Wie Instagram die Blogs zerstört

02.05.2016

„Wie viele Follower hast du?“ werde ich gefragt. „Meinst du, wie viele Klicks Josie loves hat?„, antworte ich. „Nee, ich meine die Instagram-Follower.“ bekomme ich als Antwort. Eine Situation, die ich in den letzten Monaten fast täglich erlebe. Anfangs sagte ich zu meiner Followerzahl „Ich konzentriere mich auf meinen Blog, Instagram ist nur eine nette Ergänzung“ noch dazu. Mittlerweile spare ich mir diese Ausführung.

Man hat teilweise das Gefühl, dass all der jahrelang produzierte Content, eine große, treue Leserschaft plötzlich in Augen mancher (Gott sei Dank nicht aller!) nichts mehr wert ist. Ich spreche hier nicht nur von mir, sondern von fast allen Bloggern, die seit vielen Jahren dabei sind. Man kann von einem Instagram-Account beim besten Willen nicht 1:1 auf einen Blog schließen. Die Blog-Instagram-Relation stimmt fast nie überein. Es gibt unzählige Instagram-Accounts mit unfassbar vielen Followern. Fast täglich stoße ich auf Instagram-Accounts im deutschsprachigen Raum mit sechsstelligen Followerzahlen, von deren Blog ich noch nie etwas gehört habe.

Wie Instagram die Blogs zerstört

Manche Mädels treffen mit ihrem Feed den Nerv der Zeit/Stunde/Minute und bauen innerhalb von zwei Monaten 100.000 Follower auf. Der Blog? Ja, den gibt es, aber dieser hat nur wenige Besucher am Tag. Und dieser Blog ist plötzlich das Zehnfache wert von einem langjährig aufgebauten, reichweitenstarken Blog, der eben nur 10.000 Instagramfollower hat, da die Bloggerin sich beispielsweise selbst fast nie zeigt, stattdessen tausendfach geklickte, wunderbare Texte schreibt? Das klingt so absurd, aber es gibt dennoch einige Menschen in dieser Branche, die so denken.

Momentan wird so viel Geld und Werbebudget in Instagram gesteckt, dabei kann man den Erfolg eines Bildes/einer Kampagne noch nicht einmal wirklich messen, denn nach wie vor kann man von Instagram aus nicht auf eine Website verlinken. Den Traffic bzw. auch die Verkäufe, die von einem Blog aus kommen, können klar gemessen und von der Marke ausgewertet werden.

Absurd finde ich übrigens auch, dass immer wieder die Like-Follower-Relation als Indiz für gekaufte Fans genannt wird. Jeder weiß, dass man mittlerweile auch Likes kaufen kann. Oder aber man investiert jeden Tag viele Stunden, um Likes und Kommentare en masse bei anderen Accounts zu hinterlassen. Denn auch das funktioniert. Instagram ist eine Community und lebt von der Interaktion. Viele hinterlassen ebenfalls gerne einen Like, oder Kommentar, wenn sie eben diese von einem anderen Instagrammer bekommen haben. Wer jeden Tag viele Stunden Fleiß in seinen Instagram-Account gesteckt hat, verdient sicherlich seine dadurch hohe Followerzahl und all die Likes und Kommentare unter seinen Bildern.

Aber macht dies die Person zum besseren Blogger (alias besserem Schreiberling und/oder Fotografen) als jemanden, der beispielweise aufgrund eines 40-Stunden-Jobs keine Zeit für stundenlange Like-Aktionen hat, aber jede freie Minute liebevoll in seinen Blog steckt? Wohl kaum!

Ich verstehe, dass ein Blogger auf den Social Media Kanälen präsent sein muss. Aber eigentlich sollten diese Kanäle doch eine Ergänzung bzw. ein Support des Wesentlichen sein: Des Blogs.

Genauso wie Print neben Online existieren kann, sollten Blogs neben Instagram existieren und nicht über einen Kamm geschert werden. Von einer erfolgreichen Print-Redakteurin wird nicht erwartet, auch einen erfolgreichen Blog zu führen. Warum wird von einem etablierten Blogger automatisch verlangt, hunderttausende Follower auf Instagram zu haben?

Bei manchen ist der Instagram-Ruhm absolut gerechtfertigt. Die Bilder sind wundervoll, besonders, und man merkt, dass ein tolles Konzept und viel Arbeit dahinterstecken. Bei anderen gibt es doch einen leider mittlerweile ganz und gar nicht mehr seltenen Faktor: Der Kauf von Followern. Und das sind mittlerweile unzählige Kolleginnen, die bei ihren Instagram-Zahlen nachgeholfen haben. Manche offensichtlicher, andere cleverer. Die Firmen scheinen dies nicht zu bemerken. Ganz ehrlich? Ich kann diejenigen, die dem Druck nicht mehr standhalten konnten, verstehen. Dennoch möchte ich daran festhalten, nicht künstlich an meiner Followerzahl nachzuhelfen. Ob das mittlerweile noch klug ist? Ich weiß es nicht! Wahrscheinlich ist es dumm und naiv, nicht mal eben einige tausend Follower dazu zu kaufen, wenn es doch fast alle tun. Und damit auch noch durchkommen. Aber mit dem Fake-Gedanken komme ich nicht klar.

Es geht vielen blind und einzig und allein um Zahlen. Nicht falsch verstehen: Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass aus Instagram ein so großes Business geworden ist und ich finde es schön, dass man mit dieser App Karriere machen kann. Aber: Ich finde es schlimm, dass plötzlich alle in einen Topf geworfen werden. Wer mit Texten und Geschichten auf seinem Blog erfolgreich ist, muss plötzlich genauso erfolgreich mit der Instagram-Norm entsprechenden Bildern innerhalb dieser App sein.

Vor einem halben Jahr habe ich beschlossen, auf Instagram wieder „Back to the Roots“ zu gehen, mich nur auf die Blogleser zu konzentrieren und diesen auf Instagram Behind the Scenes Eindrücke zu zeigen. Und ich bin gescheitert. Für mich war es vollkommen okay, auf Instagram keinen Erfolg zu haben, immerhin habe ich einen gut laufenden Blog, auf den ich mich konzentrieren möchte. Ich wollte nicht für eine App meine Bildsprache ändern, eben das posten „was auf Instagram halt gut läuft“ und ständig Bilder von mir selbst knipsen. Das bin einfach nicht ich. Der Instagram-Ruhm sei anderen von Herzen gegönnt. Ich brauche ihn nicht. Dachte ich. Denn wenn plötzlich meine Blog-Arbeit anhand meines Instagram-Accounts beurteilt wird, dann habe ich ein Problem damit. Sogar ein sehr großes!

Masha schrieb vor kurzem einen sehr treffenden Satz: „Ich bin zu viel Blogger – und zu wenig Influencer“. Das war zwar primär auf Snapchat (und das ist wieder ein ganz anderes Thema) bezogen, aber dennoch finde ich ihn hier sehr passend.

