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Über die Magie des Reisens

Am Mittwoch stand ich wieder einmal in Frankfurt am Flughafen vor der großen Tafel mit all den Flügen, die in den kommenden Stunden starten werden. Und wie jedes Mal erfüllte mich ein ganz besonderes Gefühl. Für mich hat der Blick auf diese Tafel immer etwas Magisches.

Insbesondere wenn man an die letzten zwei Jahre denkt. Die Tafel zeigt die Möglichkeit auf, an all die schönen, zum Teil sehr fernen Orte dieser Welt reisen zu können. Auch wenn man selbst vielleicht nur einen Ein-Stunden-Flug vor sich hat. Oder gar nicht in einen Flieger steigen wird, sondern stattdessen jemanden am Flughafen abholt.

So schön, zu sehen, dass die Tafel mittlerweile wieder mit so vielen fernen Zielen gefüllt ist. Ich erinnere mich gut an einen Moment in 2020, als nur eine Hand voll Flüge auf der Liste stand. Nun stehen dort wieder Destinationen auf der ganzen Welt. (Fast) alles ist möglich.

New York, London, Bangkok, Malé, Rom, Paris, Singapur, Kapstadt, Los Angeles stehen auf dieser Tafel. So viele schöne Erinnerungen, so viele besondere Momente. Eine riesengroße Ladung Emotionen, die mir in diesem Moment in den Kopf kommen. Keine davon ist negativ. Sentimentalität, Sehnsucht, so viele Glücksmomente. Erinnerungen mit Lieblingsmenschen. Ich denke an den Tag vor acht Jahren zurück, als Chris und ich ganz genau hier in Frankfurt vor dieser Tafel standen, um das größte Abenteuer unseres bisherigen Lebens zu starten. Unsere Weltreise.

Oder aber an den Moment, als wir im Sommer 2013 mit unserer Familie vor dieser Tafel standen und gemeinsam nach New York flogen, um dort unsere Hochzeit zu feiern. Wie aufgeregt wir waren, als wir im Januar das erste Mal gemeinsam mit Fiete flogen. Und wie groß die Freude war, als wir unsere Familie vor fünf Jahren auf Mauritius überraschten. Gemeinsame Reisen mit Lieblingsmenschen. Neue Bekanntschaften, die zum Teil flüchtig waren und manchmal zu engen Freundschaften wurden. So viele inspirierende Begegnungen. So viele Herausforderungen. Nicht selten mussten wir auf unseren Reisen die gemütliche Komfortzone verlassen. Wie sehr mich unsere Weltreise veränderte, meinen Horizont erweiterte, mich formte und wirklich erwachsen werden ließ. Vor einigen Jahren schrieb ich hierüber eine Kolumne: „Wie das Reisen mein Leben verändert hat …

Es müssen nicht immer die fernen Ziele sein. Und erst recht nicht jedes Mal ein Flug. Das lehrten uns die letzten beiden Corona-Jahre mehr denn je. So viel Schönes und Besonderes durften wir in Europa erleben, und mittlerweile sind Chris und ich so viel häufiger mit dem Auto unterwegs als noch vor wenigen Jahren. Portugal statt Australien, Mallorca an Stelle von Bali. Mit dem Auto nach Italien und nicht mit dem Flugzeug nach New York. Besondere Reisemomente warten gewiss nicht nur am anderen Ende der Welt. Aber nach diesen zwei Jahren und all den Reiseverboten und Einschränkungen verbinde ich mit eben diesen fernen Zielen noch mehr Magie als je zuvor. Und ich empfinde tiefe Dankbarkeit für dieses unfassbar große Privileg, die Welt bereisen zu dürfen. Die Möglichkeit, die schönsten Orte dieser Erde mit den eigenen Augen zu sehen. Ich freue mich darauf, in den kommenden Monaten, Jahren und Jahrzehnten ferne Lieblingsorte wieder bereisen zu dürfen, aber auch neue Ziele kennenzulernen.

Es sind nicht nur die Erinnerungen an all die schönen Reisemomente, die man erleben durfte. Auch all die Reisewünsche, die noch auf ihre Erfüllung warten. Über die man mit leuchtenden Augen mit Herzensmenschen spricht. Das Planen, das Träumen. Träume, die vielleicht einmal in Erfüllung gehen. Oder für immer einfach genau das bleiben: ein Traum. All die Orte und Erlebnisse, die noch auf der persönlichen Bucket List stehen. Und an die ich denken muss, wenn ich auf eben diese große Tafel blicke. Dankbarkeit. Erinnerungen. Vorfreude. Und ganz viel Glück.


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4 Kommentare

  • 24
    04
    2022
    22
    J
    Julia Senn

    Ein toller Artikel, hatte beim lesen ein bisschen Tränen in den Augen. Ich kann genau nachempfinden, was du hier beschreibst.

  • 25
    04
    2022
    22
    K
    Kim

    Ich fühle den Text sehr.
    Wir haben letzte Woche dass erste Mal seit 2020 Flüge gebucht und ich kann es kaum abwarten wieder an einem Flughafen zu sein.

    Reisen hat wirklich etwas magisches.🤩

  • 25
    04
    2022
    22
    A
    Anna

    Wie so oft, sehr treffend 😊

    Die Tafel am Flughafen begeistert mich jedes Mal auf Neue, schon seit meiner Kindheit.

  • 05
    05
    2022
    22
    N
    Nipter

    Je mehr ein Mensch reist, desto glücklicher ist er!

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