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Machu Picchu Sonnenaufgang

Unsere Peru Rundreise: Von Lima über Cusco und Machu Picchu an den TiticacaseeUnsere Peru
Rundreise

Rahmen

Pressereise – eine Einladung von DIAMIR Erlebnisreisen und PROMPERÚ

Peru – ein Land, das mich schon sehr lange faszinierte. Eine jahrtausendealte Kultur, atemberaubende Landschaften, lebensfrohe Menschen, köstliches Essen und natürlich die allseits beliebten Alpakas – oh ja, die Vorfreude auf unsere Peru Rundreise im Juni war groß. Wieso wir uns im südamerikanischen Winter auf den Weg nach Lateinamerika machten? Weil im Juni Trockenzeit in den Anden ist – perfekt für eine Rundreise. Mai bis September werden als die optimale Reisezeit für das peruanische Hochland genannt.

DIAMIR Erlebnisreisen hatte für uns eine individuelle Pressereise zusammengestellt, bei der wir in zehn Tagen vor Ort möglichst viel sehen und erleben sollten.

Das Programm unserer Peru Rundreise

Die Haupstadt Lima, das Zentrum der Inka-Kultur Cusco, Ollantaytambo, Aguas Calientes (das Tor zu Machu Picchu) und Puno am Titicacasee. Eine mit Highlights gespickte Reise, von der ich euch nun ausführlich erzählen möchte.

Peru Rundreise Impressionen

Die Anreise von Deutschland nach Peru

Von München aus gibt es viele Möglichkeiten, nach Peru zu reisen: Gute Verbindungen nach Lima gibt es zum Beispiel mit einem Zwischenstopp in Paris oder Amsterdam. Bei der Hinreise reisten wir mit Air France über Paris. Nach einem knapp zweistündigen Flug nach Paris und einem ebenfalls zweistündigen Aufenthalt stiegen wir in das Flugzeug, das uns in zwölfeinhalb Stunden in die peruanische Hauptstadt Lima bringen sollte. Auf dem Rückweg war die Reise übrigens noch etwas länger. Von Juliaca flogen wir nach Lima, wo wir nach fünf Stunden Aufenthalt in den Flieger nach Amsterdam stiegen. Bei KLM hatten wir Economy Comfort Sitze, die sich mit mehr Beinfreiheit bei einem langen Nachtflug extrem lohnen. Nach vier Stunden Aufenthalt in Amsterdam ging es zurück nach München. Ja, die Anreise ist wirklich lang, aber: Sie lohnt sich. Versprochen!

Zwei Tage in Lima

Angekommen in Lima stand erst einmal eine lange Fahrt zu unserem Hotel an. Am Nachmittag ist wie in fast jeder anderen Großstadt Rush Hour, und so zog sich der Transfer zum Hotel im Stadtteil Barranco etwas länger. Doch schon beim Betreten des Hotels war jeder Anreisestress vergessen und die Vorfreude auf zehn Tage in Peru groß. Das Hotel B ist in einem wunderschönen Gebäude im Kolonialstil beheimatet und begeistertet auch mit außergewöhnlichem Interior. Viel farbenfrohe Kunst trifft auf eleganten Luxus. Alle Zimmer sind sehr individuell eingerichtet und mit Kunstwerken geschmückt.

Lima, Peru
Hotel-Tipps Lima, Peru

Ein  besonderes Highlight: Die große Dachterrasse mit Blick auf das Meer. Generell ist Barranco ein sehr schöner Stadtteil – mit vielen Boutiquen, Restaurants, Galerien und Street Art. Den Abend ließen wir ganz entspannt im Hotel ausklingen – mit einem kleinen Snack am High Tea Buffet (das gibt es im Hotel jeden Tag von 16.30 – 18.30) und einer ausgiebigen Hotel-Erkundungstour. Kurz vor 22 Uhr gaben wir uns schließlich dem Jetlag geschlagen. Generell gingen wir in Peru immer extrem früh schlafen, da unsere Reisetage auch immer sehr früh starteten.