Ich bin beim besten Willen niemand, der sich vor Neuem verschließt und habe in den letzten Jahren viele Trends kommen und gehen sehen. Manche habe ich mitgemacht, andere nicht. Ich habe viel ausprobiert, mich aber nie verbogen. Doch was ursprünglich als Trend begonnen hat, veränderte die Branche in den letzten Monaten radikal.

Man hat nur mit einem Personen-Hype überhaupt eine Chance auf sogenannten „Insta-Fame“. Glück gehört bei zehntausenden Konkurrentinnen natürlich auch dazu. Um es bei Instagram nach oben zu schaffen muss man zum Beispiel als Style-Blogger mit außergewöhnlich tollen Looks, die kontinuierlich gepostet werden, überzeugen. Oder aber man fasziniert als Person so sehr die junge Community, dass Hunderttausende folgen und sich an jedem Update ihres Idols erfreuen. Dafür muss man aber auch immens viel von sich preisgeben, und dazu ist auch nicht jeder bereit. Da wären wir auch wieder bei der Generation Snapchat. Eine Alternative: Man hat ein wirklich so unfassbar tolles nicht auf eine Person bezogenes Instagram-Konzept, mit dem man sich extrem von anderen abhebt. Wie beispielsweise lichipan. Doch das ist ein Vollzeitjob. Sollte man ab sofort nur noch ein bis zwei Mal die Woche bloggen, dafür aber tägliche viele Stunden mit Instagram verbringen? Ist das die einzige, langfristige Überlebenschance in dieser Branche?

Ja, ich mache mir Sorgen. Um das Medium Blog. Um all die Texte, die wunderbaren Bilderstrecken, die wertvollen Tipps, und die langen Geschichten, die das Internet revolutioniert haben. Man kann nur hoffen, dass langfristig harte Arbeit und treue Leser zählen und diese nicht hinter einer oftmals künstlich aufgebauschten Social Media Zahl verschwinden.

Kommentare

2. Mai 2016 von Annlena

Du sprichst mir aus dem Herzen.
Sicherlich sind die Social Media-Kanäle wichtig und ich will auch nicht darauf verzichten. Aber letztlich liegen Facebook, Instagram und Snapchat nicht in meiner Hand. Ich kann nicht beeinflussen, wem mein Content wann gezeigt wird. Das einzige Medium, bei dem ich das im Griff habe ist mein Blog.
Und letztlich sind es Texte wie Deiner, die mich zum Nachdenken anregen. Nicht irgendwelche Bilder von Teenies auf Instagram.

Liebe Grüße!
Annalena

2. Mai 2016 von Ela

Ich kann deine Sichtweise total nachvollziehen. Ich habe bisher auch keine Fans „gekauft“ und habs auch nicht vor… Da diese nicht interagieren bringt es mir ja letztendlich auch nichts außer einen „schönen Schein“. Für mich ist und bleibt der Blog immer meine Homebase – Social Media mache ich, um ihn damit zu unterstützen und aktuelle behind the scenes Eindrücke zu geben.
In meinem Mediakit spielt der Blog die Hauptrolle und glücklicherweise haben das bisher fast alle meine Sponsoren auch so gesehen. Es gibt natürlich immer mehr Angebote NUR für Instagrammer, aber dann bin ich eben nicht die passende Person für diese Kooperation.
Bei Snapchat bin ich übrigens auch nicht dabei, Videos sind so gar nicht meine Welt – ich habe keine Lust mich zu verstellen und krampfhaft jeden Hype mitzumachen. Spätestens sein „The Circle“ sehe ich die Selbstdarstellung auf Social Media auch noch kritischer…
Liebe Grüße,
Ela

2. Mai 2016 von Katharina

Super Artikel! Finde das Thema auch sehr spannend und verfolge es beruflich schon eine Weile. Ich hoffe sehr, dass sich auf längere Sicht der Blog und damit schriftlicher Content als wichtigstes Medium durchsetzen wird. Durch die zunehmende Bedeutung von Instagram ist die Branche nach meiner Wahrnehmung noch oberflächlicher geworden als sie ohnehin schon ist. Die Bildwelten ähnlich sich unheimlich, Blogger sind zur gleichen Zeit alle auf der selben Insel, posten den gleichen Content und halten die selben Dinge in die Kamera. Aus Sicht der Blogger kann ich das gut nachvollziehen – aus Lesersicht hoffe ich aber auf mehr Abwechslung.

2. Mai 2016 von Anna – Salon Stories

Liebe Sarah,

ich finde es toll, dass Du dieses Thema ansprichst. Ich sage Dir mal ganz ehrlich meine Meinung dazu – und diese ist nicht böse gemeint, aber ich glaube, dass diese ganze Social-Media-/ und Blog-Blase irgendwann bei jedem Blogger platzen wird (ich sage auch nur „LES MADS“) und viele damit sehr auf die Nase fallen werden. Man ist doch auf das Goodwill von fremden Menschen angewiesen. Gefällt den Followern nicht mehr, was sie sehen, oder ist das Preisgeben nicht mehr GENUG, dann sind sie weg.

Ich glaube, es ist schwierig, die ganze Situation mit Distanz zu bewerten, wenn man mitten drin steckt. Mein Mann zum Beispiel ist aus einer ganz anderen, „super super seriösen“ Branche. Ich habe ihm in letzter Zeit immer wieder mal Snaps und Instagram-Feeds von „großen“ deutschen Bloggern gezeigt (Ich muss dazu dazu, dass er mit dieser Welt rein gar nichts zu tun hat / haben will.):
Er war geschockt, entsetzt und hat sich tierisch aufgeregt. Als Außenstehender fand er es unangenehm, perinlich, fremdschäm, insbesondere bei Snapchat, wie sich ERWACHSENE Frauen derart entblößen, den größen Schwachsinn in die Kamera labern, sich im Bett, beim Aufstehen, beim Schminken, beim Essen, beim ach was weiß ich zeigen, sich auf Instagram eine Scheinwelt aufgebaut haben… Er findet das peinlich, narzisstisch und schlicht dumm.
Er fragte mich dann irgendwann: „Was für einen Mehrwert hat dieser Quatsch?“ oder „Wie weit gehen die Menschen, um >FollowerAufmerksamkeit< zu erhalten?" und "Es gibt ja nur noch um Konsum, Konsum, Konsum, Biedermeiertum, Selbstdarstellung, eckelhafte Selbstverliebtheit und das Schlimmste: nichts wird hinterfragt. Und oh man, manche halten ja sogar ihr Kind in die Kamera!!"

Ja man, ich tummle mich auch gerne auf Instagram rum und lese gut geschriebene Blogs mit Mehrwert und Substanz (ja, so auch Deinen, liebe Sarah). Aber ich glaube ich habe den Blick auch ein wenig verloren für das, was noch "okay" ist und das, was nur noch "gestört" und "kapitalistisch" ist. Letztendlich sind wir Leser zu Melkkühen geworden und die Blogger zu abhängigen Sklaven. Mir fehlt die Umsetzung des Ursprunggedankens eines Blogs.

