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Zwischen Natur, Design und Geschichte: die Vestige Collection auf Menorca

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Wir durften in den vergangenen Jahren auf unseren Reisen schon viele wunderschöne Orte entdecken, doch heute möchte ich euch von einem Ort erzählen, der uns besonders in Erinnerung bleiben wird.

Das Son Ermità und das Son Vell: zwei Hotels der Vestige Collection auf Menorca

Genauer gesagt sogar zwei Orte. Doch von Anfang an. Zuerst möchte ich euch von der Vestige Collection erzählen. Die Vestige Collection ist eine noch recht junge, familiengeführte Hotelgruppe aus Spanien, die historische Gebäude wie Fincas, Herrenhäuser und Paläste mit viel Respekt vor ihrer Geschichte in außergewöhnliche Boutiquehotels und private Residenzen verwandelt.

Alles begann mit der Restaurierung eines einzigartigen Palazzos im Norden Spaniens. Ursprünglich war das prachtvolle Anwesen in Asturien als privates Anwesen für die Familie gedacht, doch während der elf Jahre andauernden Restaurierung wurde klar: Der Palacio de Figueras ist zu groß, um ihn nur als Familie zu nutzen. Die Idee der Boutiquehotel-Kollektion war geboren. Mit einem Team aus Architekten, Designern und Landschaftsarchitekten erweckt Vestige denkmalgeschützte Anwesen mit viel Sorgfalt zu neuem Leben und verbindet historisches Erbe mit zeitgenössischem Design, moderner Kunst und außergewöhnlichen Unikaten – zum Teil aus der familieneigenen Sammlung. 

Auf Menorca befinden sich mittlerweile drei dieser einzigartigen Hotels. Zwei davon durften wir im Rahmen unserer Reise kennenlernen, ein drittes Haus  – das Binidufà – wurde eine Woche später eröffnet (und ist ein sehr guter Grund, bald wieder nach Menorca zu reisen).

Das Son Ermità aus der Vestige Collection

Wir befinden uns schon ein paar Minuten auf der Zugangsstraße des Anwesens, als wir das große weiße, von Palmen gesäumte Anwesen auf einer Anhöhe erblicken. Noch 1,5 Kilometer zeigt das Navigationssystem an. Ja, das Anwesen des Hotels ist mehr als nur groß. Es umfasst ganze 800 Hektar. Wenige Minuten später erreichen wir den Parkplatz des Hotels, werden direkt herzlich in Empfang genommen. Kurz darauf stehen wir vor dem ehemaligen Herrenhaus, das im letzten Jahr zu einem Hotel wurde. Wir hatten zuvor schon viele Bilder gesehen, und dennoch können auch die schönsten Bilder nicht beschreiben, wie besonders sich dieser Ort anfühlt.

Herzstück des Son Ermità ist ein prachtvolles Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, eingebettet in unberührte Natur und mit Blicken, die kaum eindrucksvoller sein könnten. Nur zehn Zimmer und Suiten befinden sich in diesem Haupthaus und den angrenzenden ehemaligen Stallungen, die zu wunderschönen Zimmern gestaltet wurden.

Erst vor wenigen Tagen wurde als elfte Unterkunft eine alleinstehende kleine Villa in einem alten Farmgebäude eröffnet.

Während unseres Aufenthalts wohnten wir in einem Deluxe Superior Room im Erdgeschoss des Haupthauses. Ein sehr großzügiger Raum mit 50 Quadratmetern, hohen Decken, einem wunderschönen Farbschema und dem breitesten Bett, in dem wir jemals geschlafen haben. King-King-Size, sozusagen.

Insbesondere das Badezimmer hat uns vollends verzaubert. Der Boden, der elegante Grünton an den Wänden, die maßgeschneiderten Spiegel, die Armaturen, die steinerne Badewanne … und dazu der wundervolle Blick auf die majestätischen Palmen und die Hügellandschaft, den man aus dem Badezimmer genießen kann. Ein wahr gewordener Interieur-Traum!

Son Ermità ist (wie alle Projekte von Vestige) geprägt von großem Respekt für die Umwelt, das architektonische Erbe und die lokale Handwerkskunst. Wo immer möglich, wurden Originalmaterialien wiederverwendet oder durch regionale Alternativen ersetzt. Auch auf nachhaltige Lösungen wie geothermische Klimaanlagen und Solaranlagen wird großer Wert gelegt.

Es sind so viele kleine Details, die das Interieur so besonders machen. Zum Beispiel, dass in der großen Finca keine Tür der anderen gleicht. Die Besitzerfamilie hat besondere Türen aus verschiedenen alten Anwesen in Europa aufgekauft und in der Finca verbauen lassen. Dazu kommen Kunst aus der privaten Sammlung und Antiquitäten, ergänzt durch maßgeschneiderte Möbelstücke und Accessoires.

Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Selten waren wir an einem Ort, der so viel Platz pro Gast bietet. Überall und jederzeit findet man ein ruhiges Plätzchen ganz für sich alleine. An einem der beiden Pools, die beide einen fantastischen Ausblick über die Landschaft bieten, oder auf den schönen Loungemöbeln auf der großen Terrasse.

Oder aber in den mit viel Liebe zum Detail gestalteten öffentlichen Innenräumen.

Ein besonderes Schmankerl: das in einem bunkerähnlichen Gebäude gelegene Fitnessstudio, das den wohl schönsten Ausblick bietet, den man sich auf Menorca vorstellen kann.

Die Kulinarik im Son Ermità: das Restaurant Brisa

Der Tag im Son Ermità startet mit einem kleinen, aber sehr feinen Frühstücksbuffet und einer zusätzlichen Karte, die wirklich keine Wünsche offenlässt. Jedes Gericht wird frisch in der offenen Küche zubereitet und ist nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein echter Augenschmaus. I mean, wie schön ist bitte diese Avocadorose?

Einer Sache sollte man sich bewusst sein: „Mal eben schnell woanders essen“ funktioniert im Son Ermità nicht, denn das Hotel liegt wirklich abgeschieden. Das macht aber natürlich auch den ganz eigenen Charakter des Hauses aus.

Ist aber auch gar nicht schlimm, denn kulinarisch ist man hier bestens versorgt. Tagsüber gibt es Lunch und kleine Snacks, abends Drinks an der Bar und Dinner auf der Terrasse des Restaurants mit Ausblick oder alternativ im stilvollen Innenbereich. Ja, man hat hier wirklich die Qual der Wahl. Die Übergänge zwischen drinnen und draußen sind fließend, die Atmosphäre angenehm unaufgeregt. Im Brisa erwartet die Gäste menorquinische Küche mit französischem Twist. Auf den Tellern landen frische, saisonale Zutaten, Fisch und Meeresfrüchte.

Aktivitäten im Son Ermità 

Man muss das Anwesen eigentlich gar nicht verlassen, um aktiv zu sein, denn direkt rund um die Finca lässt es sich wunderbar wandern, spazieren oder Mountainbike fahren. Besonders schön ist, dass Hotelgäste kostenfrei E-Mountainbikes ausleihen können.

Ein echtes Highlight, denn damit ging es für uns auf einen Ausflug zur berühmten Cala Pilar, zunächst rund 20 Minuten bergab Richtung Küste (spätestens hier ist man sehr dankbar für den E-Antrieb), bevor man das letzte Stück zu Fuß über einen traumhaft schönen Küstenweg zurücklegt.

Auch rund um das Hotel warten viele kleine, charmante Wege und immer wieder spektakuläre Ausblicke, die jeden Spaziergang besonders machen. Zusätzlich werden regelmäßig Yoga-Sessions angeboten, wobei man in dieser Kulisse ehrlich gesagt auch problemlos einen ganzen Tag am Pool verbringen kann: schwimmen, lesen, dem Konzert der kleinen Vögel lauschen und einfach dieses besondere Ambiente aufsaugen. Langweilig wird es hier garantiert nie…

Am liebsten hätten wir noch viele weitere Tage im Son Ermità verbracht. Wäre da nicht die große Neugier auf ein weiteres Hotel der Vestige Collection gewesen, das sich nur rund eine halbe Stunde entfernt im Südwesten der Insel, ganz in der Nähe von Ciutadella, befindet.

Vom unberührten Norden an die Küste: Das Son Vell aus der Vestige Collection

Same, same, but sooo different – das ist der erste Gedanke, der mir durch den Kopf geht, als wir das ebenfalls spektakuläre Anwesen des Son Vell erblicken. Vorbei an Kakteen läuft man auf das prachtvolle Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert zu. Son Vell geht gerade in die vierte Saison und war das erste Boutique-Hotel der Vestige Collection auf Menorca.

Im Vergleich zum Son Ermità ist es deutlich größer und bietet insgesamt 33 Zimmer und Suiten. Nur wenige davon befinden sich im Haupthaus, die übrigen verteilen sich auf mehrere Nebengebäude in der weitläufigen Gartenanlage. Insgesamt umfasst das Anwesen 180 Hektar mit verschiedenen, liebevoll angelegten Gärten, zwei Pools, einer großen Terrasse und vielen wunderschönen Plätzchen, an denen man wunderbar die Seele baumeln lassen kann.