An unserem ersten vollen Tag in Lima trafen wir uns nach einem wirklich tollen Frühstück um 9 Uhr morgens mit unserer Reiseführerin Sandra  im Hotel, um zusammen zuerst das historische Zentrum von Lima, die Innenstadt, einen großen Markt, und abschließend das Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera zu besuchen. In Lima gibt es sehr viele, gut erhaltene Inka Ruinen mitten in der Stadt, die zahlreichen Schätze im Museum gaben einen sehr guten Einblick in die faszinierende Kultur der Inka.

Unterwegs in Lima, Peru
Impressionen aus Lima, Peru

Sehr interessant: Es gibt keinerlei Aufzeichnungen aus der peruanischen Vergangenheit. Alle Infos, die man heute über die Inka hat, wurden von Zeichnungen auf Gegenständen und den Wänden in Inka Tempeln gewonnen. Deshalb gibt es über viele Orte und Bräuche auch nur Theorien. Das Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera lohnt sich zu Beginn eines Peru-Besuchs nicht nur, um vor der Besichtigung der zahlreichen Ausgrabungsstätten einen Einblick in die Kultur zu bekommen, es liegt auch in einem traumhaft schönen Garten.

Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera in Lima, Peru
Unterwegs in Lima, Peru

Den Nachmittag nutzten wir für einen Spaziergang durch das Viertel Barranco, schlenderten durch die Boutiquen und aßen in einem Café erstmals eines der beliebtesten Gerichte Perus: „Lomo Saltado“ – Rindfleisch mit Reis UND Kartoffeln.

Lima, Peru

Spannend zu wissen: In Lima sind einige der besten Restaurants der Welt beheimatet. Leider hatten wir nicht mehr Zeit, aber für das nächste Mal wissen wir, dass man auf jeden Fall Monate im Voraus reservieren muss.

In Lima liegt um diese Jahreszeit übrigens fast dauerhaft ein Nebelschleier über der Stadt – zusammen mit dem Jetlag ist dieses Wetter ehrlich gesagt nicht gerade berauschend.

Der Flug von Lima nach Cusco

Nach eineinhalb Tagen in Lima stand das eigentliche Ziel unserer Reise auf dem Programm: Die Welt der Inka mit deren berühmter Hauptstadt Cusco. Frühmorgens ging es für uns bereits an den Flughafen in Lima, um in knapp über einer Stunde in die auf 3416 Metern gelegene Stadt im Andenhochland zu fliegen. Ohne zu übertreiben: Das war der beeindruckendste Flug ever! Unfassbar, welch großartige Ausblicke auf die Anden sich uns boten. Chris und ich hingen die ganze Zeit am Fenster und starrten gebannt auf die Berggipfel.

Peru Rundreise
Peru Rundreise

Wir wurden im Vorfeld vor der Höhe gewarnt – zurecht! Denn man spürt die extreme Höhe zu Beginn wirklich sehr. Dagegen hilft frisch aufgebrühter Coca Tee, den man in Peru in jedem Hotel umsonst bekommt. Man sollte übrigens maximal fünf Tassen am Tag trinken, da der Tee etwas aufputschend wirkt. Ja, ihr ahnt es: Kokain wird ebenfalls aus dieser Pflanze gewonnen – allerdings benötigt man hierfür eine viel, viel größere Menge. Coca Tee hingegen ist in Peru vollkommen legal und sehr weit verbreitet.

Unsere Unterkunft in Cusco: Das Casa Andina Premium, ein sehr zentral gelegenes und wie bereits das Hotel B in Lima gehobenes Hotel, mit schönen, modernen Zimmern und einem sehr guten Restaurant.

Am Nachmittag stand eine Führung in Cusco an. Zusammen mit unserem sympathischen Guide Christian besichtigten wir den Sonnentempel, die Altstadt, den riesigen Markt San Pedro und trafen endlich das erste Mal jede Menge zuckersüße Alpakas. Ja, ja, ich weiß, die Kultur ist auch sehr beeindruckend, aber an diesem Tag waren die unfassbar niedlichen Tiere mein absolutes Highlight.

