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Sommer in der Region Stuttgart: die schönsten Ausflugsziele

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In der vergangenen Woche durften wir eine Region neu entdecken, die eigentlich fast zu unserer Heimat gehört – denn sie liegt in dem Bundesland, in dem Chris und ich aufgewachsen sind. Und trotzdem war so vieles für uns (fast) komplett neu!

Wir waren für insgesamt vier Tage in der Erlebnisregion Stuttgart unterwegs und haben euch ganz viele Tipps mitgebracht. Ob charmante, kleine Orte, Altstädte mit beeindruckender Fachwerkarchitektur, kleine Naturwunder, tierische Begegnungen, spannende Museen, lohnenswerte Wanderrouten oder kulinarische Highlights: Die Erlebnisregion Stuttgart hat im Sommer (und auch zu jeder anderen Jahreszeit!) richtig viel zu bieten.

Good to know: Alle hier vorgestellten Ausflugsziele eignen sich wunderbar für einen Tagestrip ab Stuttgart.

Sommer in der Region Stuttgart: Tipps für Tagesausflüge und Erlebnisse

Kirchheim unter Teck

Den Anfang macht Kirchheim unter Teck – eine charmante Stadt mit hübschen Fachwerkhäusern, verwinkelten Gassen, süßen kleinen Läden, einem Schloss mit Mauer und Graben, einem schönen Gastronomie-Angebot und einem besonderen Fachwerk-Rathaus mit einer geschwungen Turmhaube.

Kurz und knapp drei Shopping-Tipps: Schöne Blumen und Sträuße gibt es bei Blumen und Gärten Gerber (Marktstr. 5), Fair Fashion im Concept-Store ila·ila (Schuhstr. 4) und eine grandiose Obstauswahl bei Obst & Mehr (Dettinger Straße 51).

Unser kulinarisches Highlight in Kirchheim unter Teck: das Restaurant „Holz & Feuer“ mit einer gemütlichen Atmosphäre, einer schönen, großen Terrasse und einer fantastischen Holzofenpizza. Wir waren so begeistert, dass wir an unserem letzten Abend noch einmal wiederkamen, denn es gibt dort neben der Pizza und vielen schwäbischen Klassikern auch eine super Veggie-Auswahl. Unser Tipp: Das Sommer-Special – ein Linsen-Curry mit Kichererbsen.

Das Restaurant gehört übrigens zum Stadthotel Waldhorn, in dessen Apartments wir auch übernachtet haben.

Ein schönes Ausflugsziel für ein paar entspannte Stunden ganz in der Nähe von Kirchheim sind die Bürgerseen. Die drei Seen „Unterer See“, „Mittlerer See“ und „Oberer See“ bilden ein Naherholungsgebiet. Zwei davon gelten als Biotop mit artenreichen Uferpflanzen, der „Unterer See“ bietet Bademöglichkeiten und ist der perfekte Ort für eine Abkühlung an einem heißen Sommertag.

Und da wäre auch noch der Aussichtspunkt Hohenbol, der nicht nur einen super Ausblick auf die Region bietet, sondern auch auf die Burg Teck (Ganz genau, daher kommt der Name „Kirchheim unter Teck“). Der perfekte Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen, zu picknicken, oder einfach nur die große Ziegenherde vor dieser illustren Kulisse zu beobachten.

Nürtingen

In Nürtingen beginnt der Premiumwanderweg „hochgehblickt“, der seinem Namen alle Ehre macht. Die Route führt durch eine idyllische Landschaft mit sanften Hügeln, weiten Feldern, Streuobstwiesen und immer wieder wunderschönen Weitblicken.

Ein Highlight entlang des Weges ist die Alpakafarm Schaber, auf der über 150 Alpakas leben. Wer möchte, kann an geführten Wanderungen teilnehmen, Workshops buchen, oder einfach die Tiere beobachten. Ein absolutes Paradies für Kinder: die Strohhüpfburg! Die Farm ist freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr für Besucher*innen auch ohne Voranmeldung geöffnet.

Direkt an der Farm beginnt auch der liebevoll angelegte Besinnungsweg „Weitblick“, der dazu einlädt, die Umgebung in Ruhe zu erkunden und die Natur mit allen Sinnen zu genießen.

Zurück in Nürtingen lohnt sich eine Pause im Café Heinrich, das am Fuße des hochgehblickt-Weges im Galgenbergpark liegt. Auf der schönen Terrasse bekommt ihr nicht nur eine vielfältige Kuchenauswahl, sondern auch einen richtig guten Kaffee.

Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich die Fischtreppe am Neckarufer – mit Blick auf die Altstadt. Ein schöner Ort zum Verweilen!

Die Nürtinger Altstadt ist zwar klein, aber mit ihren Gassen, Cafés und Fachwerkhäusern absolut sehenswert.