Wir haben in einer „Junior Suite mit Terrasse“ gewohnt: lichtdurchflutet, mit hohen Decken, wunderschönem Interieur, einer Dusche, die sich in eine Badewanne verwandeln lässt, und einer wirklich riesigen Terrasse. Und ja, da war auch wieder das XXXL-Bett. By the way: unsere absolute Lieblingskategorie.

Während unseres Aufenthalts durften wir außerdem einen Blick in einen „Deluxe Classic Room“ im Haupthaus werfen.

Die Kulinarik im Son Vell: die Restaurants Sa Clarisa und Vermell

Frühstück wird auf der Terrasse serviert, im Restaurant ist ein detailverliebtes Buffet aufgebaut. Dazu kommt eine große Auswahl an Gerichten, die man von einer Karte bestellen kann. „Detailverliebt“ trifft es generell sehr gut, wenn man das Frühstück beschreibt. Von süß bis salzig gibt es viele leckere Optionen, jedes Gericht ist wunderschön angerichtet. Ich hatte den besten (und schönsten) French Toast meines Lebens.

Lunch wird im sonnenverwöhnten Restaurant Sa Clarisa serviert. Auf der Karte stehen mediterrane Gerichte, darunter auch viele leckere vegetarische Optionen.

Ich hatte als Starter den Rote-Bete-Hummus mit Kichererbsen, Pistazien und Feta, Chris einen der schönsten, grünen Salate, die ich jemals gesehen habe. Und mir läuft jetzt noch das Wasser im Munde zusammen, wenn ich an meine Gnocchi mit Kürbis, Wildpilzen und Feta denke.

Am Abend wird das Restaurant zum Vermell, in dem auch externe Besucher herzlich willkommen sind. Das Dinner wird regelmäßig begleitet von stimmungsvoller Live-Musik, die den ohnehin schon besonderen Abend in dieser Traumkulisse noch ein kleines bisschen magischer macht. Unbedingt im Voraus reservieren. Insbesondere im Sommer sind die Plätze in einem der angesagtesten Restaurants Menorcas SEHR begehrt.

Küchenchef Joan Bagur und sein Team zaubern hier kleine Kunstwerke auf die Teller, die nicht nur fantastisch schmecken, sondern auch optisch beeindrucken. Dazu gibt es eine schöne Auswahl an spanischen, französischen und Inselweinen. Nicht zu vergessen die großartigen Cocktails, die den Abend perfekt abrunden.

Die Aktivitäten im Son Vell auf Menorca

So verlockend es im Son Vell auch ist, das Hotelgelände gar nicht erst zu verlassen, so lohnenswert ist es zugleich, zwischendurch den ein oder anderen Ausflug zu unternehmen.

In nur rund 15 Minuten erreicht man zu Fuß den Strand. Außerdem können Mountainbikes ausgeliehen werden. Eine wunderbare Möglichkeit, um die Umgebung und die Küste zu erkunden.

Und dann wären da natürlich noch die beiden Pools, die einem täglich die nicht ganz einfache Entscheidung abverlangen, an welchem Lieblingsplatz man heute entspannen möchte.

Wer es etwas aktiver mag, kann das Outdoor Gym nutzen oder an einer Yoga-Session teilnehmen. Und dann wären da auch noch die beiden zuckersüßen Esel, denen wir regelmäßig einen Besuch abgestattet haben. In den Sommermonaten findet außerdem regelmäßig ein Outdoor Cinema zwischen Olivenbäumen statt.

Jeden Nachmittag gibt es eine complimentary Tea Time mit verschiedenen Tees sowie süßen und salzigen Leckereien, die man ganz in Ruhe auf der Terrasse genießen kann.

Auch das charmante Ciutadella ist nur etwa 15 Minuten mit dem Auto entfernt und eignet sich perfekt für einen entspannten Nachmittag oder ein Dinner am Abend, wenn man einmal eine andere Küche ausprobieren möchte.

Son Vell ist definitiv einer dieser Orte, an den man gedanklich sofort zurückreist, sobald man ihn verlassen hat. Ein außergewöhnliches Hotel, das Tradition und Moderne auf wunderbar harmonische Weise verbindet und dabei fast mit der umliegenden Natur zu verschmelzen scheint.

Nun wurde uns schon mehrfach die Frage gestellt, welches der beiden Hotels uns besser gefallen hat. Die ehrliche Antwort: am liebsten die Kombination aus beiden. Zwei völlig unterschiedliche Facetten Menorcas, die jede auf ihre eigene Weise ihren ganz besonderen Reiz haben. Was beide verbindet, ist die spürbare Liebe zur Insel, ihrem kulturellen Erbe und ein feines Gespür für Ästhetik und Design.


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