Und ich finde es mittlerweile auch so ärgerlich, wie dermaßen arrogant "große" Bloggerinnen sind. Gerade in den letzten zwei Wochen habe ich EINIGE persönlich auf Blogger-Events erlebt und kennengelernt. Viele sind Dir auch persönlich bekannt. Das war an Arroganz nicht zu übertreffen. Da wird niemand beachtet, supportet schon gar nicht, Gespräche sind ohne Substanz, jeder interessiert sich nur noch für sich selbst und man wird missachtet, wenn man "klein" ist, so wie mein Instagram-Feedchen. 😉

Ich war so enttäuscht von diesen Bloggerinnen, weil ich vorher immer dachte, dass sie bestimmt total nett sein würden im Real Life. Jedenfalls finde ich es zum Kotzen, wenn sich die Blogger nicht einmal mehr dazu herablassen, auf dem Blog oder Instagram in Kommunikation mit den "Followern" zu treten. Ich sag ja, Melkkühe sollen gemolken werden – mehr aber auch nicht. Na ja, aber inwieweit sich ein Blogger durch "Erfolg" verändert, ist sicherlich ein anderes spannendes Thema.

Manchmal brauch ich wohl auch persönlich einen Tritt von außen, um die Dinge mal anders zu betrachten und zu hinterfragen. Das ganze Instagram-/Snapchat- und auch teilweise Blog-System ist fragil und steht auf wackeligem Fundament. Heute in, morgen out.

Daher muss ich sagen, würde ich persönlich diesem Druck sicherlich auch nicht standhalten können und wollen. Sowas hauptberuflich zu machen – puuh. Chapeau, wer das schafft und durchhält.

So, nun ist mein Kommentar auch etwas länger geworden. Ich fände es tatsächlich auch sehr schön, wenn wir mit Dir hier eine lebhafte Diskussion darüber führen würden. Es ist ein Thema, das alle beschäftigt, die sich in diesen Sphären bewegen.

Liebe Grüße
Anna

2. Mai 2016 von Rebecca Hutt

Oh wow der Beitrag ist wirklich super geschrieben! Mir geht das ähnlich – ich habe meinen Blog bald 3 Jahre und schreib dort viel und bekomme auch sehr viele Seitenaufrufe und nette Kommentare. Allerdings habe ich nur knapp 1000 Followers – und das wird mir sehr oft auch bei Kooperationen zum Verhängnis wird. Ich habe aber auch echt nicht die Zeit dazu neben meiner Arbeit und dem Blog noch so richtig aktiv dort zu sein, ich gebe mein Bestes aber es geht einfach nicht so – da ich eben nicht der typische Account bin 🙂

Der Beitrag spricht mir wirklich aus der Seele!

2. Mai 2016 von Jasmin

Liebe Sarah,
das ist so ein super Beitrag! Ich finde es besonders lustig, dass du Masha erwähnst, da ich gerade erst gestern einen Kommentar zu einem ihrer Posts über Instagram hinterlassen habe. Auslöser war bei mir, dass ich von einigen Bloggern bei Instagram die Anzahl der Aufrufe ihrer Videos mit den Followerzahlen verglichen habe und mir dabei aufgefallen ist, wie unterschiedlich meine Recherche ausgefallen ist. Du hast z.B. bei einem Video fast gleich viele Aufrufe wie du auch Follower hast. Es gibt aber auch Accounts bei Instagram, die ein paar Hunderte von Followern haben und trotzdem nur 10’000 bis 20’000 Aufrufe eines Videos haben. Was mir dann wieder gezeigt hat, dass es die vielen Follower entweder gar nicht interessiert was diese Person bei Instagram postet oder dass die meisten Folower wohl einfach gekauft sind.
Das ist jetzt nur ein kleines Beispiel, das in meinen Augen zeigt, wie sinnlos es doch wirklich ist seine Reichweite über Instagram zu definieren. Es gibt in meinen Augen aber noch unzählige andere Beispiele für Instagram warum das so keinen Sinn macht nach Zahlen zu gehen.
Ich denke, dass sicherlich im Moment einige sehr davon profitieren so viele Follower bei Instagram zu haben, aber ich gehe davon aus, dass irgendwann Unternehmen und Firmen und Agenturen hinter die ganze Illusion blicken und dass Instagram dann zwar bestehen bleibt, aber man misst diesem Social Media Kanal wieder einen anderen Wert bei. Irgendwann interessiert es eben auch einmal ein Unternehmen, ob die vielen hübschen Schuhe und Taschen denn nun wirklich über einen Instagramfeed verkauft werden oder ob es einfach nur hübscher Schmuck einer Person ist, der dem Unternehmen rein gar nchts bringt, sondern nur der Person selber, die damit schöne Bilder bei Instagram zeigen kann.
Und die Frage, die du dir gestellt hast, stelle ich mir auch oft: komme ich denn überhaupt noch weiter, wenn ich nicht wie so viele lüge und betrüge?
Leider nein, man profitiert in dieser Welt wirklich am meisten, wenn man lügt und betrügt. Man muss sich deshalb irgendwann einmal die Frage stellen, ob es einem der Ruhm wert ist seine Seele zu verkaufen. Ich denke, wenn man langfristig erfolgreich sein will, dann sollte man gewisse Dinge einfach nicht machen, weil sie dann doch früher oder später dem Ruf schaden. Und man muss bedenken, dass wir alle noch jung sind, wir leben aber noch mindestens 30 bis 40 Jahre und in dieser Zeit kann viel passieren.
So, nun mache ich aber Schluss 😉
Viele liebe Grüße
Jasmin

2. Mai 2016 von Sandra

Toller Artikel, der es auf den Punkt gebracht hat!
Ich bin eher der klassische Typ und lese gerne Blogs und deren Tipps, Infos etc. Auch finde ich, das die Bilder aussagekräftiger auf den Blogs sind, als bei Instragram.
Für mich ist Instagram am Abend nur ein netter Zeitvertreib mit netten/schönen/farbenfrohen Bildern, aber nicht informativ oder Ähnliches.

Deinen Blog lese ich total gerne – deswegen, mach weiter so 😉

2. Mai 2016 von Ivana

Ich denk Instagram ist ähnlich wie damals die Blogs/youtube.. Es kam ausm „nichts“ und ist gewachsen.. Es war was neues und interessantes. Und die Blogs gibt es immer noch. Da haben einige auch gesagt, ach das bleibt nicht etc. und die Printmedien fanden dass sicherlich auch nicht so toll, online Konkurrenz zu bekommen.
Genauso seh ich das mit insta. Ich bin ein Riesen Fan, lasse mich aber auch nicht für dumm verkaufen. Man durchschaut die Leute die „falsch“ oder „Fake“ sind. Aber gut, es ist nen Medium, was gewachsen ist und total beliebt ist. Ich lese persönlich auch weniger Blogs, da es ja kaum noch ehrliche und interessante gibt.. Auch Vollzeit Blogger müssen doch etwas „verkaufen“ um davon leben zu können. Ist nicht böse gemeint, aber so läuft das Leben nun mal..
LG Ivana

