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Minikleid versus Burka

Rahmen

Nicht gleich aufschreien, es geht in diesem Artikel nicht um den direkten Vergleich von einem Minikleid und einer Burka, die man natürlich nicht über einen Kamm scheren kann. Es geht vielmehr um einige Gedanken, die mir seit einigen Tagen nicht aus dem Kopf gehen wollen. Seit Dienstag sind wir nun in Dubai. Ihr wisst, ich trage in warmen Gefilden gerne Minikleidchen mit Spaghettiträgern. Möglichst kurz und knapp. Nicht jedoch hier. Hier bedecke ich meine Schultern, trage Midiröcke oder Maxikleider. Warum? Weil man in den Vereinigten Arabischen Emiraten gebeten wird, die Schultern und Knie zu bedecken und ich mich an Regeln halten möchte. Als ich gestern ein vorne hoch geschlossenes Kleid mit leichtem Rückenausschnitt getragen habe, wurde ich angestarrt. In Dubai ist dies übrigens noch recht harmlos, sehr extrem habe ich diese Differenz vergangenen Mai im zutiefst vom Islam geprägten Borneo wahrgenommen, wo ich wirklich keiner einzigen nicht verschleierten einheimischen Frau begegnet bin. Als ich gestern eine Touristin mit Spaghettiträgertop und Denim Shorts sah, dachte ich „Das würde ich fernab des Strandes eher nicht tragen“. Doch dann erinnerte ich mich an all die arabischen Frauen, die ich Jahr für Jahr in München sehe. Komplett verhüllt, teilweise nur mit einem Gitter zwischen den Augen. Ich erwarte nicht, dass eine arabische Frau in Deutschland plötzlich ein Minikleid trägt, immerhin sind wir hierzulande sehr tolerant (auch wenn uns gerne anderes vorgeworfen wird), aber kann man diese Toleranz nicht auch woanders erwarten? Dass man überall „so sein kann, wie man ist“? Ich spreche jetzt nicht vom Besuch einer Moschee, sondern von dem ganz normalen Alltag auf der Straße. Niemals würde in einem „To Do’s für eine Reise nach München“ einer arabischen Frau angeraten werden, bitte ein Dirndl (unser deutsches Extrem) zu tragen, oder schlicht den Schleier abzulegen. Weil man bei uns in Deutschland tragen kann, was man möchte. Und das weiß ich wirklich sehr zu schätzen.

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich die Verschleierung (ich spreche nicht von einem Kopftuch, sondern in diesem Falle von der vollkommenen Verschleierung) einer Muslima natürlich respektiere, aber mich ehrlich gesagt schwer damit tue, diese extreme Form zu verstehen. Ich möchte hier nicht über das Thema Religionen diskutieren oder den Islam kritisieren, aber ich muss leider sagen, dass ich es immer wieder sehr befremdlich finde, wenn ich bei hochsommerlichen Temperaturen Männer in Shorts und mit Tank Top sehe und dahinter die Frau mit einer Niqab (Ein Gewand, bei dem auch das Gesicht bedeckt, und nur die Augen in einem Schlitz zu sehen sind. Bei der Burka sind auch die Augen von transparentem Stoff entdeckt.) läuft. Weil ich mir eben nur schwer vorstellen kann, dass jede einzelne dieser Frauen aus freien Stücken diese vollkommene Verschleierung wählt. Und nicht das trägt, was sie gerne tragen würde. Zumindest in der Öffentlichkeit. (Insbesondere in Malaysia fielen mir viele extrem modern gekleidete Männer auf, deren Frauen komplett verhüllt waren. Generell habe ich besonders auf der Insel Borneo in vielen Situationen deutlich zu spüren bekommen, dass ich als Frau weniger wert bin. Das ist allerdings auch wieder ein weiteres, noch viel komplexeres Thema) Und ja, ich habe den unglücklichen Blick der Frau wahrgenommen, die gestern mit ihrem Mann am Hotelpool lag. Er in der Badehose, sie in langer, schwarzer Hose und Langarm-Wollpullover. Ein Thema, über das ich schon des Öfteren im Freundeskreis diskutiert habe. Irgendwie komme ich mit dem Argument „Diese Frauen kennen das eben nicht anders“ nicht so recht klar. Klar, ich komme aus Deutschland und wurde völlig anders erzogen, aber ich kann nicht nachvollziehen, dass die Rechte einer Frau so anders sind als die eines Mannes. Dass ein Mann völlig anders auftreten kann, mit der modernen Zeit geht, seine Frau aber in der Öffentlichkeit jegliche Form der Individualität aufgibt. Und das alles aufgrund einer Religion? Ich möchte jetzt nicht zu tief in dieses Thema eintauchen, immerhin ist die Kleidung nur ein winzig kleiner Bereich. Aber natürlich ist dies ein Thema, das beschäftigt, wenn man sich in einem arabischen Land aufhält und einerseits die modernsten Gebäude der Welt und Fortschritt in jedem Bereich sieht, andererseits aber non stop mit dem extremen Kontrast zwischen Mann und Frau konfrontiert wird. Ich bin sehr dankbar dafür, in einer Gesellschaft aufgewachsen zu sein, in der ich jederzeit „ich selbst“ sein kann und mich nicht den Regeln einer Religion beugen muss, mich lediglich mein gesunder Menschenverstand leitet, gewisse Dinge zu tun und andere zu unterlassen.

Mich würde an dieser Stelle sehr eure Meinung interessieren: Wie geht ihr mit den „Regeln“ in vom Islam geprägten Ländern um? Wie denkt ihr generell über dieses sensible Thema?

EDIT: Ich freue mich über die rege Diskussion. Dennoch bin ich etwas erschrocken, dass manche Worte völlig anders ausgelegt werden, als ich sie gemeint habe. Das war bei diesem Thema aber vermutlich zu erwarten. Ich habe bereits in den Kommentaren darauf geantwortet, möchte es aber auch noch einmal hier schreiben.  Ich habe niemals gesagt, dass ich einer verschleierten Frau vorwerfe, “sich nicht von gesundem Menschenverstand leiten zu lassen”, sondern lediglich erklärt, was mich persönlich leitet, Dinge zu lassen bzw. zu tun. Das heißt  im Umkehrschluss in keinster Weise  dass eine verschleierte Frau sich nicht von einem gesunden Menschenverstand leiten lässt. Außerdem habe ich nie behauptet, dass Muslimas nicht freiwillig ein Kopftuch tragen. Ich meine lediglich, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass „jede einzelne“ Burka- oder Niqabträgerin zu 100% aus freien Stücken die 100%ige Verschleierung wählt. Eben auch, weil ich schon so oft Gegenteiliges gehört/gelesen/gesehen habe. Ich wünsche mir von Herzen eine Gleichberechtigung aller Menschen, in Deutschland und im Rest der Welt.


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47 COMMENTS

  • 17
    01
    2015
    15
    p
    primeballerina

    Liebe Sarah,
    ich bin ja sonst eher stille Leserin, aber hier möchte ich mich doch mal zu Wort melden – ich finde es super, dass du dieses Thema ansprichst und kann dir nur zustimmen. Ich habe mich nämlich auch schon oft gefragt, weshalb wir, die hier in Deutschland alle Kleidungsformen und Religionen respektieren und tolerieren, uns selbst in anderen Ländern umstellen müssen. Respekt und Toleranz müsste doch eigentlich auf beiden Seiten funktionieren – eine Sache von geben und nehmen. Insofern kann ich deine Worte gut nachvollziehen und würde mir wünschen, dass sich das vielleicht irgendwann mal ändert.