Alpakas in Cusco, Peru
Plaza de Armas in Cusco, Peru

Plaza de Armas

Doch zurück zum Markt, der faszinierend, aber zum Teil auch sehr gewöhnunsbedürftig ist: Es gibt nichts, was es nicht gibt und dazu zählt auch jedes erdenkliche Tier-Teil. Ich bin schon ein wenig erschrocken, als neben mir gestapelte Kuh-Köpfe lagen, die mich aus leeren Augen anstarrten. Wir konzertrierten uns eher auf all die köstlichen Obst- und Gemüsesorten, die Schokoladen- riesige Superfood-Auswahl (Quinoa, Chia und Co kommen aus Peru.)

Markt in Cusco, Peru

Cusco von oben
Cusco von oben

Das heilige Tal der Inka

Bereits um 8 Uhr am nächsten Morgen ging es weiter. Unser Ziel: Ollantaytambo. Auf dem Weg besichtigten wir mehrere Inkastätten, knackten erstmals die 4.000 Meter Hürde, und sahen jede Menge Lamas und Alpakas, die auf endlosen Weiden grasten. Wir besichtigten Sacsayhuaman, Kenko, Puca Pucara, die Ruinen von Pisac und Tambo Machay. Das Highlight des Trips war jedoch Valle Sagrado – das Heilige Tal der Inka, das uns atemberaubende Ausblicke bescherte.

Reise-Impressionen aus Peru
Reise-Impressionen aus Peru

Süßes Peru-Highlight: Alpakas
Peru Rundreise
Unterwegs besuchten wir außerdem ein Animal Rescue Center, in dem verletzte und misshandelte Tiere aufgepäppelt und wieder in die Freiheit gelassen werden. Hier sahen wir auch erstmals einen Andenkondor – einen der größten Flugvögel der Welt. Die Flügel-Spannweite kann über 3m betragen.

Andenkondor, gesehen in Peru
Impressionen aus Peru

Inka-Terrassen bei Pisac, Peru
Die Inka-Terrassen bei Pisac

Unser Ziel am Nachmittag: Das Casa Andina Premium in der Nähe von Ollantaytambo – eine sehr schöne Unterkunft im Chalet Stil – eingebettet in einen großen Garten und das beeindruckende Bergpanorama.

Casa Andina Premium, Peru

Von Ollantaytambo mit dem Zug nach Aguas Calientes

Am nächsten Morgen standen wir früh auf und genossen erst einmal in eine dicke Decke eingekuschelt das magische Licht in den Bergen auf unserer Terrasse. Nach dem Frühstück ging es für uns ins Zentrum von Ollantaytambo, wo wir den Tempel der 10 Nischen und den Sonnentempel besuchten. Man muss einige Stufen nach oben gehen und auch wenn man diese zuhause im Nu schaffen würde, so ist das Treppensteigen in dieser Höhe durchaus anspruchsvoll. Aber der Aufstieg lohnt sich: Von oben hat man einen wunderschönen Blick auf die ins Tal eingebettete Stadt.

Impressionen aus Peru

Impressionen aus Peru
Direkt an der Anlage befindet sich ein Markt, auf dem man unter anderem aus Alpakawolle gefertigte Stücke wie Schals, Pullover und Ponchos kaufen kann. Vom Markt aus sind es nur wenige Minuten zum Bahnhof, von wo aus wir mit dem Zug nach Aguas Calientes fuhren.

Mit dem Zug durch Peru

Unsere großen Koffer ließen wir übrigens im Hotel, in das wir nach einer Nacht zurückkehren würden. Offiziell sind im Zug nur fünf Kilo Gepäck pro Person erlaubt – letztendlich darf man aber so viel mitnehmen, wie man unter dem eigenen Sitz verstauen kann. Der Grund: Es gibt kaum Ablagefächer. Mit etwas Glück kann man aber sogar eines ergattern. Dennoch würde ich empfehlen, nur ein kleineres Gepäckstück mitzunehmen.

Die Zugfahrt mit PeruRail entlang des Urubamba Tal bot uns wirklich außergewöhnliche Ausblicke und wir genossen diese Fahrt sehr. Kurz vor dem Ziel gab es ein Problem bei einem Zug direkt vor uns und so mussten wir zweieinhalb Stunden warten – aber es gibt Schlimmeres, denn die Zeit überbrückten wir mit netten Gesprächen mit unseren amerikanischen Nachbarn, kostenlosem Tee, Schokolade und Cookies, die vom Zugpersonal für die Wartezeit ausgeteilt wurden.

