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Josie loves auf Weltreise:
Huntsville, der Algonquin Nationalpark, Ottawa und Einkäufe im Land der XXL-Packungen

Rahmen

Nachdem wir zwei Nächte in Niagara Falls verbracht hatten, machten wir uns am Vormittag unseres dritten Tages zum zweiten Stopp unseres Road Trips auf: Huntsville, ein kleines Städtchen in der Nähe des Algonquin Nationalparks. Eigentlich reicht eine Nacht an den Niagarafällen völlig, aber da wir am ersten Abend erst spät ankamen, wollten wir unseren ersten Tag gemütlich angehen lassen, tagsüber ein Hotelzimmer haben (In Kanada mussten wir übrigens in allen Hotel- und Motelzimmern schon um 11 Uhr auschecken) und nicht gleich wieder am Nachmittag weit über 300 km fahren. Bei einem Road Trip ist ja oftmals der Weg das Ziel, dies galt aber erst für den zweiten Teil unserer Strecke. Der erste Teil der Strecke nach Huntsville führt komplett auf einem Highway zurück nach Toronto, besonders schöne Natur sucht man vergebens. Erst einige Kilometer nach Toronto beginnen die weiten Wälder und malerischen Landschaften, für die Kanada so bekannt ist. Die letzten hundert Kilometer unserer Strecke waren sehr idyllisch, von Seen, Wäldern und Felsformationen gesäumt.

Nachdem wir an unserem ersten Nachmittag in Huntsville noch einen ausgiebigen Spaziergang an einem nahe gelegenen See (Fragt nicht, wie er hieß, denn in Kanada gibt es soooo viele Seen) mit kleinem Badestopp gemacht haben, stand am nächsten Morgen der berühmte Algonquin Nationalpark auf dem Programm. Mit dem Auto fuhren wir rund 40 Kilometer zur Pforte, wo man eine Gebühr von 16 Dollar „Daily Vehilcle Permit“ für den Tag zahlten. Im Prinzip kann man einfach durch den Park fahren, denn der Highway 60 führt circa 60 Kilometer quer durch den Park. Allerdings braucht man den Beleg, sobald man vom Highway ab auf einen der Parkplätze fährt.

Was macht man in einem kanadischen Nationalpark? Fahrradfahren, Wandern oder Kanufahren!

Wir entschieden uns für letzteres und mieteten ein Zweierkanu (ich glaube es waren mit Steuern 32 Dollar für 4 Stunden), um kurz darauf auf den Canoe Lake hinaus zu paddeln, das wunderschöne Wetter und die Ruhe zu genießen.

Nach unserer Tour fuhren wir mit dem Auto noch einige Kilometer weiter zum Visitor’s Center, wo man von einer Plattform aus über einen großen Teil des Parks blicken kann.

Wenn man sich dafür entscheidet, seinen kompletten Urlaub in den Nationalparks zu verbringen, ist ein Wohnmobil übrigens sicher eine gute Wahl. Für uns stand das allerdings nicht zur Debatte, da wir auch viel Zeit in den Städten verbrachten. Ich persönlich hätte Zelten total spannend gefunden, aufgrund unseres begrenzten Reisegepäcks für fünf Monate Amerika wäre die Camping-Ausrüstung aber viel zu umfangreiches Gepäck nur für die zwei Wochen Kanada gewesen. Der Algonquin Provincial Park ist sehr, sehr schön, auch der Weg dahin und von dort aus zu unserem nächsten Stopp Ottawa hat mir sehr gut gefallen. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich dort nichts Neues gesehen habe. Nichts, das mich völlig umgehauen hätte. Weite Wälder und glitzernde Seen, das haben wir im Süden Deutschlands auch. Irgendwie kam mir der Park ein klein wenig wie die XXXL-Version von Bayern vor. Dazu aber an anderer Stelle noch einmal mehr. Und wenn wir schon beim Thema XXXL sind: Ich fand es sehr amüsant, in kanadischen Supermärkten einzukaufen. Denn dort ist alles XXXL. Kleine Packungen? Gibt es nicht! Gar nicht so einfach, wenn man nur etwas für einen oder zwei Abende kaufen möchte. Als wir uns für zwei aufeinanderfolgende Abende Zutaten für eine Brotzeit kaufen wollten, verließen wir schließlich mit einer XXXL-Packung Eier, XXXL-Butter, XXXL-Toast (700 Gramm) und XXXL-Frischkäse, XXXL-Aufschnitt, einem 50-er-Pack Plastiktellern und 100 Plastikmessern den Laden. Alles in allem jeweils die kleinsten Packungen, die wir finden konnten.

Nach zwei Nächten in Huntsville ging die Reise weiter in das rund 300 Kilometer entfernte Ottawa. Obwohl Ottawa die Hauptstadt des Landes ist, ist sie bei uns nicht annähernd so bekannt wie beispielsweise Toronto oder Montreal. Viele rieten uns sogar mit  „Ottawa lohnt sich gar nicht.“  ab. Dennoch entschieden wir uns, zwei Nächte in dem überraschenderweise recht beschaulichen Städtchen zu verbringen. Wir hatten auch hier Glück mit dem Wetter. Es war sehr warm, aber nicht zu warm, und die Sonne tauchte alles in ein angenehmes Licht. Chris und ich lieben es, stundenlang durch uns unbekannte Städte zu spazieren und Neues zu entdecken. In Ottawa ist es sehr einfach, alles zu Fuß zu erkunden. Ottawa hat Kleinstadtcharme und man würde ehrlich gesagt nie auf die Idee kommen, dass man sich gerade in der Hauptstadt eines so großen Landes befindet. Ein guter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel und zugleich Haupt-Sehenswürdigkeit ist sicherlich die Gegend rund um den Parliament Hill.

Am besten gefallen hat uns die Gegend rund um den ByWard Market mit zahlreichen kleinen Restaurants, Läden mit französischem Charme, Boutiquen und natürlich allerlei Marktständen.

Sehr schön ist auch die Gegend unterhalb des Fairmont Chateau Hotels, wo man am Wasser entlang spazieren oder Fahrräder für eine kleine Tour leihen kann. Ebenfalls sehr beliebt: Eine Bootsfahrt auf dem Rideau-Kanal.

Wir hatten zwei sehr entspannte Tage in Ottawa, und ich kann die Stadt für einen Zwischenstopp auf jeden Fall empfehlen. Großstadt-Feeling gibt es schließlich noch reichlich in Montreal und Toronto.


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3 COMMENTS

  • 16
    08
    2014
    14
    D

    Hi Sarah,
    eigentlich halte ich nicht viel von Kanada…zumindest habe ich das vorher immer geglaubt…aber nach deinen Bildern und Berichten habe ich echt lust auch über Kanada zu bloggen:D

    http://www.daily-mayli.blogspot.de/

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