    Liebe Grüße,
    Jess

  • 17
    01
    2015
    15
    r
    rocknrose

    ich bin da voll bei dir!

  • 17
    01
    2015
    15
    I
    INA

    Ich würde es vermutlich ähnlich handhaben wie du, ein bischen bedeckter wie normal, um nicht unangenehm aufzufallen. Ich frage mich allerdings auch warum wir versuchen den Einheimischen in islamischen Ländern entgegenzukommen, während umgekehrt die meisten bei uns stur ihr Ding durchziehen und mit schwarzen Zelten über dem Kopf durch die Lande ziehen. Ich weiß nicht viel über den Islam, aber eine Religion die Frauen wie Menschen zweiter Klasse behandelt und dazu zwingt mit schwarzen Zelten über dem Kopf egal wie warm oder kalt rumzulaufen kann nicht die richtige Religion sein. Die Logik sagt mir, ein Gott der Schönheit in verschiedenen Formen erschaffen hat, dazu gehören Frauen und Männern in allen „Farben“ und „Formen“ kann nicht wollen das man diese Schönheit versteckt. Schön verpackt ja, aber unter schwarzen Zelten verstecken nein. Über ein herrliches Blumenbeet werfe ich schließlich auch keine Decke, weil die mich angeblich dazu verleitet etwas „Schlechtes“ zu tun. Eine Religion die Menschen so in Ketten legt, ist nicht die richtige. Auch in Europa läuft nicht alles richtig, aber ich schätze ebenfalls viele der Freiheiten die wir hier haben.

  • 17
    01
    2015
    15
    G

    Das hat nur wenig mit Glauben und Religion zu tun. Die Bibel ebenso wie der Koran sind von Männern geschrieben. In beiden Religionen geben Männer den Ton an. Hier geht es um Macht und Unterdrückung.
    LG Greta
    http://www.gretaholthues.blogspot.de

  • 17
    01
    2015
    15
    P

    Würde ich genau so unterschreiben.

  • 17
    01
    2015
    15
    s
    sarah

    Es ist nicht alles schwarz weiß. Mich stören weder Miniröcke noch Verschleierungen weil es um den Menschen dahinter geht. Ich urteile nicht darüber weil ich nicht weiß welche Gründe dieser Mensch hat das ein oder andere zu tragen. Es ist doch eher das Problem wie Religionen interpretiert und ausgelegt werden, nicht die Religion an sich. Darüber zu urteilen dass eine Religion „nicht die richtige“ ist, sollte man sich nicht anmaßen. Schon gar nicht wenn man sich nicht mit der Thematik auskennt. Vorurteile sind schlimm.

  • 17
    01
    2015
    15
    B

    Liebe Sarah,
    ich finde deinen Artikel sehr interessant und deine Gedanken absolut nachvollziehbar.
    Vor einem Jahr habe ich für fünf Monate in der Türkei gelebt und studiert, mir über ähnliche Dinge den Kopf zerbrochen und viele interessante Diskussionen über das Kopftuch mit Türkinnen geführt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das Kopftuch in vielerlei Hinsicht zum Tragen kommt und nicht immer nur für die Unterdrückung der Frau steht. Es wird auch aktiv von Frauen selbst als politisches Symbol getragen, gerade in der Türkei wo momentan zwei große politische Lager aufeinandertreffen. Darüber hinaus gibt es auch viele Situationen, in denen Frauen sich verschleiern, weil sie für ihre Kompetenzen wahrgenommen werden möchten und nicht für ihre Schönheit. Manchmal denke ich mir, diesbezüglich kann ich keine Einwände haben, denn ich bin in meinem Job (Gästeführerin im Museum) oft hochgradig angepisst, wenn ich nicht nach meiner wissenschaftlichen Kompetenz, sondern nach meiner vielleicht vorhandenen Schönheit beurteilt werde und großzügige Trinkgelder vom männlichen Geschlecht erhalte. Nicht, dass ich mich am Ende meiner Führungen nicht über ein bisschen monetäre Anerkennung freue, aber bei 20€ denke ich mir oft, ob das jetzt wirklich wegen meiner Kompetenz war.
    Ich denke einfach, dass man hier stark differenzieren sollte und auch muss, denn Verschleierung ist nicht gleich Verschleierung. Natürlich steht es vielfach in den islamischen Ländern auch für Unterdrückung, aber auch hier sollten wir bedenken, dass es noch gar nicht so lange her ist, als in Deutschland die Frauen ebenfalls gesellschafts- und religionsbedingt unterdrückt worden sind. Die katholische Kirche hält immer noch keinen hochrangigen Posten für Frauen bereit. Religionen stammen aus einer Zeit, die stark männlich geprägt waren und das strahlen sie auch aus, egal ob Judentum, Christentum oder Islam. Das Christentum hat sich vielleicht schon von vielen Zwängen losgesagt, ist aber auch eine deutlich ältere Religion als der Islam.
    Ich denke einfach, dass es eine Kultur ist, die wir nicht hundertprozentig nachvollziehen können, weil wir nicht damit aufgewachsen sind. Es ist leicht, sich darüber ein objektives Urteil zu bilden und bevor ich in der Türkei gelebt habe und nicht alle Facetten kannte, habe ich das auch getan.
    Viele Grüße,
    Belinda

    P.S. @ Ina: Der Koran schreibt in keinster Weise vor, dass Frauen sich verschleiern sollen, das ist eine reine Auslegungssache. Es steht wohl in etwa geschrieben, dass sich eine Frau bei Mohammed über die männlichen Blicke beschwert hat und er daraufhin zu ihr sagte, wenn es sie stört, sollte sie ihre Reize verdecken.

  • 17
    01
    2015
    15
    B
    Brigitte

    Ein sensibles Thema ueber das ich mir auch oft Gedanken mache und wirklich interessante Kommentare

  • 17
    01
    2015
    15
    N
    Nicole

    Ich denke, dass der Unterschied einer verschleierten Frau in D. und der nackten Haut einer Hot-Pants-Spaghettitop-Frau in Dubai doch ein gewaltiger Unterschied im Hinblick auf ihre Wirkung auf das andere Geschlecht besteht.(Genauso groß ist auch der Unterschied der Bedeutung von Abaja und Dirndl…)
    Wir denken einfach aus unserem von der Gesellschaft geprägten Standpunkt aus. Aber einer verschleierten Frau vorzuwerfen „sich nicht von gesundem Menschenverstand“ leiten zu lassen, finde ich wirklich fragwürdig.

  • 17
    01
    2015
    15
    S

    @Nicole: Wie kommst du zu dieser Aussage? Ich habe niemals gesagt, dass ich einer verschleierten Frau vorwerfe, “sich nicht von gesundem Menschenverstand leiten zu lassen“, sondern lediglich erklärt, was mich persönlich leitet, Dinge zu lassen bzw. zu tun. Das heißt nicht automatisch im Umkehrschluss, dass eine verschleierte Frau sich nicht von einem gesunden Menschenverstand leiten lässt.