Bahnhof in Aguas Caliente, Peru

Vom Bahnhof in Aguas Calientes waren es nur wenige Minuten zu unserem Hotel El MaPi. Der Ort an sich ist sehr touristisch, aber klar: Was erwartet man auch anderes von dem Ort, der das Tor zu einer der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Welt ist?  Bevor wir im Hotel zu Abend aßen und früh ins Bett gingen, schlenderten wir ein bisschen durch die Stadt und besuchten den großen, direkt am Bahnhof gelegenen Markt.

Der Besuch von Machu Picchu

Am nächsten Morgen sprangen wir bereits um 5 Uhr putzmunter aus dem Bett (Bei uns ist das eher SEHR selten), denn die Vorfreude auf den Tag war riesig! Schon ewig wollte ich Machu Picchu live sehen und endlich ging dieser Reisewunsch in Erfüllung. Wir trafen uns bereits um 6.20 Uhr mit unserem Guide in der Lobby, um gemeinsam den Bus um 6.30 Uhr zu nehmen. Insgesamt fahren übrigens 25 Busse á 30 Personen den ganzen Tag über auf den Machu Picchu. Die Fahrt dauert ingesamt rund 25 Minuten. Für den ersten Bus um 6 Uhr sollte man bestenfalls eine halbe Stunde bis Stunde früher da sein, weshalb wir uns für eine etwas spätere Zeit entschieden und nur circa zehn Minuten anstanden. Tickets kauft man entweder für den Slot morgens bis mittags oder nachmittags bis abends und kann dann frei wählen, wann genau man fahren möchte.

Machu Picchu, Peru

Schon der Weg über die Serpentinen den Berg hinauf ist wirklich beeindruckend – selten habe ich solch ein großartiges Bergpanorama gesehen. Und, kurz und knapp: Machu Picchu selbst ist noch viel, viel beeindruckender, als ich jemals erwartet hätte. Unfassbar toll und ein absolutes Muss auf jeder Travel Bucket List. Ein wirklich magischer Ort, der fast unecht erscheint.  Kurz nachdem wir oben waren regnete es übrigens, was allerdings einen großen Vorteil hatte: Wir sahen einen Regenbogen. Und die Stimmung wurde noch magischer, als der Regen endete und die Sonne durch die Wolken brach. Ein sehr besonderer Moment!

Machu Picchu, Peru

Machu Picchu ist übrigens nur deshalb so gut erhalten, weil die Inka-Stätte nicht von den Spaniern entdeckt wurde. Im 16.ten Jahrhundert eroberten die Spanier das Inka Reich, eigneten sich die kostbaren Schätze an, zerstörten viel der Kultur und bauten Kirchen auf nahezu alle Inkatempel.

Wir verbrachten Stunden in den Ruinen, bestaunten die Natur und beobachteten die Lamas, die dort oben keineswegs als Touristen-Highlight, sondern als „Gärtner“ zuhause und für die Rasenpflege verantwortlich sind.

Lama, Machu Picchu, Peru
Machu Picchu, Peru

Gegen Mittag fuhren wir zurück in die Stadt, von wo aus wir nach einem Mittagessen mit dem Zug zurück nach Ollantaytambo fuhren.

Von Ollantaytambo zurück nach Cusco

Für die Rückfahrt von Ollantaytambo nach Cusco nahmen wir einen anderen Weg als zwei Tage zuvor, denn es gab noch einige weitere Highlights zu sehen. Leider regnete es den ganzen Tag (sehr ungewöhnlich für diese Jahreszeit), was der Natur aber einen sehr besonderen, mystischen Look verlieh. Wir besuchten die Zeremonieterrassen von Moray und die viele hundert Jahre alten Salinen, die bereits von den Inka zur Salzgewinnung genutzt wurden.

