwann wieder zu mir nehmen konnte, war Zwieback, gefolgt von Banane und weißem Brot. Zum Frühstück habe ich trockenen Kuchen gegessen. Ich brauchte einen leicht süßen Geschmack, jegliche Gewürze und tierische Produkte sorgten schon in Gedanken für einen flauen Magen. Was mich jedoch völlig abgeschreckt hat, war der im Zusammenhang mit Magenproblemen immer omnipräsente Cola-Rat, den ich sonst auch immer befolge. Schon im gesunden Zustand ist mir Cola meist einen Ticken zu süß und ich greife viel lieber zur Cola light, aber nach sieben Wochen ohne Zucker war der Ekel vor dem Zucker-Wasser tatsächlich größer als die Hoffnung, dass sie meinem Magen gut tun würde.

Ich weiß, ich weiß, ich bin die Einzige, der ich Rechenschaft schuldig bin und ich habe in den letzten sieben Wochen tatsächlich ohne einen einzigen Ausrutscher durchgehalten und Disziplin bewiesen, aber ehrlich gesagt habe ich mich extrem darüber geärgert, dass mir so etwas ausgerechnet kurz vor dem Projekt-Ende „unschuldig“ passiert ist. Aber: Seit gestern Abend bin ich wieder einigermaßen fit und starte nun also in die achte, zuckerfreie Woche. Den Gedanken an Fleisch mag ich übrigens immer noch nicht. Irgendwie ironisch, dass ich erst letzte Woche darüber schrieb, dass dieses Experiment meiner Meinung nach nichts für Vegetarier sei ….

Kommentare

2. Mai 2017 von Sylvia

Achje das ist ja ganz ganz übel. Ich denke du muss das nicht als Ausrutscher sehen. Bei so einer Krankheit ist es einfach wichtiger dem Körper das zu geben was er verlangt. Auch wenn es Zucker ist.

Liebe Grüsse
Sylvia
http://www.mirrorarts.at – Fotoblog

2. Mai 2017 von Anna – Salon Stories

Ach, in so einer Ausnahmesituation ist es wirklich wurscht was man isst, hauptsache, es geht einem irgendwie schnell besser. 🙂
Vielleicht habt ihr euch auch gar nicht den Magen verdorben – klingt für mich sehr nach dem (mir gut bekannten) Noro-Virus. Da hatte ich auch mal ein tolles Erlebnis am Tegel Airport. Das war damals einer meiner schlimmsten Tage ever…

Gute Besserung und herzliche Grüße!

2. Mai 2017 von Caterina

Ich würde das auch njcht als Ausrutscher bezeichnen. Im Gegenteil: ich finde es gut dass du auf deinen Körper gehört hast und ihm das gegeben hast was er in dieser Situation gebraucht hatte.

LG Caterina
http://caterinasblog.com

2. Mai 2017 von Annemy

Ich finde auch nicht, dass das ein Ausrutscher ist. Krank ist krank und Sachen wie Zwieback können helfen, die zerstörte Magenschleimhaut wieder aufzubauen…in diesem Fall ist es also als notwendiges Medikament zu sehen 😉 übrigens ist der Cola-Rat mittlerweile ja auch wissenschaftlich widerlegt worden und kann sogar eher kontraproduktiv sein.
Also ärger dich nicht, zur Not kannst du ja auch noch zwei Tage ranhängen… 😊

2. Mai 2017 von Evy

Ich denke auch: Es ist ärgerlich, denn du hast ne Menge Zeit und Willen in das Experiment investiert. Aber wenn es dir nicht gutgeht, solltest du essen, was du willst. Daher ein klares: Gut so! Alles andere wäre ziemlich verrückt. Es zeugt nicht nur von Größe, dass du das durchgezogen hast. Sondern auch, dass du im ricihtigen Moment eine Ausnahme gemacht hast.

Was passiert eigentlich, wenn man während einer Pressereise verletzt wird und womöglich der Veranstalter/das Hotel schuld ist. Bekommt man eine Entschädigung? Du konntest in den Tagen doch nicht deiner Arbeit nachgehen?

2. Mai 2017 von Ayla

Liebe Sarah,

toll, dass du weiterhin so super durchhältst!!! Mach dir keine Gedanken, wegen dem was du gegessen hast. Diese Mahlzeit ist im Vergleich zu der jetzt schon langen zuckerfreien Zeit total unwichtig! Und wenn man so krank ist, dann kann man auch mal essen worauf man Lust hat, bzw. wovon einem nicht gleich wieder übel wird.
Ich wünsche dir weiterhin noch ganz viel Erfolg! Ich bin so gespannt was du schreibst, wenn du wieder Zucker in kleinen Mengen und Obst isst!!! 🙂

Wegen der Vegetarier-Sache kann ich dich gut verstehen. Als ich das Programm von Sarah Wilson gemacht habe, habe ich auch noch Fleisch gegessen und meine Mahlzeiten sahen so aus, wie du es auch hier auf dem Blog beschrieben hast. Inzwischen esse ich kein Fleisch mehr und habe Wege gefunden trotzdem zuckerfrei zu essen, dafür musste ich aber etwas umdenken. Mittlerweile ist bei mir immer das Gemüse das „Hauptgericht“, oft auch mehrere Sorten. Dazu esse ich als „Beilage“ gute Kohlenhydrate (wie Vollkornnudeln, Vollkornreis, Kartoffeln usw.) Ich achte auch immer auf Proteine (Bohnen, Hülsenfrüchte usw) und gute Fette (Olivenöl, Kokosöl, Nüsse, Avocado usw.) um satt zu werden. Dann nehme ich mir auch so oft nach wie ich will und esse bis ich wirklich satt bin. Seitdem ich keinen Zucker und auch kein Fleisch esse muss ich nämlich mengenmäßig wirklich mehr essen, um satt zu sein.
Oft kombiniere ich auch mehrere „Gerichte“ miteinander, z. B. wenn ich noch ein Kichererbsen-Kokos-Curry vom Tag vorher habe mache ich mir dazu noch extra Gemüse und noch extra Kartoffeln und esse vielleicht so gar noch eine Suppe als Vorspeise. 😉

Hier noch ein Blog mit tollen zuckerfreien und zuckerarmen Rezepten:
http://www.individualisten.at/

Liebe Grüße
Ayla 🙂

2. Mai 2017 von Ayla

ps: Ich weiß ja, dass du schon wieder kleine Mengen an zuckerarmem Obst isst, ich meinte weiter oben in meinem Kommentar deshalb fruktose reiches, sehr süßes Obst. 😉

3. Mai 2017 von Nadine

Liebe Sarah. Schön, dass es dir wieder besser geht. Woher ist das tolle Kleid auf dem ersten Foto?

Grüße
Nadine

4. Mai 2017 von Jacky

Hallo Sarah

Toller Post. ich habe einen HealthyBlog und beschäftige mich intensiv mit Ernährung und Gesundheit. Ich finde es sehr sehr gut, dass du auf deinen Körper gehört hast 👍🏻👍🏻 Das ist einfach das Wichtigste 😘. Du hast es ja super lange ohne Zucker ausgehalten💪🏻, dass finde ich super stark und eine Inspiration 😊.
Vielen Dank dafür.

Schicke dir liebe Grüsse
Jacky
https://www.jackieshealthylife.com

Schreibe einen Kommentar

*