  • 17
    01
    2015
    15
    V
    Veronika Gerlach

    Liebe Sarah,
    du schneidest hier ein sehr komplexes und vielschichtiges Thema an.
    Da mir nichts daran gelegen ist über dieses Medium zu werten würde mich nur folgendes dazu interessieren:
    Ich war bereits so ziemlich in allen Ländern die du in deinem Artikel genannt hast selbst und habe diese durch religiöse Vielfalt geprägte Kleidung nie als negativ empfunden. Auch das ich mich dem
    Land entsprechend in meinem Kleidungsstil anpasse war für mich nie störend, ganz im Gegenteil, ich wollte damit meinen Respekt der Kultur gegenüber als Besucher und Fremder aussprechen. Und wenn ich mal Lust hatte ein Beach Outfit (Short + Trägertop) zu tragen konnte ich das tun ohne mich dabei unwohl zu fühlen oder fremde Blicke als störend zu empfinden. Wir gucken ja auch, vll vielmehr aus Interesse und Neugierde als aus dem
    Grund darüber zu werten was der andere trägt?
    Mich stört an deinem Artikel das du unterschwellig versuchst zu beurteilen statt nur zu beobachten; und viele Kommentare hier lassen mich in Zeiten von Pegida & Co wirklich erschauern… Dabei wär’s so einfach: Leben und leben lassen! ;-)
    Alles Gute für deine weiteren Reisen und ich freue mich auf deine Berichte.
    Viele Grüße
    Vero

  • 17
    01
    2015
    15
    S

    @Vero: „Leben und leben lassen“, damit triffst du es ja genau auf den Punkt. Das ist doch das, was ich mir wünsche. Dass man überall so sein kann, wie man möchte. Und ich lobe, dass dies in Deutschland in sehr vielen Bereichen so ist. Ich denke dieser Artikel ist der falsche Zusammenhang, um das Thema Pegida anzubringen.

    Bzgl. der Reiseziele: Hat es dich auf Borneo gar nicht gestört, dass du als Frau zum Teil wie Luft behandelt, in vielen Bereichen komplett ignoriert wurdest? Für mich war das sehr befremdlich.

  • 17
    01
    2015
    15
    L

    Schöner Beitrag! Ich sehe, das ganz ähnlich und kann nicht verstehen, warum das Bild der Frau immer noch so „zurückgeblieben“ ist. Natürlich gibt es auch Frauen, die sich freiwillig und aus Überzeugung verschleiern, die Mehrheit ist das aber sicher nicht.

    Das Thema füllt sicher ein Buch und die eine richtige Antwort wird man nie finden, fakt ist jedoch, dass ich für meinen Teil hoffe, dass sich das Bild der Frau in diesen Ländern wandelt und die Menschen dort wie auch hier, offener und toleranter werden.

    Liebe Grüße
    Lynndgren Lynndström

    http://www.lynndgrenlynndstroem.blogspot.de

  • 17
    01
    2015
    15
    C

    Leider hat das wenig mit Religion zu tun, sondern mehr mit deren Kultur.

    Im Islam heisst es tatsächlich, dass man sich bedecken soll aber Hände, Füsse und Gesicht darf unbedeckt sein. Da ist keine Rede von einem schwarzen Gewand. Es geht darum unauffällig zu sein, damit man vor den Blicken der Männer geschützt ist, aber in Deutschland guckt jeder Mann nach einer Frau mit Burka. Jeder ist Neugierig und versucht erst recht eine Silhouette zu erahnen oder die Gesichtsform. Viel schrecklicher ist, dass diese Frauen im Restaurant essen wie ein Staubsauger. Also vor den Teller beugen, Kappe über den Teller und dann irgendwie dadrunter im dunkeln ihr Essen zu sich nehmen. Wenn das keine Unterdrückung ist.

    Ich habe Frauen in meiner Familie die ein Kopftuch tragen, aber die fallen damit weniger auf als Frauen mit einer Burka. Es gibt Länder in denen es eine Sittenpolizei gibt und wo Frauen bestraft werden, wenn sie Nagellack tragen. Bei Louis Vuitton in Düsseldorf habe ich das oft genug gesehen, dass Frauen dadrunter die schrillsten und auffälligsten Luxusklamotten trugen. Klingt alles für mich persönlich einfach nach verkehrter Welt.

    Liebst, Charlotte

  • 17
    01
    2015
    15
    N
    Nicole

    Ich kann mich Vero nur anschließen. Mir läuft es auch kalt den Rücken runter.

    @Sarah: Im vorletzten Abschnitt stellst du dar, dass du froh bist „in einer Gesellschaft aufgewachsen zu sein, in dem du du selbst sein kannst und dein gesunder Memschenverstand dich leitet.“ Nach meinem gesunden Menschenverstand ist das in dem Textkontext eine kontrastierende Aussage zu der Gesellschaft, in der Frauen angeblich „nicht so sein können wie sie sind“ etc. Eine verschleierte Muslima erklärte mir in den Emiraten, dass die Verschleierung natürlich auch eine Sache von „Liebe“ sei. Aber was andere Menschen außer mir unter Freiheit, Liebe und Selbtentfaltung verstehen und empfinden , darüber würde ich mir niemals anmaße , Aussagen zu treffen (auch wenn es manchmal schwer ist, sich das vorzustellen)

    Ich glaube natürlich, dass du niemanden angreifen willst (dies soll also nicht persönlich gegen dich sein), aber dein Text zeigt Tendnzen einer scheinbar privilegierte Haltung von „Frauen, die alles anziehen“ und Frauen, die sich verschleiern wollen oder es tun“ und das ist genau die Einstellung, der wir diesen Verein mit P. zu verdanken haben.

  • 17
    01
    2015
    15
    J
    Josie

    Ich sehe das ganz genau wie du! Kann dem gar nichts anderes mehr hinzufügen

  • 17
    01
    2015
    15
    C
    Claudia

    Man kann an dieses Thema einfach nicht mit westlicher Rationalität und Erziehung rangehen. Wir dürfen uns meines Erachtens nicht anmaßen, diese Frauen in Frage zu stellen. Ich könnte dieses Leben da auch nicht aushalten. Aber das sage ich, weil ich hier, in Okzident aufgewachsen bin. Ich kenne das nicht anders. Meine Pfeiler sind andere als die der Frauen da, ohne meine stürze ich, ohne ihre stürzen vielleicht sie. Ich glaube, sie sind auch einfach noch tiefer verwurzelt in ihren Traditionen und leben diese auch in fremder Heimat aus. Ich persönlich würde auch kein Dirndl in Borneo tragen, weil ich es nicht angemessen finde. Ich glaube, bei ihnen ist die Kultur/Religion/Tradition so unglaublich im alltäglichen Leben präsent, das können wir uns vielleicht gar nicht vorstellen.

  • 17
    01
    2015
    15
    S
    Sibylle

    mir geht es ähnlich wie dir. Oft etwas irritiert, wie manch muslimische Frau hier in Deutschland verhüllt in der Öffentlichkeit Auftritt.