Zeremonieterrassen von Moray, Peru

Salinen, Peru
Außerdem machten wir einen Stopp bei einer traditionellen Weberei, in der uns gezeigt wurde, wie all die schönen, traditionellen Teppiche gefertigt werden. Die Alpaka- und Schafswolle wird mit natürlichen Farbpigmenten eingefärbt, beispielsweise purpurfarbenem Mais und einem Parasit, der zerquetscht (Ja, das wird wirklich so gehandhabt!) eine leuchtend rote Farbe annimmt.

Traditionelle Weberei, Peru

Danach ging es direkt weiter zurück nach Cusco, wo wir wieder in das Casa Andina Premium eincheckten und am Nachmittag ausgiebig durch die wunderschöne Altstadt bummelten.

Altstadt von Cusco, Peru

Ein Kochkurs in Cusco

Am Vormittag des achten Tages genossen wir einige freie Stunden in Cusco, spazierten durch die Gassen, kauften Mitbringsel auf dem Markt und beobachteten eine Parade auf dem Plaza de Armas.

Cusco, Peru
Mit Josie loves in Peru

Cusco, Peru
Am Nachmittag stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: Ein traditioneller Kochkurs. In einer kleinen Gruppe besuchten wir zuerst den Markt, kauften die Zutaten für die einzelnen Gerichte ein (By the way: Wusstet ihr, dass es in Peru rund 3000 Kartoffelsorten gibt?) und kochten anschließend typische peruanische Gerichte.

Markt in Cusco, Peru

Los ging es mit dem Nationalgetränk Pisco Sour. Danach bereiteten wir drei verschiedene Sorten Ceviche zu, ein Kartoffelgericht mit zwei verschiedenen Kartoffelsorten, Käse und köstlicher Sauce, ein Quinotto (Quinoa wird in Peru sehr vielfältig verarbeitet und so gibt es auch eine Risotto-Variante) und ein Dessert mit süßer Gurke.

Kochkurs in Cusco, Peru
Kochkurs in Cusco, Peru
Kochkurs in Cusco, Peru

Ein wirklich wunderschöner Abend in sehr netter Atmosphäre, nach dem wir glücklich und pappsatt ins Bett fielen – Cusco Culinary, sehr zu empfehlen!

Mit dem Bus von Cusco nach Puno

Bereits um 7 Uhr am nächsten Morgen begann unsere zehnstündige Fahrt mit dem Touristenlinienbus durch das Hochland – von Cusco nach Puno am Titicacasee. Ich will ehrlich sein: Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir in einer dauerhaften „Alles ist grandios“-Stimmung, die Busfahrt war nicht ganz unser Fall. Es gab mehrere Stopps, die sehr touristisch waren. An jedem Stopp hielten mit uns mehrere andere Touristenbusse und es ging primär darum, den Touristen allerlei Dinge anzupreisen – ein klein bisschen Kaffeefahrtcharakter. Ein Stopp, der uns jedoch sehr beeindruckte war der La Raya Pass auf 4.335 Metern Höhe. Die Natur dort ist wirklich magisch und man sieht auf dieser Höhe unzählige Alpakaherden. Es gibt übrigens auch einen Bus, der die komplette Strecke in sechs Stunden durchfährt und nicht ganz so auf den klassischen Touri ausgelegt ist – diesen würden wir an dieser Stelle empfehlen.

Impressionen aus Peru
Impressionen aus Peru
Peru Rundreise - unsere Stationen
Peru Rundreise - unsere Stationen
Puno, Peru
Blick über Puno, Peru

Der Blick über Puno kurz vor der Ankunft

Nach zehnstündiger Reise kamen wir in unserem Hotel an. Das Sonesta Posadas del Inca liegt ganz idyllisch am Ufer des Titicacasees und bietet einen wunderschönen Blick auf Puno und den höchstgelegenen befahrbaren See der Welt. Und was wählten wir zum Dinner? Natürlich frischen Fisch! Sooooo lecker!

Blick auf Puno, Peru

Der Ausblick vom Garten des Hotels „Sonesta Posadas del Inca“

Ein Tag auf dem Titicacasee

Am nächsten Tag stand natürlich eine Bootsfahrt auf dem Titicacasee auf dem Programm. Ich war ganz besonders gespannt auf die schwimmenden Inseln der Uros, die sich rund 20 Minuten Bootsfahrt von Puno entfernt befinden.

