Nachdem wir beschlossen hatten uns drei Wochen in Kalifornien eine Wohnung zu mieten, stand auch sehr schnell der Entschluss fest, dass diese in Orange County, südlich von Los Angeles, liegen sollte. Fündig wurden wir über airbnb im Küstenstädtchen Dana Point, das genau zwischen Los Angeles und San Diego, direkt neben Laguna Beach und nur wenige Kilometer entfernt von Newport Beach liegt. Preislich konnte die Wohnung jedes noch so schlechte Motel unterbieten, geboten bekamen wir dafür eine absolute Traumbleibe. Unsere Wohnung liegt in einer sogenannten „Gated Community“, eine private Straße, die nur durch ein Tor passiert werden kann. Solche Gated Communities sind hier übrigens gängig und nicht nur das Privileg der Reichen. Die Straße ist unglaublich gepflegt und von exotischen Pflanzen gesäumt. Das Beste: Es gibt einen großen Pool, den wir meist für uns alleine haben. Doch zur Wohnung, einem absoluten Glücksgriff: Sie ist nicht nur sehr groß, sondern auch geschmackvoll eingerichtet. Wir haben einen Riesenküche mit allen Geräten, die man sich vorstellen kann, ein sehr gepflegtes Bad und einen schönen Balkon mit Blick auf den Pool. Was will man mehr?
Endlich, endlich, endlich sind wir in Kalifornien! Seit Jahren wollten wir einmal an die Westküste der USA reisen, im Rahmen unserer großen Weltreise haben wir es endlich geschafft. Kalifornien war für mich schon immer der perfekte Ort, der all meine Vorlieben vereint. Nicht zuletzt Serien wie O.C., California und Laguna Beach prägten mein Bild von Orange County, einem Bezirk im Süden Kaliforniens. Irgendwann versteifte ich mich auf Newport Beach als „den perfekten Ort“, was ursprünglich lustigerweise mit O.C., California zusammenhängt.
Die erste Hälfte unseres einmonatigen New York Aufenthalts hatte ich euch bereits in Bildform gezeigt, heute folgt die zweite Hälfte. Diese war deutlich von der New York Fashion Week geprägt. Ein sehr aufregender Monat ist am Mittwoch zu Ende gegangen, in dem wir viel erleben durften.
Heute möchte ich euch von einem ganz besonderen Tag erzählen, den ich letzte Woche zusammen mit meiner lieben Sue und Kiehl’s in New York City verbringen durfte. Es gibt wohl wenige Beautymarken, die man so sehr mit New York City verbindet wie Kiehl’s. Schon vor zweieinhalb Jahren lauschte ich bei einem Presse-Event in Düsseldorf gespannt der Kiehl’s-Geschichte, die 1851 mit einer Apotheke im New Yorker East Village begann, vergangene Woche startete unser „Tag mit Kiehl’s in New York City“ an eben diesem historischen Ort. Doch von Anfang an: Bereits um 8.30 trafen wir uns vergangenen Donnerstag mit dem Kiehl’s-Team und einigen weiteren internationalen Bloggern im berühmten allerersten Kiehl’s Store, der übrigens in der 109 Third Avenue , Ecke 13th Street, liegt.
Ich fühle mich zuhause. So richtig zuhause. Plötzlich ist die Wohnung in München, die ich zugegebenerweise immer mal wieder vermisst habe, ganz weit weg und der begehbare Kleiderschrank fast schon vergessen. Stattdessen möchte ich hier bleiben. In unserer verhältnismäßig viel zu kleinen Wohnung in New York. Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier. Gefällt etwas gut, gewöhnt man sich schnell. So ist es mit unseren wunderhübschen 36 Quadratmetern, die wir in den vergangenen vier Wochen unser „Zuhause“ nennen durften. Auch wenn man hier in New York wohl nie wirklich von einem „Alltag“ sprechen kann (Alles ist so aufregend, jeder Tag ist anders.), so haben wir uns dennoch so etwas wie eine kleine Routine aufgebaut. Auch wenn man in New York so gut und vielfältig essen kann, so hatten wir uns vor unserer Reise fest vorgenommen, so viel wie möglich zuhause zu kochen. Unser Frühstück bereiten wir fast immer in unserer Wohnung zu. Abwechselnd gibt es Pancakes, Granola mit Yoghurt und frischen Früchten, Rühreier, Bagels oder Oatmeal. Insbesondere letzteres habe ich hier in Amerika sehr lieben gelernt. So easy und sooo lecker! Wichtiger Bestandteil jedes Frühstücks: Frisches Obst. Das kaufen wir meist bei einem der zahlreichen Obsthändler, die ihre kleinen Stände am Straßenrand aufgebaut haben. Dort bekommt man immer sehr leckeres Obst, das weitaus günstiger als im Supermarkt ist. Supermarkt. Ein wichtiges Stichwort. Einkaufen in Manhattan ist unfassbar teuer. Man zahlt hier pauschal das Doppelte oder sogar Dreifache für die einfachsten Lebensmittel. Selbst lokale Produkte sind viel teurer als bei uns. So, und jetzt kommt der ultimative Shopping-Tipp für Lebensmittel: Aldi in Harlem. Im Februar entdeckten wir zufälligerweise eine Aldi-Filialie in Harlem und beschlossen, nach unserem ersten ziemlich frustrierenden Einkauf in Midtown, einmal zu Deutschlands beliebtesten Supermarkt zu fahren. Harlem liegt immer noch auf der Insel Manhattan, wird aber wie ein eigener Stadtteil betrachtet. Mit der Bahn fuhren wir bis zur 116.ten Straße und liefen dann bis zur äußersten Straße. Generell liegen fast alle großen Supermärkte in Manhattan an den äußeren Straßen. Um jetzt nicht ewig über Aldi zu philosophieren, kommt hier die Kurzversion: Bei Aldi gibt es zwar zum größten Teil andere Produkte als in Deutschland (Und das ist auch gut so!), aber die Preise sind deutsch. Gute Qualität zu günstigen Preisen. Sehr angenehm fällt übrigens auch auf, dass man sich Tüten kaufen muss und nicht, wie in anderen Supermärkten üblich, alles in unzählige Plastiktüten gepackt wird. Eine günstige Alternative zum Selbst-Kochen sind übrigens Buffets, die es in zahlreichen Delis gibt. Den ganzen Tag über gibt es dort eine große Auswahl an warmen Speisen. Gezahlt wird per LB (ca. 450 Gramm), meist sind es 7,99 Dollar. In eine Plastikschale kann man sich alles, was da Herz begehrt, mitnehmen. An der Kasse wird es gewogen. Egal ob Fisch, Fleisch, zahlreiche Gemüsesorten, Reis, Nudeln, Frühlingsröllchen, Salat, von allem ist etwas dabei. Vor ein paar Tagen habe ich beispielsweise für köstlichen Lachs mit gedünstetem Gemüse und Reis nur rund fünf Dollar gezahlt. Abgesehen vom Essen habe ich in den vergangenen Wochen wirklich sehr, sehr wenig eingekauft. Eigentlich nicht einmal die Hälfte von dem, was ich sonst in einer Woche New York City shoppe. Immer im Hinterkopf: Der Koffer, der in wenigen Tagen wieder gepackt werden muss und natürlich auch ein gewisses Gewicht nicht überschreiten darf.