    Ich war ebenfalls oft in muslimischen Ländern und habe mich dort den bedeckenden Gepflogenheiten bei meinem Kleidungsstil angepasst.
    Persönlich Reise ich in kein Land wo ich gezwungen werde Kopftuch sowie Mantel als westliche Frau tragen zu müssen.
    Wie du schon trefflich beschrieben hast, dürfen alle und wirklich alle Menschen bei uns in Deutschland tragen wie und was sie wollen. Das verstehe ich eben als ein Teil unserer Demokratie.
    Dies fordere ich auch für mich ein. So ergibt es sich, dass eine staatliche Kleidungsvorschrift für mich indiskutabel ist und bleiben wird.

  • 17
    01
    2015
    15
    A
    Ann

    Toller Bericht! Du sprichst mir aus der Seele :-) Ich bin schon so viel gereist und habe mir sehr oft die gleichen Fragen gestellt!

  • 17
    01
    2015
    15
    N
    Natascha

    Haha. Dass eine Frau, die im Niqab durch München spaziert, weniger angestarrt wird (und im Zweifel angefeindet wird), als eine Frau in Shorts in Dubai glaube ich aber keine Sekunde! Und außerdem verstehe ich auch nicht ganz, wie Du auf die Idee kommst, Deutschland wäre dem Islam so viel toleranter gegenüber eingestellt, als die Menschen in Dubai dem Westen gegenüber. Ich sehe in Abu Dhabi oder Dubai jedenfalls keine massive Mobilisierung gegen ‚Überfremdung‘ – und das in einem Land, in dem, im Gegensatz zu Deutschland, der Ausländeranteil TATSÄCHLICH weit, weit mehr, als die Hälfte der Bevölkerung ausmacht (ca. 80 %).

  • 17
    01
    2015
    15
    L
    Lisa

    Hallo Sarah,
    ich will gar nicht in die Diskussion einsteigen, aber ich finde es super, dass du mal sagst, dass wir Deutschen sehr tolerant sind. Wir sind es nämlich wirklich, es wird uns immer nur vorgeworfen wir wären es nicht.
    Und in einem Land mit so einer Freiheit leben zu dürfen empfinde ich auch als großen Segen.
    Viel Spaß noch :)

  • 17
    01
    2015
    15
    E
    Emna

    Normalerweise kommentiere ich wirklich keine Blogposts. Meine Meinung ist, wenn mir ein Blogger unsympatisch ist, lese ich den Blog einfach nicht weiter anstatt irgendeine Form der Kritik zu äußern. Bitte nicht falsch verstehen aber unter Anbetracht der aktuellen Berichterstattung ist dein Blogpost wirklich nicht durchdacht und meiner Meinung nach sehr oberflächlich gehalten. Du befindest dich gerade in einem komplett anderen Land und in einer komplett anderen Gesellschaft als in Deutschland und solltest dies auch respektieren. In Indien wirst du auch ein komplett anders Verhalten an den Tag legen als in bspw. in Frankreich. Gerade das ist das spannende am Reisen – in fremde Kulturen eintauchen. Wenn dir die Kultur nicht gefällt dann musst du das Land nicht besuchen. Ich bin mir sicher dass eine arabische Frau, wenn sie in Deutschland einen Minirock tragen müsste , Deutschland sicher nicht besuchen würde. Wie schon jemand vor mir passend kommentiert hat, es zählt der Mensch dahinter alles andere ist starkes Schwarz-Weiß-Denken und für einen aufgeschlossenen Menschen absolut fehl am Platz.

  • 17
    01
    2015
    15
    S

    @Emna: Ich liebe es, in fremde Kulturen einzutauchen. Einer der schönsten Aspekte des Reisens, der mich in den letzten Monaten sehr bereichert hat. Und wie oben auch geschrieben passe ich mich den Kulturen an und respektiere diese. Ich habe lediglich darüber geschrieben, dass es mir schwer fällt, diesen Aspekt zu verstehen und möchte auf dem Blog nicht nur über all die Seiten, die mir ausgesprochen gut an Dubai gefallen schreiben, sondern auch meine kritischeren Gedanken mit euch Lesern teilen.

  • 17
    01
    2015
    15
    M

    liebe Sarah, das hast du schön geschrieben. Das Thema ist brisant, vorallem in den heutigen Zeiten! Ich bin auch immer gespalten, wenn ich in Länder reise und mich an die Gepflogenheiten halte. Damit habe ich keine Probleme, dennoch weiß ich auch es ist für mich nur temporär.
    Ich kann mir auch nicht erklären, dass eine Religion möchte, das Menschen (also ganz egal ob Mann oder Frau) so unterschiedliche Rechte haben. Sind wir nicht vor allen Göttern gleich?
    Ich weiß aber, das diese Frauen sich gerne modern kleiden und zu Hause in der Familie das auch gerne dürfen und tun.
    Aber nun zum Straßenbild! Ich denke auch, dass wir hier in den meisten westlichen geprägten Ländern sehr tolerant sind. Das hat schon auch was mit unserer Erziehung und Geschichte zu tun. Ich weiss nicht ob wir es erleben werden, doch es gibt immer mehr junge Frauen in diesen Ländern die ihre Stimme erheben und kämpfen! Schlimm genug das es im Jahr 2015 noch so sein kann! Toll das du darüber schreibst!

  • 17
    01
    2015
    15
    L
    Luna

    Ich bin geschockt wie intolerant manche Kommentare sind. Darf man seine freie Meinung etwa nicht mehr äußern? Letzte Woche hat doch noch jeder darauf gepocht.

  • 17
    01
    2015
    15
    k
    k.k

    hallo, als kopftuchträgerin und muslimin in Deutschland möchte ich auch gerne etwas zu dem Thema sagen. Für viele von euch ist das Kopftuch ein Symbol für „Unterdrückung“ und das ist wirklich keineswegs so! Ich habe mich aus freien Stücken entschieden es zu tragen und bin sehr dankbar das das in Deutschland auch so akzeptiert wird. Für mich ist das Kopftuch ein Symbol von Freiheit- die Freiheit mich bedecken zu dürfen. Ich kann es mir heute gar nicht mehr vorstellen ohne Kopftuch rauszugehen,ich würde mich extrem unwohl fühlen . Und einfach nackt/ das wäre als würde eine von euch im Winter im Bikini zB in die Uni gehen. Viele würden sich da auch sehr unwohl fühlen.
    Ich finde es sehr schön zu lesen, das Touristen in arabisschen Ländern etwas anpassen und sich bedecken- das zeigt uns Moslems das ihr unsere Religion akzeptiert. Andererseits versteht ich natürlich, wenn ihr sagt, das wir uns Muslime auch an Deutschland anpassen sollen und ich finde in vielerlei Hinsicht machen das die meisten Muslime hier, die ich kenne. Und die wenigen, die die Extremform der Bedeckung wählen, finde ich, sollte man einfach akzeptieren. Mich persönlich verletzt es manchmal sogar, wenn man uns als „unterdrückt“ bezeichnet. Ich, meine Schwestern und meine muslimischen Freunde werden von niemanden unterdrückt, wir studieren, gehen in die Schule, arbeiten, machen ausbildungen, treffen uns mit Freunden, gehen ins Kino und machen eig alles andere was auch „nicht-kopftuchträgerinnen“ machen nur das wir uns dabei die Freiheit nehmen und uns aus Überzeugung zu unserem Glauben bedecken. Ich weiß das viele ein falsches Bild vom islam haben, aber die schrecklichen Nachrichten die im Namen vom islam geschehen, haben NICHTS mit dem islam wirklich zu tun. Islam heißt wörtlich übersetzt Frieden. Im Koran steht, wer eine Person tötet, tötet die ganze Menschheit, und wird im Jenseits dementsprechend bestraft. Wer eine Person rettet, rettet die ganze Menschheit und wird im Jenseits auch dementsprechend belohnt. Deswegen studier ich Medizin ;)
    Und nochmal zum Vergleich Mann/frau: für viele wirkt es unterwegs so, als ob die frau keine Rechte hat/ aber glaubt mir- in 80% der Fälle hat zu Hause die frau die Hosen an :D

