Und schon wieder ist ein Monat vergangen. Würden wir noch an unserem ursprünglichen Plan „ein Jahr“ festhalten, wäre doch glatt schon ein Viertel unserer Reise herum. Doch dieser ist schon lange verworfen, ein Jahr ist nämlich viiiiieeeel zu kurz für all die Orte, die wir auf der großen weiten Welt sehen wollen. Auch der dritte Reisemonat war gespickt mit Highlights, die ich heute einmal zusammenfassen will.
Worauf ich mich bei unserer großen Reise ganz besonders gefreut habe waren die zahlreichen Tiere, die wir in all den exotischen Ländern sehen würden. Elefanten, Löwen, Giraffen, Meeresschildkröten, Äffchen (Kängurus, Koalas und Pandas kommen hoffentlich noch!)… und alle in ihrem natürlichen Lebensraum. Großes Highlight gleich am Anfang unserer Reise war natürlich der Besuch des Krüger Nationalparks in Südafrika. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, all die wilden Tiere nur wenige Meter entfernt, allerdings fernab von jeglichen Zoogittern, zu sehen. In den Zoo, das schwor ich mir, würde ich nie wieder gehen.
Nun sind wir schon acht Wochen in Südostasien. Eine lange Zeit, in der wir einige sehr kuriose Dinge erlebt und gesehen haben. So freundlich und liebenswert die Asiaten auch sind, so unterscheiden sie sich doch sehr von uns „Westlern“. Schönheitsideale sind völlig anders, aber auch Gesetzte haben bei uns schon für viele Kopfschüttel-Momente gesorgt. Beispiele gefällig?
1. Wir freuen uns, sobald die Sonne unsere Haut in ein zartes Braun taucht, die Asiaten schmieren sich mit „Whitening Cream“ ein, damit die vornehme Blässe auch ja erhalten bleibt. In jedem Supermarkt gibt es massenhaft Produkte, die der natürlichen Bräune den Kampf ansagen.
2. Damit man auch sicher kein bisschen Sonne abbekommt, fahren die Balinesen meist bei über 30°C in Winterkleidung Roller. Während wir schon mit Sommerkleidchen und Shorts unendlich schwitzen, sitzen sie darauf wie selbstverständlich mit Daunenjacke, Jeans, Wollsocken und Wollhandschuhen. Wenn man mit einer Horde dick eingepackter Balinesen an der Ampel steht, kann man manchmal gar nicht glauben, dass man sich wirklich im Süden befindet.
3. In Singapur braucht man kein Bügeleisen, die Luftfeuchtigkeit regelt das schon. Man verlässt mit einer extrem zerknitterten Bluse das Haus, eine Minute später ist sie glattgebügelt.
4. Angeblich gibt es in Thailand nur eine Helmpflicht für den Fahrer, nicht aber für den Beifahrer. WTF? Generell fällt aber auf, dass wir Touristen meist die einzigen sind, die überhaupt einen Helm tragen.
Unfassbar! Bereits zwei Monate reisen wir durch die Welt. Nach einem grandiosen Südafrika-Auftakt flogen wir Mitte April nach Asien, wo wir nach drei Tagen in Singapur insgesamt einen Monat auf Bali verbrachten. Seit mittlerweile zwei Wochen widmen wir uns den Inseln Thailands und merken schon jetzt, dass drei Wochen für dieses vielfältige Land viiiiiieeeel zu kurz sein werden. Gar nicht so einfach, sich bei so vielen Highlights auf die Top 10 festzulegen. Aber ich versuche es einmal:
Nachdem wir schon eine Weile im Mailkontakt standen, lernte ich im März letzten Jahres die beiden Designerinnen Millie und Katie Smith des Labels Angel Jackson endlich persönlich in Paris kennen. „Du musst uns unbedingt einmal auf Bali besuchen und unser Atelier ansehen!“, luden sie mich in ihr Allerheiligstes ein.Ein Jahr später war es tatsächlich soweit und wir trafen die beiden kreativen Schwestern auf der Trauminsel, um das Herzstück des Labels, die Werkstatt im balinesischen Kerobokan, zu besichtigen. Hinter einem recht unscheinbaren Tor befindet sich ein liebevoll dekorierter Innenhof. Rechts davon ist der Showroom, in dem aktuelle Modelle, Klassiker und brandneue Taschen ausgestellt sind. Geradeaus kommt man direkt in die heiligen Hallen von Angel Jackson. Im ersten Raum stehen jede Menge Regale, in denen Ledersorten und verschiedene Stücke der Hardware angeordnet sind. Auf der linken Seite befinden sich die Nähmaschinen, an denen die Taschen final zusammengenäht werden.
Im nächsten Raum herrscht ein reges Treiben. Lederstücke werden geschnitten, Perlen aufgenäht und die berühmten goldenen Schließen an den Taschen angebracht. Jede einzelne Tasche wird in liebevoller Handarbeit gefertigt. Das Besondere: Es gibt keine einzelnen Stationen für die jeweiligen Arbeitsprozesse.