Auf dem Titicacasee, Peru

Die Menschen leben seit langer Zeit in spartanisch eingerichteten Hütten auf den aus Schilf errichteten Inseln und leben heutzutage von Handwerksarbeiten, die sie dort an Touristen verkaufen. Die kleinen Inselgemeinschaften sind perfekt organisiert, jeder hat eine Aufgabe und es gibt sogar pro Insel eine Art Bürgermeister, den „President“. Wirklich beeindruckend!

Dennoch muss ich leider offen und ehrlich sagen, dass wir hier etwas enttäuscht waren, da alles extrem auf die Touristen und potentielle Trinkgelder ausgelegt war und man fast dazu gedrängt wurde, diverse Produkte zu kaufen – obwohl die Traditionen dort ja durchaus echt sind und auch ohne jegliches Tamtam begeistern würden.

Beispielsweise stellten sich die Frauen in ihren traditionellen Gewändern auf, um „Vamos a la playa“ zu singen – und fast alle Touristen grölten begeistert mit.

Titicacasee, Peru

Von den schwimmenden Inseln aus fuhren wir zwei weitere Stunden nach Taquile, einer fast sechs Quadratkilometer großen Insel. Wir wanderten dort circa eine Stunde vom Ufer nach oben, was auf 4.000 Metern Höhe wirklich sehr anstrengend ist. Aber: Es lohnte sich sehr, denn der Ausblick ist wirklich wunderschön. In idyllischer Atmosphäre aßen wir im Dorf zu Mittag und genossen das sonnige Wetter.

Blick auf den Titicacasee, Peru
Titicacasee, Peru
Impressionen aus Peru

In dieser Höhe ist es übrigens sehr wichtig, viel zu trinken. Nicht nur Coca Tee, sondern vor allen Dinge stilles Wasser und Munja-Tee, der ein bisschen an Pfefferminze erinnert.

Ein besonders schöner Moment erwartete uns am nächsten Morgen, als wir aus dem Fenster blickten: Alpakas und wilde Meerschweinchen im Garten und der endlos weite, in die Berge eingebettete Titicacasee im Hintergrund. Ein wundervolles letztes Bild, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Mit vielen, vielen besonderen Reise-Impressionen im Gepäck.

Impressionen aus Peru
Wilde Meerschweinchen, Peru

Unsere Reise nach Peru war definitiv ein außergewöhnliches Erlebnis und ich kann wirklich jedem nur von Herzen empfehlen, dieses vielfältige und beeindruckende Land kennenzulernen!

So, und damit auch eure Reise zu einem vollen Erfolg wird, möchte ich noch ein paar weitere Tipps mit euch teilen.

Allgemeine Tipps für eine Peru Rundreise:

1. Die Temperaturunterschiede sind wirklich groß. Morgens hat es beispielsweise am Titicacasee Minusgrade, tagsüber wird es richtig warm. Die Lösung: Kleidung in vielen, vielen Schichten mitnehmen.  

2. Die Höhe ist wirklich nicht ohne. Man sollte ganz gemütlich machen, langsam laufen (insbesondere beim Wandern) und viel, viel Flüssigkeit zu sich nehmen..

3. Am besten gleich zu Beginn peruanische Sim Cards kaufen. Mobiles Internet haben wir unterwegs oftmals sehr geschätzt. Wir können den Anbieter Claro empfehlen. Davon gibt es an jeder Ecke einen Laden.

4. Immer Trinkgeld parat haben – am besten Münzen.

5. VIEL Platz im Koffer lassen! Auch wenn man es sich eigentlich nicht vornimmt, kauft man extrem viel. Die Preise für kuschelige Alpakapullis, Schals (umgerechnet für wenige Euros) und traumhafte Teppiche sind einfach zu verlockend.

6. Die Peru-Reise war eine unserer bisher schönsten, aber definitiv auch anstrengendsten. Danach sollte man es unbedingt ein paar Tage ruhig angehen lassen. Uns hat der Jetlag in Kombination mit dem leider direkt danach anstehenden beruflichen Stress extrem umgehauen.