2. Mai 2016 von Lisa W.

Liebe Sarah,
Ich finde diesen Artikel sehr interessant.
Wie manche Profile bei Instagram es geschafft haben, so groß zu werden ist mir oftmals ein Rätsel. Klar, schöne Fotos sehe ich auch gerne. Aber um mich dauerhaft zu begeistern bedarf es dafür auch Content, in Form eines Blogs oder interessanter Texte zu einem Foto.
Grade durch Snapchat ist mir bei einigen Personen aufgefallen, dass ich mich gar nicht mit ihnen identifizierten kann und ihre Instagram Welt nicht unbedingt zur Realität passt.
Was ist also der logische Schritt? Entfolgen, da ich mir nicht täglich Werbung und Rabattcodes ansehen möchte.
Bleib dir selber treu, ich denke in einer Zeit werden auch die großen Firmen merken, dass Instagram nur kurze Trends (Bikinis, Uhren, oder Beautyprodukte) schafft, die nach wenigen Wochen im Feed untergehen….
VG Lisa

2. Mai 2016 von Tatjana

toller Beitrag! 🙂
Für mich ist das Ganze eine Frage der Zeit, die der Leser bereit ist aufzubringen. Sich durch verschiedene Blogbeiträge zu klicken, alles zu lesen & bei Interesse auch zu kommentieren ist zeitaufwändiger, als manche vielleicht denken. Das Selbe giltet auch für Instagram, doch dort muss man einfach nur kurz die App öffnen. Die Bilder erscheinen im Feed, die eigenen sind schnell geteilt & die wichtigsten Infos sind kurzerhand in der Beschreibung eingetippt. Man klickt schnell auf den Account des Bloggers & ist auf dem neusten Stand, ohne den Blogbeitrag lesen zu müssen. Anderseits könnte man ohne Social-Media auch nicht auf seine Beiträge aufmerksam machen – es ist daher ein wirklich schwieriges Thema. Ich finde jedoch, dass mittlerweile jeder einen Blog besitzt & viele „berühmte“ Instagramer auch einfach einen eröffnen, weil sie eben diese Plattform noch nicht ausgetestet haben. Sie sind dann kaum aktiv, werden aber durch ihre Instagram-Follower gepusht & unterstützt. Ich bekomme auf Instagram auch viel mehr Feedback & Aufmerksamkeit als auf meinem Blog, obwohl ich für den Blog viel mehr Arbeit & Zeit investiere. Das liegt daran, dass jeder für Instagram Zeit aufbringen kann & will; egal ob aus der Schule, aus den Ferien oder wenn er unterwegs ist.

(auf meinem Blog gibt es übrigens einen separaten Beitrag zu Instagram, falls du mal reinschauen möchtest.)

Die Leser, die wirklich auch regelmässig meinen Blog besuchen & sich an den Beiträgen beteiligen, geben mir ein viel besseres Gefühl als jemand, der einfach nur kurz etwas auf Instagram liked. Denn ich weiss, dass sich derjenige Zeit für mich genommen hat & darum geht es doch eigentlich beim Bloggen. Deswegen sollten wir alle etwas von dieser Oberflächlichkeit wegkommen, Kooperationen oder Sponsoren hin & her. Ich schreibe meinen Blog in erster Linie für mich selbst & für die Menschen, die sich dafür interessieren.

Ich finde deinen Blog super, mach weiter so!
Liebe Grüsse.

2. Mai 2016 von Nilishi

Ich kann deinen Gedanken sehr gut folgen. Mir fällt das selber auf – immer mehr sogar. Ich hab bei weitem nicht so einen großen Blog wie du und kann auch nicht davon leben, deshalb stelle ich es mir bei dir noch kritischer vor. Ich mag Instagram sehr gerne, aber ich habe keine Lust jeden einzelnen Moment festhalten zu müssen, oder nach Locations zu suchen die zum Feed passen etc… Geht dabei nicht ein bisschen „echtes Leben“ verloren? Mir folgen momentan so viele Leute bloß für einen Tag, weil sie mir sofort wieder entfolgen, wenn sie merken ich folge nicht zurück. Allein der Satz klingt idiotisch, oder? Da merkt man aber, dass jeder momentan nach einer höheren Reichweite lechzt.

Liebe Grüße,
Nili von Mindbroken.de

2. Mai 2016 von Ina

Am meisten an Instagram enttäuscht mich die Tatsache, dass mittlerweile keine Chronologie mehr gegeben ist… niemand kann mir versprechen, dass das Bild auf dem ich meinen neuen Blogpost bewerbe, überhaupt meinen Followern angezeigt wird – ähnlich wie bei Facebook. Für mich bedeuten die Social-Media Kanäle nämlich primär Behind-the-Scenes und Promotion für den eigenen Content – und wenn letzteres nicht mehr gegeben ist, frustriert das natürlich… Stattdessen wird Content von Leuten in den Vordergrund gerückt, die einen aufgepumpten Account haben, und die ehrliche Blogarbeit verliert an Bedeutung :/

Viele liebe Grüße
Ina • http://www.ina-nuvo.com

2. Mai 2016 von Mikrokosmos

Hallo,
Was für ein toller Post der mir aus der Seele spricht. Ich habe erst in September meinen Blog gestartet und habe mich bewusst gegen Instagramm entschieden. Das ist mir einfach zu viel und zu oberflächlich. Mehrere Blogger haben gesagt das musst du unbedingt machen, da geht so viel. Aber will ich das überhaupt. Pinterest hat mich schon so gefesselt, das ich Abends kein Buch mehr lese und statt dessen durch Pinterest scrolle.
Ich schreibe meinen Blog weil es mir Spaß macht. Ich kann auch gar nicht beurteilen ob ich seit September viele Leser, viele Follower habe, da ich keine Vergleichszahlen kenne. Aber das ist auch egal denn ich bin zufrieden mit den Lesern und den lieben Kommentaren, die ich erhalte. Ich schreibe den Blog nur aus Spaß und verdiene kein Geld damit. Das ist reines Freizeit Vergnügen. Bei Facebook bin ich nur vertreten, weil doch viele Freunde nur auf dem Blog gehen, wenn sie wissen es gibt etwas Neues. Die würden nicht durch die Blogger Welt schauen wie ich.
Ich schaffe es in der Woche einen Post zu schreiben, neben meinem Beruf und das wird auch schon manchmal schwer. Daher kann ich auch nicht jedes einzelne Bild am Computer so bearbeiten, das es aussieht wie vom Profi gemacht. Dafür sind die Bilder authentisch.
Ich denke auch gegen den Trend werde ich erstmal weiter auf Instagram verzichten und hoffe, das die tollen Blogs die ich lese nicht aussterben. Das wäre einfach zu schade ,
Liebe Grüße
Silke

2. Mai 2016 von Miss Annie

Liebe Sarah, vielen Dank für diesen Beitrag, der mir total aus der Seele spricht. Ich verzichte ganz bewusst auf intensives Instagrammen, weil ich nicht das Gefühl habe, dass das irgendwas mit meinem Blog zu tun hat und meinen Blog irgendwie weiterbringt. Kaum ein User findet seinen Weg von Instagram auf den Blog, allein schon aufgrund der fehlenden Verlinkung. Instagram und der Blog sind einfach zwei eigene Welten. Daher stecke ich meine Liebe und Mühe lieber in schöne, hochwertige Beiträge auf meinem Blog. Und dann ist es mega schade, wenn Koop-Partner nur noch wissen wollen, wie viele Instagram-Follower man hat, und ihnen die Qualität eines Blogs total egal ist. Super schade…

Liebe Grüße
Anika von MISS ANNIE

2. Mai 2016 von Caterina

Liebe Sarah. Du sprichst mir aus der Seele. Für mich persönlich ist ein Blog viel wichtiger als Instagram. Instagram ist schön ich schaue auch gerne die Bilder anderer an aber letzten Endes klickt man auf das Herz und scrollt weiter.
Manchmal wundere ich mich, wieviele junge Mädels über 100.000 Follower haben. Da kommt schon manchmal der Gedanke der gekauften Follower auf.
Ich persönlich mache das nicht. Schade finde ich nur, dass man mit wenigen followern keine reposts bekommt. Das ist mir schon sehr oft aufgefallen.