  • 18
    01
    2015
    15
    A
    Ajna

    Mein liebes Kind,
    ich muss dir mal sagen das es Unsinn ist zu sagen jeder soll tragen was und wo er möchte und im selbem Atemzug nicht tolerieren das Frauen Burka tragen ???!!!
    diese Frauen möchten auch tragen was sie wollen, ist das so schwer zu verstehen???
    Toleranz fängt da an , zu sagen jeder so wie er möchte das gilt auch für das jeweilige Land !!!!

  • 18
    01
    2015
    15
    S

    @Ajna:

    „Mein liebes Kind“ ????

    Bitte lese dir meinen Artikel doch genau durch. Denn dann liest du, dass ich eine Burka natürlich toleriere und wirst verstehen, wie die Aussage „jeder soll tragen, was er möchte“ gemeint ist.

  • 18
    01
    2015
    15
    S
    Stefanie

    Hmm… das ist wirklich interessant. Ich habe erst heute deinen Blogbeitrag gelesen, so dass sich zwischenzeitlich viel getan hat.
    Mir wird bewusst, wie sehr die eigene Sichtweise beeinflusst wie man Geschriebenes versteht. Ich habe keinen einzigen Satz so verstanden, wie du es im „Edit“ nochmal erläuterst. Vermutlich weil ich es eben genauso sehe.

    Ich denke du hast das ganze Thema wunderbar auf den Punkt gebracht und dich dabei doch noch sehr zurückgehalten.

    Wer sich hier angegriffen fühlt oder wieder mal mit dem Argument der Freiwilligkeit kommt… ich weiß es auch nicht. Zum Verzweifeln.
    Das habe ich geschrieben ohne die Kommentare vorher zu lesen.

    Liebe Grüße
    Stefanie

  • 18
    01
    2015
    15
    M
    Mel Zett

    Liebe Sarah, zufällig hatte ich Deinen Post gelesen bevor jemand ihn kommentiert hat und dachte, ich warte mal ab, was passiert! Ich habe von Anfang an verstanden was Du meinst und auch fest gestellt, dass Du versucht hast vorsichtig zu beschreiben. Deine Gedanken kann ich absolut nachvollziehen. Und nur, weil man so denkt, heisst es nicht, man wäre nicht tolerant. Im Gegenteil, Du hast Dich mit dem Thema auseinander gesetzt. Beim Thema Kopftuch/Veschleierung läuft es allerdings meistens darauf hinaus, dass man sich Beleidigungen gefallen lassen muss. Ich finde es auch sehr mutig von Dir, dieses Thema anzuschneiden.
    Dein Blog gefällt mir sehr gut, mach weiter so und alles Gute für Eure weitere Reise

  • 18
    01
    2015
    15
    L
    Lisa

    Ich kann kaum glauben, dass Du um deinem Blogeintrag das Tragen einer Burka oder das Verschleiern an sich mit der Aufgabe von jemandes Individualität in der Öffentlichkeit gleichsetzt; sollte in deinem Verständnis der Ausdruck von Persönlichkeit lediglich in Form von Kleidung stattfinden, finde ich das bedenklich.
    Auch wenn du versuchst deine Äußerungen mit scheinbar toleranten vorangestellten Halbsätzen zu legitimieren, so sind die Aussagen zum Teil dennoch äußerst anmaßend und zeigen tatsächlich nur, dass unsere hier viel zitierte westliche Toleranz meistens mit einem „…,aber…“ Und vielen Einschränkungen versehen scheint. Davon abgesehen, dass ich Deine Aussagen inhaltlich für sehr fraglich erachte, kann ich die Argumentationstruktur nicht nachvollziehen. Du sprichst davon, dass Du Deines Erachtens nach den Muslimen vor Ort und in Deutschland Toleranz entgegen bringst. Doch ist diese Toleranz anscheinend für Dich keine universale Größe oder ein Wert, sondern an Bedingungen gekoppelt – nämlich, dass dir auch Toleranz entgegengebracht wird. Und verstehe mich hier bitte nicht falsch, ich finde ebenfalls, dass dir und allen Menschen tolerant begegnet werden sollte, dennoch ist eine Toleranz, die an Bedingungen gekoppelt ist eine Toleranz 2.Klasse und kommt nicht umhin oberflächlich zu wirken – außerdem ist eine derartige wie-du-mir-so-ich-dir-Logik, die notwendigerweise folgt, sofern man deine Argumentation konsequent weiterführt, deinem Alter und auch Niveau nicht angemessen.
    Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, dass Du – nachdem der erste Impuls zur Zurückweisung aller hier in den Kommentaren geäußerter Kritik verebbt ist – Deinen Text nochmals Lesen und Deinen eigenen Standpunkt kritisch hinterfragen kannst.

  • 18
    01
    2015
    15
    S

    @Lisa: Danke für deinen Kommentar. Ich habe mir natürlich im Vorfeld sehr viele Gedanken über meinen Text gemacht und stehe zu meinem Standpunkt.

    Ich bin die letzte Person, die Individualität nur auf Kleidung herunterschraubt, was du, falls du diesen Blog regelmäßig liest, sicherlich schon bemerkt haben wirst.
    Und bei dem Thema Toleranz finde ich die „so wie du mir so ich dir“-Argumentation (die übrigens tatsächlich in vielen Punkten kindisch ist) unangebracht, denn Toleranz sollte doch wirklich etwas sein, das jeder seinen Mitmenschen entgegenbringen sollte, wie du ja selbst so schön sagst „Ich finde ebenfalls, dass dir und allen Menschen tolerant begegnet werden sollte“. Toleranz ist einer der wichtigsten Standpfeiler für unser Miteinander.

  • 18
    01
    2015
    15
    S

    Im September bin ich ebenfalls in Dubai gewesen und habe ähnliche Gedanken gehabt. Ich habe es respektiert, aber hinterfragt. Und ich hinterfrage es ebenso wie du. Ich kann mir nämlich auch nicht vorstellen, dass jede einzelne Frau in Burka es 100 % freiwillig tut. Dazu habe ich viel zu viele von Ihnen gesehen, die in den Malls einen Shopping-Marathon hingelegt haben. Zig Klamotten, Schuhe, Taschen und Make up gekauft haben.