7. Da man die Höhe wirklich extrem spürt, ist es wichtig, nach und nach aufzusteigen. Unsere Reiseroute war darauf ausgelegt, dass wir uns im Verlauf der Reise langsam immer weiter nach oben bewegen, weshalb der Titicacasee auch der Abschluss unserer Route war.

Der Reisespezialist DIAMIR Erlebnisreisen bietet übrigens viele verschiedene Peru-Reisen an. In kleinen Gruppen, aber auch ganz individuell wie in unserem Fall. Hier findet ihr weitere Infos!

Noch mehr Peru-Input bekommt übrigens auf der Website von PROMPERÚ.

Peru Rundreise - unsere Highlights

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11 COMMENTS

  • 22
    06
    2018
    18
    A
    Anna

    Beneidenswerte schöne Reise. Toller Bericht & wunderschöne Fotos, lieben Dank. Man bekommt ein tolles Gefühl für Land, Natur und Leute.

  • 22
    06
    2018
    18
    J
    Jenni

    Super Bericht und wunderwunderschöne Bilder!!!! Peru ist nach Bolivien auch mein absolutes Reisehilight!! Um die Höhenkrankheit zu vermeiden sollte man insbesondere LANGSAM aufsteigen und sich hierfür mehrere tage Zeit lassen, damit sich der Körper gut an die Höhe gewöhnen kann. Das finde ich ist noch wichtig zu erwähnen

  • 22
    06
    2018
    18
    S

    @Jenni: Ganz lieben Dank für den Hinweis. Das hatte ich doch glatt vergessen und habe es natürlich umgehend bei den Tipps eingefügt. :-)

  • 23
    06
    2018
    18
    G
    Gina

    Ein schöner Bericht und tolle Aufnahmen. Man möchte ganz schnell dieses faszinierende Land kennenlernen.

  • 23
    06
    2018
    18
    L
    Lisa

    Ein toller Bericht und die Fotos sind atemberaubend. Diese süßen Alpakas haben es mit total angetan :-)

  • 23
    06
    2018
    18
    K

    Ein sehr toller und ausführlicher Reisebericht. Ein ganz anderes Reiseziel wie das was man/ich sonst so gesehen hat. Die 10 stündige Busfahrt wäre für uns auch nichts gewesen.
    Doch dafür habt ihr ja auch sehr viele schöne andere Momente erlebt. Und die Bilder sprechen definitiv für sich. Ihr habt super viel gesehen in der relativ kurzen Zeit. total schön.

    LG Katharina
    http://dressandtravel.com

  • 24
    06
    2018
    18
    F
    Frieda

    Mein Lieblingsreisebericht seit langem. Das sieht nach einer echt traumhaften Reise aus. :)

  • 24
    06
    2018
    18
    K

    So einen tollen Reisebericht mit so vielen Informationen habe ich wirklich noch nie gelesen. Die Bilder dazu sind auch so super geworden und merkt einfach, dass das eine richtig tolle Reise gewesen sein muss.

    Ganz liebe Grüße
    Kathleen
    https://kathleensdream.de/

  • 30
    06
    2018
    18
    J

    Ein wunderschöner Reisebericht mit tollen Fotos, die direkt Lust auf eine Reise nach Peru machen! :)

  • 21
    08
    2018
    18
    S
    Sabrina

    Ein sehr schöner Reisebericht über ein tolles Land! Die Fotos gefallen mir unheimlich gut.
    Ich empfehle demnächst aber unbedingt Peru per Mietwagen zu erkunden :) so kann man sich die touristischen Orten sparen. Deswegen haben wir auch den Titicacasee ausgelassen da wir genau das, was du beschrieben hast, gelesen haben :(

  • 15
    03
    2019
    19
    P

    Mir sagt vor allem der Sonnentempel und die Altstadt in Cusco sehr zu. Ich finde es generell immer schwierig, die tollen Eindrücke in einem Blog einzufangen, dass man es bildlich sich total vorstellen kann. Ich bina ja auch sonst immer der Marktgänger, wodurch der riesige Markt in San Pedro mir wirklich zusagt. In ein paar Wochen steht erstmal der nächste Urlaub an und Peru behalte ich mir definitiv im Hinterkopf.

    Gruß,
    Petra

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