Ein Blog ist so viel Arbeit und sollte auch Wert geschätzt werden. Instagram ist, wie du sagst, ein Beiwerk.

LG Caterina
http://caterinasblog.com

2. Mai 2016 von Petra Kirschblüte

WORD! Du sprichst mir aus der Seele, jedes Wort könnte ich genauso unterschreiben. Ich finde diese Entwicklung auch sehr traurig.

Jahrelang hat man sich etwas aufgebaut, sein Blogbaby gehütet und nicht alle Kooperationen angenommen und durch seine Authentizität eine Leserschaft aufgebaut, die halt nicht die „Instagramblase“ mag und dort halt nicht vertreten ist. Und dann bekommt man den Auftrag nicht, weil „die ja mehr Instafans“ hat.
Und leider, fast jede Firma interessiert sich nur mehr wie viele Instagramfollower hat, nach den Blogzahlen wird gar nicht mehr gefragt.
Beruflich mache ich auch Blogger Relations und kann bestätigen wie sehr oftmals die Followerzahl auf Insta und die Page Impressions auf dem Blog auseinander driften. Gott sei Dank, kann ich meine Kunden immer davon überzeugen, mit konstanten Bloggern und nicht „Insta-Babes“ zu kooperieren.
ABER DIR, DANKE FÜR DIESEN BEITRAG und deine ehrlichen Worte!

LG Petra
http://www.kirschbluetenblog.at

2. Mai 2016 von Antonia

Liebe Sarah,
es ist gerade das Ungekünstelte, Unverstellte und Authentische, was mich immer wieder zu Deinem Blog zieht. Man merkt, mit wie viel Herzblut Du bei der Sache bist. Mir persönlich ist was Echtes tausend Mal lieber, als irgendso ein „Glühwürmchen“, was mit der Masse schwimmt und morgen wahrscheinlich wieder weg vom Fenster ist, weil außer dem schönen Schein und dem perfekten Bildaufbau nicht viel dahinter war. Da helfen auch die vielen Follower nicht auf Dauer. All diese Phänomene haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung, aber mögen muss ich die nicht. Und ihr Follower sein zum Glück auch nicht ?
Mach weiter so und bleib wie Du bist! Deine Instagram-Bilder finde ich übrigens auch toll! ?

Liebe Grüße aus Freiburg,
Antonia

2. Mai 2016 von Kerstin

Respekt für deine ehrlichen, offenen und persönlichen Worte. Den Mut muss man in der Branche erstmal haben. Lass dich nicht unterkriegen. Du machst es toll!!!! Diese ganze Bilderflut auf instagram. Aber anscheinend sind die Leute heute nicht mehr bereit, länger an einer Sache dran zu bleiben. Dazu zählt halt auch lesen. Bilder angucken kann jeder, auf ein Herzchen drücken auch. Kostet nicht viel Zeit und überfordert einen intellektuell nicht. Furchtbar

2. Mai 2016 von SchenkDichGlücklich

Ehrlicher und authentischer Kommentar. Danke dafür

2. Mai 2016 von Cathrin

Liebe Sarah,
ich kann dich sehr gut verstehen. Du investierst soo viel Zeit für deinen Blog, aber ich finde das sieht man und das lohnt sich auch.
Ich lese deinen Blog schon über 3 Jahre und jeden Tag freue ich mich wieder einen neuen Blogpost zu lesen!
Ich finds echt schade, dass das leider nicht mehr so geschätzt wird!
Aber mach weiter soo!
Ich freue mich auf die nächsten Jahre und deinen Blogposts 🙂
Grüßle Cathrin

2. Mai 2016 von Nora

Liebe Sarah,

als eher stille Leserin deines Blogs möchte ich dir sagen, dass ich nur deinen Blog lese und Instagram nicht nutze. Ich finde die Bilder auf Instragram zu oberflächlich und lese lieber Geschichte die ausfühlich erzählt werden und hinter den Bildern stecken.
Viele Liebe Grüße
Nora

2. Mai 2016 von Kat

Hallo Sarah.

Guter Artikel.
Ich lese gerne Blogs, und ich kann mit dem Instagram Hype nichts anfangen. Was bringen mir Bilder von schönen Scheinwelt, was bringen Bilder ohne Information, ohne Geschichte.

LG,
Kat

2. Mai 2016 von sassi

Liebe Sarah,
hast du dir schonmal überlegt, dass Blogs auch aus dem nichts kamen und DU dabei genauso viel Glück hattest, wie jetzt erfolgreiche Instagrammer? Wieso ist Instagram schlechter als ein Blog? Vielleicht steckt jemand genauso viel Liebe in seinen Instagram-Account wie du in deinen Blog.
Nicht böse gemeint, da ich deinen Blog UND deinen Instagram-Account mag.
Ich denke, du hast Instagram zunächst nicht ernst genug genommen und konntest einfach nicht mehr aufholen und DAS frustriert und ärgert dich.
Nichts ist für immer. Schon gar nicht heutzutage!

2. Mai 2016 von Sarah – Josie loves

@Sassi: Danke für deinen Kommentar. Nein, da liegst du falsch. Ich habe in meinem Artikel auch betont, dass es mir in keinster Weise um eigenen Instagram-Fame geht. Den können gerne andere haben. 😉 Als leidenschaftlicher Schreiberling und Blogleser geht es mir um den Erhalt der Texte, die auf Instagram leider untergehen. Ich habe lediglich gesagt, dass Instagram ein völlig anderes Medium ist, dass nicht mit Blogs aus verschiedensten Themengebieten über einen Kamm geschert werden kann.