  • 18
    01
    2015
    15
    M
    Melli

    ich finde es schon richtig, dass du darauf achtest, schultern und knie zu bedecken, in manchen anderen ländern sollte man als frau auch ein tuch um den kopf tragen, persönlich sehe ich das dann als gebot der höflichkeit, in westlichen ländern sagt man ja auch man sollte nicht zu leicht bekleidet in eine kirche gehen, oder man zieht in indischen tempeln die schuhe aus
    einen sehr interessanten artikel zum reisen als frau im iran habe ich hier mal gelesen http://www.pinkcompass.de/als-frau-alleine-im-islam/
    ich denke zwar auch, dass nicht jede muslima die kopfbedeckung aus freien stücken trägt, aber man kann sie nicht von sich aus emanzipieren, das muss von ihnen selbst kommen und das dauert eben in manchen ländern noch ein bischen

  • 19
    01
    2015
    15
    O
    Olga

    Jede Kultur ist eben anders. Auch in DE gibt es genügend gesellschaftliche „Regeln“, die für die östlichen Kulturen nur schwer nachvollziehbar sind.
    Gerade Dubai ist in der Hinsicht auf Bekleidung sehr tolerant.
    Im Gegenteil, ich habe Dubai und die Bevölkerung dieser Stadt als sehr modern, respektvoll, aufgeschlossen(z.B. die englische Sprache, die dort sehr gut beherrscht wird) und an anderen Kulturen interessiert, erlebt.
    Es wird Dich keiner der Straße verweisen, wenn Du ein Spaghetti Top trägst. Du wirst möglicherweise männliche Blicke ernten, wenn sie Dich stören, dann sorgt Du eben für etwas mehr Stoff.

    So wie Belinda schon schrieb:
    …“Der Koran schreibt in keinster Weise vor, dass Frauen sich verschleiern sollen, das ist eine reine Auslegungssache. Es steht wohl in etwa geschrieben, dass sich eine Frau bei Mohammed über die männlichen Blicke beschwert hat und er daraufhin zu ihr sagte, wenn es sie stört, sollte sie ihre Reize verdecken.“…

    Ich finde solche Sätze wie:
    ..“Weil ich mir eben nur schwer vorstellen kann, dass jede einzelne dieser Frauen aus freien Stücken diese vollkommene Verschleierung wählt. Und nicht das trägt, was sie gerne tragen würde.“..
    oder
    ..“Und ja, ich habe den unglücklichen Blick der Frau wahrgenommen, die gestern mit ihrem Mann am Hotelpool lag. „…
    sehr unreflektiert.
    Nur weil Du es Dir nicht vorstellen kannst? Oder weil Du einen traurigen Blick wahrgenommen hast?
    Wenn Du sie gefragt hättest, hättest Du womöglich eine interessante Antwort erhalten.

    P.S. ich könnte mir persönlich nicht vorstellen, verschleiert meinen Alltag zu beschreiten, allerdings finde ich es sehr spannend, andere Kulturen zu erleben, und dazu gehört eben auch sich der Kultur anzupassen, ansonsten ist man eher der Zuschauer dieser Kultur und ist weit von „erleben“ entfernt.

  • 19
    01
    2015
    15
    D
    Dotty

    Liebe Sarah,

    ich bin gerade zufällig auf deinen Post gestoßen und möchte kurz auch meine ganz persönliche Meinung dazugeben. Es ist ein sehr schwieriges Thema und vermutlich wolltest Du einfach nur deine Gedanken mitteilen. Ich glaube allerdings, dass der Zeitpunkt gerade einfach schlecht ist, da hier aufgrund der Pegida-Thematik so einiges hoch kocht.

    Ich hatte den gleichen Gedankengang in den letzten Tagen, nur andersherum (natürlich aufgrund der Pegida): Wieso verlangen wir, dass man sich hier in Deutschland allem anpasst und wollen aber im Spaghettiträger-Top durch Dubai flanieren?!

    Ich persönlich halte es mit der Frage so: Wenn ich in ein anderes Land reise, dann tue ich dies vor allem deswegen, weil mich die andere Kultur interessiert. Da fände ich es dann von mir respektlos, wenn ich mich den Gepflogenheiten dort nicht wenigstens ein bisschen anpasse und zum Beispiel in Dubai meine Schultern und Knie bedecke. Ich finde, das ist nicht viel verlangt. Man erwartet von uns ja nicht, dass wir uns komplett verhüllen. Wir sind dort Gäste und sollten uns -meiner Meinung nach- dann auch dementsprechend verhalten.

    Nun mag der Eine oder Andere denken, dass das in Deutschland ja auch nicht jeder „Gast“ tut. Das dann allerdings als Begründung zu nehmen, sich als Tourist genauso zu verhalten, finde ich dann ziemlich schade.

    Und an einige der Kommentatorinnen vielleicht noch der Hinweis: Es ist immer leicht, Fremdes nach den eigenen Maßstäben zu bewerten und zu sagen „Ja aber, warum lassen sich die Frauen dort so unterdrücken…“ – Wir leben aber nicht unter diesen Umständen und können uns daher nur schwer bis gar nicht vorstellen, warum eine Frau in der islamischen Welt dem nachgibt und sich verhüllt. Leben und leben lassen, das ist die Devise ;-)

    P.S. Der Islam ist im Vergleich zum Christentum noch eine sehr junge Religion. Die „Kleiderordnung“ bei uns Christen war zur gleichen Zeit auch nicht so viel besser ;-)

  • 20
    01
    2015
    15
    S
    Sabrina

    Ich hab deinen Beitrag vor zwei Tagen gelesen, und musste mir erstmal klar werden, wie ich eigentlich drüber denke und wie ich das bisher gehandhabt habe. Ich bin gerade im Zuge meiner Weltreise in Indien und Malaysia unterwegs, die außerhalb der Städte schon sehr tradionell oder muslimisch sind. Und ich hab das genauso gemacht wie du. Keine Burka oder Kopftuch getragen, auch keine traditionelle indische Kleidung getragen, aber Schultern bedeckt, und meistens sogar lange Röcke oder Kleider oder lange, weite Hosen getragen. Anders wäre mir selbst unwohl gewesen. Ich behaupte, ich habe mich angepasst, ohne mich oder meinen Stil aufzugeben. Das finde ich wichtig, aber ich denke, keiner kann behaupten, dass sein Stil nur aus Shorts und knappen Tops besteht.
    Allerdings habe ich sehr viele Kinder (12-14) gesehen, die schon Kopftücher tragen. Natürlich ist es was religiöses, aber dennoch sollte diese Entscheidung von jedem selbst getroffen werden und  ich kann mir nicht vorstellen, dass viele das in dem Alter freiwillig entscheiden (können). Welches 12jährige Kind bei uns kann denn wirklich solche Entscheidungen treffen? Nicht umsonst sind die Kinder doch in diesem Alter noch unmündig. Ich finde, es sollte so was wie ein Mindestalter für Kopftücher geben, 18 oder so. Viel früher kann man solche weitreichenden Entscheidungen doch gar nicht selbst treffen und jemand anders sollte so eine Entscheidung nicht für einen treffen.
    Und ich sehe auch wie du an vielen Ecken das Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau und das macht mich tierisch wütend. Das ist für mich Diskriminierung.

  • 20
    01
    2015
    15
    E

    Schwieriges Thema, über das ich mir vorletztes Jahr während meines einmonatigen Jordanienaufenthalts auch viele Gedanken gemacht habe. Ich verstehe genau, wie Du es meinst, und sehe es wie Du.