Das Siebenmühlental

Das vielleicht schönste Ausflugsziel auf dieser Liste ist das Siebenmühlental in Leinfelden-Echterdingen. Dort, eingebettet in idyllische Natur, liegt unter anderem die Eselsmühle – ein charmanter Hof mit Eseln, Hühnern, einem Hofladen und einem detailverliebten Restaurant.

Wir haben dort by the way die allerbesten vegetarischen Maultaschen gegessen. Im angrenzenden Kaufladen gibt es neben frischem Holzofenbrot (für das die Eselsmühle bekannt ist!) auch süße Kleinigkeiten, regionale Spezialitäten und liebevoll ausgesuchte Geschenkideen – und natürlich spielt hier der namensgebende Esel auch eine große Rolle.

Das Siebenmühlental ist ein idyllisches Fleckchen Erde für all diejenigen, die ein paar entschleunigte Stunden in der Natur verbringen wollen.

Fun Fact: Ursprünglich war das Siebenmühlental sogar ein Dreizehnmühlental. Heute kann man beim Wandern am Rande des Naturschutzgebiets Schönbuch noch elf davon entdecken.

Sindelfingen

Sindelfingen hat uns ehrlich gesagt überrascht – denn bisher haben wir die Stadt ausschließlich mit der Automobilindustrie in Verbindung gebracht, und weder mit Kunst noch mit einer charmanten Altstadt.

Unsere zwei Empfehlungen für Sindelfingen: das Schauwerk Sindelfingen und die Altstadt, in der man sich dank der liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser fühlt, als wäre man in eine ganz andere Zeit versetzt worden.

Das Schauwerk Sindelfingen ist ein modernes Museum für zeitgenössische Kunst. Die Ausstellungen wechseln regelmäßig – bei unserem Besuch haben wir uns die eindrucksvolle Ausstellung „Neon, LED & Co.“ mit kunstvollen Lichtinstallationen angeschaut. Nur wenige Tage später eröffnete zusätzlich die Ausstellung OFFENE HORIZONTE, die die landschaftliche Trennlinie zwischen Himmel und Erde zeigt.

Und auch ein Spaziergang durch die Altstadt sollte bei einem Sindelfingen-Besuch unbedingt auf eurer Liste stehen: das kleine Fachwerkviertel mit seinen engen Gassen ist wunderschön.

Lust auf etwas Süßes? Dann ist der Chocolatier Kevin Kugel die richtige Anlaufstelle. Dort bekommt ihr nicht nur feine Pralinen, sondern auch richtig gutes Eis. Und für welche Sorte Eis entscheidet man sich bei einem Chocolatier? Natürlich Schokolade!

Murrhardt

Im Stadtzentrum von Murrhardt erwartet euch nicht nur eine hübsche Innenstadt mit historischem Charme, sondern auch der Beginn eines ganz besonderen Premiumwanderwegs mit dem Namen „Waldklingen“.

Er ist einer von mehreren mit viel Detailliebe gestalteten FeenSpuren-Wanderwegen, die sich zwischen Murrhardt, Sulzbach an der Murr, Welzheim, Rudersberg und Gaildorf befinden. Die abwechslungsreichen Wander- und Spazierwege laden dazu ein, den Schwäbischen Wald auf naturnahen Pfaden mit all seinen Facetten zu entdecken.

Wichtig zu wissen: Die Wege „Drei Schluchten“ und „Höhenzauber“ sind derzeit (Stand Ende Juli 2025) wegen Hochwasserschäden gesperrt.

Zurück zum Waldklingen-Weg, von dem wir einige Teilstrecken gelaufen sind. Die gesamte Strecke beträgt 10,5 Kilometer und man sollte ungefähr vier Stunden dafür einplanen. Der Wanderweg ist immer wieder gesäumt von kleinen FeenSpuren-Hinweistafeln – sehr schön auch für eine Wanderung mit Kindern, denn ein achtsamer Umgang mit der Natur wird hier spielerisch vermittelt.

Unter anderem mit den FeenWünschen, die zum Beispiel lauten: „Begegnen Sie der Natur und Landschaft mit Respekt“, „Hinterlassen Sie bitte keine Abfälle“ und „Bitte pflücken Sie keine geschützten Pflanzen.“

Welzheim

Weshalb wir besonders gespannt auf die kleine, aber geschichtsreiche Stadt Welzheim waren? Am Stadtrand befindet sich im Schwäbischen Wald eine Gruppe von Mammutbäumen. Die faszinierenden Baumriesen wachsen dort seit über 150 Jahren und können bis zu 90 Meter hoch werden.

Wie es dazu kam? Ein kleiner Geschichtsexkurs: Im Jahr 1865 hatte König Wilhelm I. von Württemberg ein Pfund Samen des kalifornischen Mammutbaums gekauft. Einige davon keimten, und ab 1870 wurden die Bäume in Württemberg ausgepflanzt. Einer der größten noch erhaltenen Mammutbaum-Bestände findet sich heute im Schwäbischen Wald in der Nähe von Welzheim.