2. Mai 2016 von Dani

Ich habe Instagram auch immer als „nebenbei“ angesehen. Meine Followerzahlen zeigen es auch. Ich will dort Spaß haben und zeigen was mir gefällt und nicht was den Massen gefällt (für was anderes habe ich auch keine Zeit). Muss dann wohl damit leben, nicht den ERFOLG zu haben. Blogge ich lieber weiter vor mich hin 🙂

2. Mai 2016 von Barbara

Es ist doch eh alles eine einzige Show: Blogger und Instagramer, die ihre Accounts bzw Websites aus Deutschland heraus unterhalten, verhalten sich gesetzeswidrig, da sie die Werbung, mit der sie (vollkommen berechtigt) ihr Geld verdienen, nicht an jeder Stelle – also in der ersten Zeile, der Listenansicht, den Social Media Posts- als solche kennzeichnen.
Verlage müssen reihenweise Redakteure rauswerfen, da es natürlich für die Unternehmen viel interessanter ist, Werbung bei einem Blogger oder Influencer zu buchen, der die Werbung erst gar nicht kennzeichnet.
Und zuhause versuchen unzählige Mütter ihren Teenagern klarzumachen, dass das Glück nicht nur von der Anzahl der Likes abhängt und dass das meiste, was ihnen auf Blogs und Instagram begegnet, zwar als Kooperation bezeichnet wird aber eben dennoch schnöde Werbung ist und dass sich nicht jedes 18 jährige Mädel eine Louis VuittonTasche leisten kann, auch wenn Du, liebe Sarah dies fleissig suggerierst.

2. Mai 2016 von Jen

Danke dir. Du bringst es so toll auf den Punkt. Die Blogs kommen von Herzen, man schreibt über seine Leidenschaft und präsentiert auf die persönliche Art und Weise sein Herzstück. Und genau so soll es sein. Ich bin noch ein ziemlicher Blog-Frischling, habe noch keine so große Reichweite und freue mich daher umso mehr über jeden einzelnen Besucher und jeden einzelnen Kommentar. Wenn ich an IG denke, werde ich immer nervös – hoffentlich habe ich wieder ein paar Follower dazu bekomme – und hoffentlich ist keiner gegangen – und meine Follower-Anzahl beschränkt sich wirklich noch auf den dreistelligen Bereich, bei dem jeder einzelne Unfollower schmerzt. Denn IG gibt leider Aufschluss darüber, ob du „Wichtig“ bist oder nicht. Ich habe eine Absage von einer Agentur bekommen – nicht weil meine Texte schlecht waren – nicht weil die Bilderqualität schlecht war und schon gar nicht – weil das Thema nicht interessant war. Sondern nur, weil ich zu wenig IG Follower habe. Wirklich traurig eigentlich…. aber so ist es. Ich hoffe ebenso, dass der Hype mal wieder an uns vorüberzieht und das was zählt – der Blog von jedem einzelnen – wieder einen Stellenwert bekommt. Du hast es in deinem Beitrag wirklich auf dem Punkt gebracht und mir nochmals bestätigt, das IG Follower kaufen einfach rein gar nichts kann. Obwohl es tatsächlich diese Ups and Downs gibt, bei denen man immer wieder in Zweifel kommt. Aber trotzdem passt es nicht zu meinem Prinzip. Daher kaufe ich mir keine. Ich schreibe weiter, fotografiere weiter und mache das was ich mache – einfach weil es mir Spaß macht. Ganz liebe Grüße Jen

2. Mai 2016 von Emilia

Generation Y und Instagram: Crazy!!! http://www.theguardian.com/world/2016/mar/17/generation-instagram-how-nail-painting-and-yoghurt-eating-became-big-earners

Und hier noch ein paar Fakten zum Thema (und diese Daten sind nicht mal aktuell): http://expandedramblings.com/index.php/important-instagram-stats/

2. Mai 2016 von Hannah

Liebe Sarah, ich denke, auf lange Sicht ist es richtig auf den Blog als Hauptmedium zu setzen, einfach, weil sich am Ende Können und Inhalt auszahlen werden. Nichtsdestotrotz kann man als hauptberuflicher Blogger verständlicherweise andere Kanäle nicht ignorieren und möchte dort natürlich ebenso erfolgreich sein. Ich hoffe sehr für Dich, dass Blogger bald wieder die Wertschätzung erfahren, die ihnen, meiner Meinung nach, gebührt. Ich weiß Deine Texte sehr zu schätzen und mir persönlich ist Instagram viel zu flach. LG Hannah

2. Mai 2016 von Laura

Wunderschön geschriebener und meiner Meinung nach sehr wichtiger Text! Ich sehe auch häufig, dass die weitverbreitete und sehr schnelllebige Selbstdarstellung vieler auf Instagram – die ich keinenfalls verurteilen will – viel von der lange aufgebauten Leserschaft und Arbeit, die ein Blog mit sich bringt, wegnimmt. Umso schöner finde ich es, dass viele – meiner Auffassung nach sogar immer mehr – Bloggerinnen und Blogger es dir gleich tun, und ihr Hauptaugenmerk auf den Blog geben, anstatt jede freie Minute das perfekte Foto für Instagram zu suchen. Wie man an meinen Followern sieht, läuft Instagram bei mir auch nur nebenher, aber ich könnte mir nie vorstellen, mir Follower zu kaufen, nur um auf potenzielle Werbepartner attraktiver zu wirken. Ich finde deinen Weg super und hoffe, dass du uns auch weiterhin mit wunderbaren Beiträgen auf Josie Loves versorgst!
Alles Liebe,
Laura

2. Mai 2016 von Sarah

Oh man, Du sprichst mir aus der Seele und ich hoffe sehr, dass all die gekauften Follower irgendwann mal auffliegen und wegfallen und Instagram wieder die richtige Verteilung und Gewichtung bekommt!

3. Mai 2016 von Kathi

Bla bla bla, vielleicht nicht alles ganz so ernst nehmen? Gerade wenn man den Blog als Hobby betreibt, sollte man vielleicht nicht ganz so verbissen an die Sache rangehen. Das wirkt schon sehr verzweifelt und doch irgendwie „(Insta-)famegeil“. Und ernsthaft darüber nachzudenken, Follower zu kaufen? Peinlich!

3. Mai 2016 von Anja

Wahre Worte liebe Sarah, aber mach bitte weiter so wie bisher! Dein Blog ist einfach wundervoll!

Einfach nur Dankeschön dafür!!

3. Mai 2016 von Sarah – Josie loves

@Kathi: Einfach nochmal durchlesen, was ich eigentlich geschrieben habe. 😉

3. Mai 2016 von Johanna

Wunderbarer Text, den ich so gänzlich unterschreiben würde. Auch für mich ist das ein Problem, gerade weil ich Instagram auch lediglich als „Behind-the-scenes“-Tool nutze. Mein Blog besteht aus Texten, Texten, Texten, in die ich meine ganze (Frei)Zeit und mein Herzblut reinlege. Es ist so schade, wenn dann doch mehr Wert auf ein Bild mit künstlichem Filter Wert gelegt wird.
Aber: Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass sich Qualität und Leidenschaft auf Dauer durchsetzen 😉 Und dagegen kann auch der schönste Filter nichts machen 🙂
Johanna

3. Mai 2016 von Sabine

Du hast so recht. Spätestens seit dem Wort „Like-Aktionen“ nicke ich hier stumm vor mich hin.
Ich bin gespannt, aber auch ein bisschen „ängstlich“, wie es noch weitergeht.
xx