    Ich finde, wir sollten die Regeln in muslimischen Ländern respektieren. Wir sind Gast im Land haben uns daher an die Regeln zu halten, ob uns das passt oder nicht. Und ich denke, jeder soll machen, was er oder sie will, und tragen, was er oder sie will. Ich persönlich kann mich aber nicht mit der Vollverschleierung von Frauen anfreunden, denn der Koran schreibt nichts dergleichen vor (habe den Koran gelesen und weiss daher, wovon ich spreche). Als ich eine Moschee besuchte und mich verschleiern musste, habe ich mich wirklich unwohl gefühlt. Klar, für die meisten Musliminnen ist es normal, sich zu verschleiern, und die meisten hinterfragen es auch nicht. Aber für mich ist es eine Frage der Gleichberechtigung, dass eine Frau nicht vorgeschrieben bekommt, was sie tragen soll und was nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Niqab oder eine Burka besonders angenehm sind bei den Temperaturen in den VAE. Und dass diese Frauen vielleicht lieber etwas leichteres tragen würden, denn zur Vollverschleierung gehört nicht nur der Gesichtsschleier, sondern auch Handschuhe und hochgeschlossene Schuhe.

  • 20
    01
    2015
    15
    J

    Ich habe mich mit diesem Thema eher das erste mal in dem zweiten ‚Sex and the City‘ Teil auseinandergesetzt, aber so richtig eigentlich noch nie. Doch du hast gerade wirklich mein Interesse geweckt, da ich ein bisschen überlegt habe und zu dem Schluss gekommen bin, dass du recht hast. Natürlich akzeptieren wir die Religion und Traditionen andere aber heißt das, dass wenn wir in das Land Kommen, wir uns auch so verhalten müssen, nur, weil sie diese Religion haben? Wie du schon gesagt hast, verlangen wir derartiges schließlich auch nicht von Ihnen. Klar, wir würden nie sagen : ‚hey du! Sofort eine hot pants anziehen!‘ Nun, ich denke, wir Deutschen sind einfach in dem Thema toleranter..
    Liebe Grüße,
    Julia

  • 21
    01
    2015
    15
    A
    Afet

    Wie ätzend ich dieses ganze Thema finde… Meine Familie ist türkisch. Ich bin in Deutschland geboren und in meiner Brust schlagen zwei Herzen. Ich bin sehr froh, dass meine Eltern nicht religiös sind und ich deshalb sehr „westlich“ aufgewachsen bin. Das ganze Thema Religion nervt mich zu Tode!
    Ich kann verstehen, was Sarah damit sagen möchte. Ich kann es ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen, wenn eine Frau freiwillig ihr schönes Haar verdeckt. Aber dann zum Friseur geht uns sich Strähnchen machen lässt. Es ist doch wirklich schade, wenn dann die Aussage kommt „ich mache es für meinen Mann“. Ist es das was eine Frau möchte? Sich nicht frei entfalten? Tragen was sie will und das nicht nur hinter verschlossenen Türen, sondern auch in der Öffentlichkeit? Wie heuchlerisch manchmal Frauen sein können, zeigt doch, wenn im Sommer bis zum Schenkel aufgeschlitzte Maxiröcke und im Gesicht das übelste Make-Up mit falschen Wimpern getragen wird, ABER ein Kopftuch. Bitte! Es mag sein, dass es Frauen gibt, die es für die Religion tun und absolut zufrieden sind mit ihrem Leben, aber die Mehrheit tut es nicht freiwillig. Ein gewisser Druck steckt immer dahinter.
    Ein vom Herzen religiöser Mensch – egal ob Christ oder Moslem – benötigt kein Zuschaustellen seiner Religion. Es passiert aus dem Herzen heraus.
    Was eine Niqab und eine Burka betrifft, ist für mich schlicht und ergreifend frauenverachtend!!

  • 23
    01
    2015
    15
    C
    Corinna

    Ich fand deinen Post interessant und ich persönlich denke, dass du deine Worte behutsam gewählt hast. Das dieses Thema immer polarisiert ist klar – allerdings geht es hier ja auch nicht ob eine objektive Analyse eines Themas, sondern um deine persönliche Meinung auf deinem persönlichen Blog. Und da solltest du auch genau das schreiben, was du für richtig hältst. Ich finde, du hast dir viel Mühe gegeben deutlich zu machen, dass du niemanden mit diesem Beitrag angreifen und verletzen wolltest.

  • 24
    01
    2015
    15
    E
    Ella

    Liebe Sarah,

    das ist ein wirklich schwieriges Thema.
    Ich glaube wir christlich geprägten Menschen können den tiefen Glauben der Muslime nicht WIRKLICH verstehen. Natürlich versuchen wir es und sind auch teilweise sehr tolerant, aber selbst Toleranz hat ihre Grenzen, was ja auch in anderen Fällen richtig ist (Mord, Terror u.s.w). Das Problem ist, dass der tiefe Graben zwischen Muslime und Christen niemals vollkommen überwunden werden kann, weil nicht nur die Religion uns spaltet, sondern auch die Kultur und Mentalität (friedliches Miteinander ist aber möglich und sollte immer angestrebt werden). Deswegen können wir auch nicht nachvollziehen, wieso Muslime sich so angegriffen fühlen, wenn der Prophet Mohammed gezeichnet wird. Der dogmatische Glaube der Muslime ist sehr tiefverwurzelt in der Kultur.
    Ganz banal betrachtet müssen wir auch anerkennen, dass der Islam die Jüngste Religion ist. Und im Vergleich dazu, hat das Christentum ja wirklich recht lange gebraucht um z.B. die Hexenverbrennung abzuschaffen. (Ist außerhalb Europas immer noch nicht abgeschafft).
    Vielleicht sollten wir die Entwicklung in der Auslegung nicht unterschätzen. (Auch wenn der Koran Gottes Wort ist und es da nicht so viel zu interpretieren gibt, sondern eher so anzunehmen)

    Bei den Fragen wie, weshalb man sich an die Kultur des muslimischen Landes anpassen muss und andersrum dies aber nicht passiert, ist recht einfach zu verstehen. Ich weiß jetzt nicht wie es bei anderen ist, aber ich fühle mich nicht angegriffen, wenn ich eine Frau verschleiert sehe. Es ist vielleicht ungewöhnlich und im ersten Moment abschreckend, aber nur weil mir das unbekannt ist und nicht, weil es meine Religion, meinen Gott und deshalb auch mich beleidigt.

    Was Dubai angeht, also normalerweise tragen die Frauen einen Niqab, wenn sie aus Saudi Arabien kommen. Die Frauen in Dubai tragen teilweise (natürlich auch eher die Jüngeren) nichtmal ein Kopftuch und sind sehr gut ausgebildet mit einer westlichen Prägung. (Was man an Dubai auch erkennen kann, also die westliche Prägung).
    Natürlich kann man da auch nicht von der Gleichstellung sprechen, aber immerhin würde ich das Land als relativ modern bezeichnen und man muss auch anerkennen, dass es dieses Emirat in dieser modernen Form noch nicht all zu lange gibt, demnach sollten wir uns noch überraschen lassen, was die Zukunft bringt.