Neben der Naturgeschichte bietet Welzheim aber auch römische Spuren: Das Ostkastell ist ein ehemaliges Römerlager mit einem detailgenau rekonstruierten Tor, das einen Einblick in das Leben zur Zeit der Grenze des Römisches Reiches (Limes) ermöglicht.

Normalerweise fährt von Schorndorf nach Welzheim auf einer denkmalgeschützten Strecke auch die Museumsbahn Schwäbische Waldbahn. Leider ist sie aktuell außer Betrieb, da die Strecke bei Unwettern beschädigt wurde. Aber eine Fahrt mit der Bahn ist ein sehr guter Grund, noch einmal nach Welzheim zurückzukommen!

PS: Da das Wetter nicht mitspielte, waren wir selbst nicht dort, aber ein schöner, kleiner Badesee in der Nähe ist der Aichstruter Stausee.

Gaildorf

Auf dem Weg nach Schwäbisch Hall haben wir in Gaildorf Halt gemacht – einer kleinen Stadt, die vor allem durch ihre beiden Schlösser auffällt: das Alte Schloss, ein imposanter Fachwerkbau, und das Neue Schloss, das heute auch als Rathaus genutzt wird. Ursprünglich gab es sogar drei Schlösser in Gaildorf. Das sogenannte Pücklersche Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört und nie wieder aufgebaut.

Schwäbisch Hall

Last but not least noch ein absolutes Highlight: Schwäbisch Hall, eine der schönsten Städte der Region – mit einer Altstadt, die voller Geschichte steckt.

Unser erster Anlaufpunkt: die St. Michaelskirche im Zentrum der Stadt, die von wunderschönen Fachwerkhäusern gesäumt ist und von deren Stufen man über die Stadt blicken kann. Wieso der Platz vor der Kirche bestuhlt ist? Auf den Stufen finden jeden Sommer die berühmten Freilichtspiele Schwäbisch Hall statt.

Sehr sehenswert sind auch die beiden Kocherinseln Unterwöhrd und Grasbödele, die sich in der Altstadt befinden und eine malerische Aussicht auf die historische Fachwerkkulisse bieten.

Als leider schon eine halbe Stunde nach unserer Ankunft ein gewaltiges Sommergewitter aufzog, haben wir spontan die Kunsthalle Würth besucht, die aufgrund der knappen Zeit zuerst nicht auf unserem Programm stand. Und wir sind so froh über diese spontane Planänderung. Denn dieses Museum ist wirklich sehr sehenswert – nicht nur die spannenden Ausstellungen (wir haben uns „Die dritte Dimension im Bild“ mit Hologrammen und optischen Illusionen angesehen), sondern auch die Architektur mit einem grandiosen Blick über die Stadt. Das Beste: Der Eintritt ist kostenlos.

Direkt nebenan befindet sich das Restaurant im Sudhaus, das auch eine Dachterrasse hat. Leider konnten wir wegen des Regens nur einen kurzen Blick darauf werfen, aber der Ausblick über die Stadt ist wirklich ein Traum. Essen gibt es im Restaurant im Erdgeschoss – wir können die hausgemachten Semmelknödel mit Rahmschwammerl sehr empfehlen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Schwäbisch Hall: das Kloster Großcomburg. Schon von weitem sieht man das imposante Gebäude über der Stadt thronen.

Unser letzter Stopp: das Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen – ein liebevoll gestaltetes Dorf aus den 1940er-Jahren, circa eine Viertelstunde von Schwäbisch Hall entfernt. Zwischen Fachwerkhäusern, alten Werkstätten und Scheunen bekommt man einen lebendigen Einblick in das damalige Alltagsleben.

Wir hatten das Glück, am Tag vor einer großen Aufführung mit dem Titel „Dorfleben 1947“ dort zu sein – und konnten bei den Proben ein wenig Mäuschen spielen und das Dorf mit den Statisten noch ein wenig lebendiger als sonst erleben.

Mein Papa ist im Jahr 1940 geboren, und es war so schön, einmal in einer Zeitkapsel seine Kindheit zu bereisen und mit eigenen Augen zu sehen, was ich bis jetzt nur aus Erzählungen kannte. Dieses Museum ist eine echte Herzensempfehlung und eine schöne Erinnerung daran, wie anders das Leben vor 80 Jahren noch war.

Wir hoffen, wir können euch zu dem ein oder anderen Ausflug im Sommer (aber natürlich auch zu anderen Jahreszeiten!) inspirieren. Und jetzt sind wir neugierig: Welcher Ort ist euer liebstes Ausflugsziel in der Region Stuttgart?


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3 Kommentare

  • 03
    08
    2025
    25
    Gina

    . Danke für die Tipps, außer Schwäbisch Hall kennen wir diese schöne Region noch nicht.

    1. 04
      08
      2025
      25

      Das freut uns, dann gibt es ja noch viel Schönes, das du kennenlernen kannst. ☺️

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