3. Mai 2016 von Michi

Ich schließe mich ganz der Meinung von Barbara an!
Darüber hinaus finde ich, wenn man einen Blog betreibt, muss man sich an die Schnelllebigkeit im Onlinebusiness gewöhnen. Auch wie in anderen Berufen/Unternehmen ist es manchmal erforderlich sich an die Marktveränderungen anzupassen…
Ich habe früher viel (mehr) und gerne Blogs gelesen. Mittlerweile finde ich die Inhalte eher uninteressant und langweilig. Man liest oft das Gleiche, vor allem wenn wieder eine gesponserte Reise mit vielen Bloggern stattgefunden hat. Die Leute haben auch immer weniger Zeit sich durch Blogtexte zu wühlen und schauen sich lieber schöne Bilder an.
Ob man jetzt anhand von Insta auf den Erfolg einen Blogs schließen kann, ist schwierig, aber der Trend geht einfach in diese Richtung und wie schon geschrieben, muss man manchmal auch Wege gehen, die einem nicht ins Konzept passen. Du hast doch einen tollen Mann, der auch noch !Fotograf! ist und gerne Fotos für dich macht, einen prall gefüllten Kleiderschrank und die Möglichkeiten dem Trend zu folgen. Es lohnt sich über seinen Schatten zu springen und zeigt den Werbetreibenden, dass du dich nicht auf deinem Ruhm als Blogger ausruhst, sondern auch über den Tellerrand schaust und Trends setzen willst!

3. Mai 2016 von Sassi

Ich bin absolut PRO Blog und ich hoffe auch, dass sich dein Durchhaltevermögen auszahlen wird.
Instagram ist nett und eine tolle Inspirationsquelle wenn es um Reisen, Möbel etc. geht. Aber absolut nicht zu vergleichen mit einem gut geschriebenen Text oder einen tollen Fotostrecke.
Halte durch 🙂
Viele Grüße, Sassi. ( nicht mehr aus der Heimat – sondern mittlerweile aus Leipzig 😉 )

5. Mai 2016 von Julia Stylingliebe

Liebe Sarah, was für ein wundervoller Artikel, mit dem du mir aus der Seele sprichst! Auch ich habe neulich erst über das Thema „Instagram Follower kaufen“ gesprochen, da ich mittlerweile auch nur noch genervt davon bin. Der Blog ist das einzige Medium, welches wir selbst bestimmen können und in der eigenen Hand haben – allein deswegen lohnt es sich, weiter dran zu bleiben 🙂 Langjährig erfahrene Blogger, die auf einen stetigen und real wachsenden Instagram-Zuwachs setzen, so wie du, zeigen damit in meinen Augen „wahre Größe“.

Liebe Grüße
Julia

[…] Sarah von Josie Loves fragte sich letzte Woche „Zerstört Instagram die Blogs?“ und löste damit eine wahnsinnig interessante Diskussion in der Bloggerszene aus. […]

9. Mai 2016 von Kati

Ich stimme dir zu.
Ich hab früher (so vor 5,6 Jahren) selbst recht erfolgreich gebloggt und war fasziniert, wie schnell das geht, und auch, wie schnell Werbekunden auf einen zukamen. Aber damals gab es auch nur einen Bruchteil der heutigen Blogs.
Seitdem die wie Pilze aus dem Boden schossen und oft auch jeglichen Qualitätsanspruch vermissen (Ich rede NICHT von deinem Blog 🙂 ) lassen, hab ich da auch etwas Abstand von genommen und beäuge das eher skeptisch.
Instagram find ich mehr als lächerlich. Das ist für die Leute, die früher jeden Tag ihr FB-Profilbild geändert haben^^
Ich hab da selbst keinen Account, aber wenn man sich online rumtreibt, bekommt man ja gezwungenermaßen was mit – das ist ein wirklich dermaßen dämlicher, sinnentleerter Selbstdarstellungshype.
Aber alle machen mit. Wenn die, die Kritik äußern – und das sind ja hier nicht zu wenige – es einfach konsequent lassen würden, gäbs schon wieder weniger Follower… klar, dadurch wird man wieder weniger interessant für die Wirtschaft, das ist mir klar. Aber da muss jeder und jede für sich selbst entscheiden, ob und wieviel sie sich verkaufen möchte, oder ob sie lieber hinter ihrer tatsächlichen Meinung steht. Das ist oft das schwierige. Blog: Hobby oder Business?

9. Mai 2016 von Urs E. Gattiker – DrKPI

Liebe Sarah

Das ist ein sehr interessanter Beitrag
Du schreibst:
„Ich verstehe, dass ein Blogger auf den Social Media Kanälen präsent sein muss. Aber eigentlich sollten diese Kanäle doch eine Ergänzung bzw. ein Support des Wesentlichen sein: Des Blogs.“

Das sehe ich absolut auch so. Ich bin mir auch nicht sicher ob das Instagram Account mit Likes vergleichbar ist mit einem „richtigen“ Blog 🙂

Für eine Marke ist der Wert eines Instagram Kontos / oder eines Influencer’s auf Instagram auch schwer zu eruieren und zu messen. Niemand hat bis jetzt es geschafft, dies verständlich und transparent zu präsentieren.

Ich habe versucht zu erklären, warum es einem Brand / Unternehmen mehr bringt einen Blogger zu unterstützen (Blogger Relations, usw) langfristig mehr bringt.
http://blog.drkpi.de/definition-und-methodik-1/

Für den Blog ist das möglich inklusive Kennzahlen, usw.