    Viele Grüße,

    Ella

  • 25
    01
    2015
    15
    D
    Debby

    Hallo @sarah, liebe LeserInnen,

    Als erstes möchte ich sagen, dass ich den Verlauf der Kommentare und die verschiedensten Sichtweisen von unterschiedlichen Perspektiven sehr interessant finde. Ohne meine persönliche Meinung hierzu äußern zu wollen finde ich, dass es sehr mutig von @sarah ist, dieses schwierige Thema in einem durchaus als kritisch zu verstehenden Artikel im Internet zu äußern. Hierfür meinen vollen Respekt, denn wie ich die Kommentare lese, wird einiges meines Erachtens ein wenig überspitz verstanden. Wenn man dem Blog etwas länger folgt (Vorallem der Weltreise) lernt man Sarah als eine Bloggerin kennen, die gern in andere Kulturen eintaucht, sie erlebt und kennenlernen möchte und keinesfalls Frauen auf etwas wie ihre Kleidung oder ihr Äußeres reduziert (hierzu ein kleiner Tipp: Sarah Artikel über den „magerwahn“ in der Modebranche, der durchaus dafür spricht, dass jede Frau sein sollte wie sie ist!). Sollte jemand sich fragen, wieso ich mein persönliche Meinung hier nicht kundtue, sondern nur vorhergegangene Kommentare „aufgreife“, ich habe dass Glück in einer Gesellschaft aufgewachsen zu sein, in der man seine Meinung frei äußen kann, aber genauso das Recht hat, sie für sich zu behalten(!!) und davon abgesehen über die Kommentare, die mit einem Thema zusammenhängen zu sprechen, ohne jemand zu beurteilen.

  • 12
    02
    2015
    15
    A
    Amelia

    Also ich finde es schon wichtig, sich über die Kultur des jeweiligen Landes zu informieren und dann auch den Koffer danach zu packen. Ich bin vor 2 Jahren nach Ägypten gereist und habe mir z.B. vorher ein langes Sommer-Kleid bestellt, sodass meine Knie bedeckt sind und ein leichtes Jäckchen für die Schultern. Sonst kommt man in gewisse Gebäude auch gar nicht rein. Ich habe dort auch einige Reisegruppen gesehen, wo vor allem Frauen Miniröcke getragen habe und dann von den Einheimischen komisch beäugelt wurden. Aber ja, meiner Meinung nach sollte man sich schon etwas anpassen!
    Amelia

  • 28
    06
    2015
    15
    S

    Liebe Sarah,
    ich bin auch stille (aber eifrige) Leserin deines Blogs, aber diesmal muss ich dir einfach sagen, dass dein Beitrag einer der besten ist, die ich je zu diesem Thema gelesen habe. Lass dich nicht von denjenigen verunsichern, die immer mit Absicht alles falsch verstehen! An deinem Artikel war nichts falsch zu verstehen, er war respektvoll, rücksichtsvoll und tolerant. Bleib so frei und mutig und aufrichtig und klar im Kopf!

  • 20
    01
    2016
    16
    J
    Jasmin

    Liebe Sarah,
    Ich folge dir schon lange, aber das ist das erste Mal, dass ich mich mal zu etwas äußern möchte. Ich selbst bin eine Deutsche, wohne in Deutschland, bin zum Islam konvertiert und trage seit Kurzem den Niqab. Ich habe mich lange Zeit nicht getraut, ihn zu tragen und habe immernoch manchmal Panik davor, verschleiert aus dem Haus zu gehen, weil man einfach so viele Anfeindungen dadurch erlebt. Aber trotzdem ziehe ich es jetzt durch, weil ich einfach davon überzeugt bin. Das ist eine Sache der Schamhaftigkeit. Ich fühle mich unwohl, wenn ich weiß, dass ein fremder Mann mein Gesicht sehen kann und evtl. mich ansieht und sich denkt „Wie hübsch“ oder vielleicht andere Sachen. Bei den Muslimen liegt die Grenze der Schamhaftigkeit einfach höher als bei Nicht-Muslimen. Ein anderer Grund ist auch: Niemand würde im Minirock oder in Hotpants zu einem Vorstellungsgespräch oder zur Arbeit in einer Anwaltskanzlei gehen. Warum? Weil wir Respekt vor unserem Arbeitgeber haben und er das so verlangt. Bei Muslimen ist es eben so, dass der Respekt vor unserem Schöpfer noch viel größer ist und deshalb bedecken wir uns, ob wir aus dem Haus gehen oder im Gebet. Ansonsten sind die meisten Muslimas auch sehr modisch. Nur erlaubt uns unsere Schamhaftigkeit und der Respekt vor Gott nicht, das öffentlich zu zeigen, sondern nur vor dem eigenen Ehemann. Er hat das Recht, uns so zu sehen und wir sollten uns auch immer für unseren Ehemann schön machen. Im Gegenzug bekommen wir ja auch was von ihm, er versorgt uns, behandelt uns gut und liest uns jeden Wunsch von den Augen ab (zumindest sollte er das, wenn er ein guter Muslim ist). Also wieso muss ich mich für Männer draußen hübsch machen, von denen ich nichts in der Art erwarten kann? Die freuen sich über den schönen Anblick und was hab ich davon? Natürlich SOLLTE der Muslim auch entsprechend seiner natürlichen Veranlagung sich bedecken, das ignorieren die meisten aber gerne. Knie bis Bauchnabel ist Pflicht, in bestimmten Fällen müssen die Schultern auch bedeckt sein. Ist auch nicht schlimm, denn wer findet behaarte Männerwaden schon schön? Zu dem Punkt, dass nicht alle sich freiwillig verschleiern: In Europa würde ich mal schätzen, dass es 99% der Frauen sind, die es freiwillig machen. In den arabischen Ländern ist das wahrscheinlich nicht der Fall, aber die meisten machen es trotzdem, hauptsächlich deswegen, weil sie die gesellschaftliche Ablehnung fürchten. Genau der gleiche Grund, wegen dem ich mich anfangs nicht getraut habe, den Niqab zu tragen. Also ist das nicht mal so ein großer Unterschied. Und der Unterschied zwischen Deutschland und den arabischen Ländern und warum man dort keine Tops und Hotpants trägt, aber hier schon, ist ganz einfach: Deutschland ist ein demokratisches Land. Jeder hat hier das Recht, sich zu kleiden wie er will, da darf der Staat nicht eingreifen. Deshalb leben auch so viele verschiedene Menschen hier, hier darf nämlich (eigentlich) niemand diskriminiert werden. Sollte jedoch ein Gesetz erlassen werden, dass Niqab verboten wird, sehe ich mich, und so geht es sicher auch vielen anderen geborenen und konvertierten Muslimas, gezwungen, mein Heimatland zu verlassen, da ich meine Religion, die ich gewählt habe, nicht in dem Ausmaß praktizieren kann, indem ich es möchte und meine Religion mir wichtiger ist als ein Land, in das ich zufälligerweise reingeboren wurde.
    Das sind meine Gedanken zu dem Thema, tut mir leid, wenn es etwas länger geworden ist. :) Ich wünsche euch allen das Beste und in meinen Augen ist das Beste der Islam, also: Möge Allah, gepriesen und erhaben ist Er, euch rechtleiten. :)

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