Freue mich auf Deinen nächsten Post
Grüessli
Urs

9. Mai 2016 von Jenny von Brautkästchen

Ich antworte mal aus „Unternehmensperspektive“ 🙂 Für mich ist Instagram bzw. sind „Instagram-Blogger“ extrem wichtig – denn über sie kommen die Verkäufe rein. Das ist leider so – Instagram ist eine Wahnsinnsverkaufsplattform, auch weil man sich thematisch so gut austauschen kann (in meinem Fall: zum Thema Hochzeit). Über Gutscheine wird der Erfolg von Kooperationen so auch messbar – und der spricht für sich, auch wenn ich es liebe, mit (Hochzeits-)Bloggern zusammenzuarbeiten!
Du schreibst ganz richtig – es ist ein ganz anderes Medium. Die Frage ist natürlich, welches Medium für Geschäftskunden am Ende rentabler ist… denn Marketingbudget muss Conversions bringen. Dass ein, zwei Instagram-Bildchen kein Produkt oder eine Dienstleistung wirklich vorstellen – das ist klar. Braucht es aber vielleicht für viele Firmen auch gar nicht mehr unbedingt. Zumindest in meiner Branche, also in Sachen Hochzeit, empfinde ich das so.
ABER womit Du vollkommen Recht hast: Firmen überschätzen die Instagram-Kennzahlen. Ich selbst habe damit schon ein, zwei Mal ins „Klo gegriffen“, als ich mich von großen Followerzahlen habe beeindrucken lassen. Tatsächlich sind die Verkäufe besser, wenn ich von einem kleinen, liebevoll geführten Instagram-Account empfohlen werde, der gerade mal vierstellige Followerzahlen hat (dafür aber ein tolles Rundumkonzept), als auf einem „Influencer“-Account mit fünfstelligen Followerzahlen, der irgendwie lieblos dahin geklatscht ist.
Insgesamt denke ich, dass Instagram eher ein Many-to-Many-Medium ist – es ist demokratisch, jeder kann mitmachen und die Kunden werden ganz schnell zu Influencern. Blogs sind da eher Few-to-Many – denn klar, theoretisch kann sich jeder einen Blogger-Account zulegen, aber praktisch ist der dann MEILENWEIT davon entfernt wie z.B. Josie loves oder viele andere auszusehen. „Ein bisschen Bloggen“ funktioniert auf dem Kooperationsniveau i.d.R. nicht, „Ein bisschen Instagramen“ hingegen schon – tatsächlich habe ich auch ständig Anfragen von (eindeutig privaten!) Instagram-Accounts im Mailfach, die eine Kooperation – sprich ein PR Sample – anfragen. Klar freue ich mich, wenn mich ein IGler, Blogger oder Journalist anschreibt, weil ihm/ihr meine Produkte gefallen – aber bei IG hat sich manche „Hausfrau“ das Selbstbewusstsein einer „Diva“ angeeignet, à la „Dreistigkeit siegt“.
So oder so – es wird sich irgendwo einpendeln… genau wie SnapChat nach dieser ersten Hypewelle (das hab ich mir übrigens mit Absicht noch nicht angeschaut, weil mich die Idee abschreckt, möglichst häufig kurze Videos zu zeigen, die nur kurz sichtbar sind – dann doch lieber ein tolles YT-Filmchen mit Konzept, hinter dem so viel Arbeit steckt, dass man auf keinen Fall will, dass es nach wenigen Stunden wieder gelöscht wird!).

[…] der Blogosphäre kreisen gerade alle Gedanken um Social Media Stars. Sarah hat die Debatte angefangen, Jessie hat sich dazu geäußert, bei Jane Wayne findet ihr […]

5. Juli 2016 von Manuela

Ich kann mich noch erinnern, da gab es eine Zeit in der Zeitschriftenverlage und Redakteure aufschriehen, als Blogs in Mode kamen – ah, die nehmen uns unsere Inhalte und Lebensgrundlage weg…
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So ist das eben im schnellebigen Internet, Community, Social Network-Dings. Letztendlich ist das hier alles meckern auf hohem Niveau. Freut euch doch einfach, dass ihr keine anderen Probleme habt.

16. September 2016 von Constanze

Sarah, deine Worte treffen den Nagel genau auf den Kopf! Die Entwicklungen in dieser Branche sind in kürzester Zeit sehr massiv und exzessiv.
Durch perfekt inszenierte Fotos, makellose Körper und Rabattcodes / Werbeversprechen en Masse wird mir diese Welt Tag täglich unsympathischer.

16. September 2016 von Nina

Liebe Sarah, vielen Dank für den tollen Beitrag! du sprichst mir aus dem Herzen… ich hätte es nicht besser in Worte fassen können.
Ich bin seit langen Jahren ein treuer „follower“ der Bloggerszene und hab vor kurzem meinen eigenen Blog gestartet – erst jetzt habe ich richtig begriffen, wie viel aufwendiger es ist einen Blog in Stand zu halten, tolle Texte zu schreiben, die passenden Bilder zu wählen, diese zuerst zu fotografieren und zu bearbeiten. Es steckt einfach so viel mehr hinter einem Blog… Instagram und der Social Media Auftritt ist in meinem Augen auch nur ein nettes (wohl wahr wichtiges) add-on.
Da ich auch noch einen 40-Stunden Hauptberuf habe, bleibt mir auch nicht die Zeit mega Engagement auf IG zu haben.
Ich finde es vor allem sehr schade, dass manche Firmen Kooperationen absagen, weil man „zu wenige Follower“ auf Instagram hat. Irgendwie fühlt man sich dann als Blogger – der auch Redakteur, Fotograf, Editor etc. ist, sehr gekränkt.

Diesen Satz unterschreibe ich zu 100%:
„Aber macht dies die Person zum besseren Blogger (alias besserem Schreiberling und/oder Fotografen) als jemanden, der beispielweise aufgrund eines 40-Stunden-Jobs keine Zeit für stundenlange Like-Aktionen hat, aber jede freie Minute liebevoll in seinen Blog steckt? Wohl kaum!“

Danke für den tollen Beitrag.
Liebe Grüße,
Nina / http://www.yourockmylife.com

[…] (josieloves) zeichnet ein noch drastischeres Bild: Wie Instagram die Blogs zerstört. Soweit die Aussicht für Mode-, Fashion-, Beauty- und […]

8. Dezember 2016 von MoKoWo

Ein sehr schöner Post, der den Nerv der Zeit trifft. Instagram und Facebook können uns sollten nie einen Blog ersetzen! Wir haben uns daher dazu entschlossen, dass unser Blog der Schwerpunkt ist und Instagram nur unterstützend für diesen Werbung macht. Trotzdem ist es verrückt zu sehen, wie rasant die Instagram Welt ist und das viele (zum GLück nicht alle) nur auf das Thema Follower schauen.

Viele Grüsse vom MoKoWo Blog

[…] sich jetzt viele von meinen älteren Kolleginnen (die mit mir begonnen haben zu bloggen) von jungen Instagrammern bedroht welche eine riesige Followerschaft und, wenn überhaupt, einen meistens mager besuchten und […]

27. März 2017 von Moe

Liebe Josie,

toller Beitrag. Als Fotograf empfinde ich es ähnlich. Wobei es für mich natürlich einfacher ist da ich nicht mit so viel Text arbeite. Aber Du hast recht das geschrieben Wort kommt etwas in den Hintergrund. Ich wünsche Dir, dass Du den richtigen Weg findest 🙂 Und ein Blog ist persönlich, da kommt Instagram nicht ran… also pflege Deine Baby 🙂

15. August 2017 von Daniel

Hallo Josie,

leider kann ich deinen kompletten Beitrag nur beipflichten. Man merkt doch sehr stark welch einen Einfluss die sozialen Medien auf das eigene Dasein haben. Der Content wird hier oft vergessen und man wird anhand von Followern, Abos oder auch Pins beurteilt.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Kämpfen wir weiter mit Content gegen die SocialMedia Welle 🙂

lieben Gruß
Daniel

16. Oktober 2017 von Michaela Amann

Sehr interessanter Artikel. Ich bin ü50 und habe im Mai einen Blog eröffnet (wiggerlsworld.wordpress.com) weil ich auf Instagram so viele Follower habe, die einen Blog forderten. Ich bin Neuling was bloggen betrifft aber es macht Spaß weil ich keinen Druck habe. Noch nicht. Allerdings beobachte auch ich, dass auf Instagram nur zählt, wer viele Follower hat. Gekaufte Follower, Likes und Kommentare sind doch Selbstbetrug.
Lass dich nicht aus dem Konzept bringen. Was ich hier sehe, finde ich toll. Herzliche Grüße, Michaela

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