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Bye Bye, (perfektes) Instagram!

Rahmen

Zuallererst möchte ich betonen, dass es sich hier nicht um einen weiteren Post zu Essena O’Neill und ihrer Erkenntnis „Social Media Is Not Real Life“ handelt. Für mich war schon immer klar, dass Social Media viel mit Illusion zu tun hat und Gott sei Dank fühle ich mich nicht nur bestätigt, wenn ein Selfie besonders viele Likes bekommt.

Und um doch meine fünf Cent zu dem Thema abzugeben: Ich finde es gut und wichtig, dass eines der jungen, erfolgreichen „Instagram Girls“ dieses Thema aufgreift und reflektiert betrachtet. Aber das war’s auch schon, denn darum geht es heute gar nicht. Sondern um mein eigenes Instagram-Verhalten, das sich im Laufe der Zeit sehr geändert hat.

Vor mittlerweile einem halben Jahr bin ich nach Deutschland zurückgekommen. Vor meiner Weltreise habe ich einfach immer „irgendwas“ bei Instagram gepostet. Alles, was mir gefiel. Mal mit einem starken Filter, mal ohne. Je nachdem, was zum Bild passte. Zugegeben, mein Feed im Ganzen sah nicht wirklich schön aus, aber es waren ja auch Schnappschüsse.

Mein Instagram Feed wenige Tage vor der Weltreise:

Und dass 12 Schnappschüsse farblich zufällig zusammenpassen, passiert vermutlich nie. Während der Weltreise hatte ich sehr viel Freude an Instagram, denn so konnte ich euch, die Josie loves Leser, mit auf die große Reise nehmen. Außerdem war die Reise für eine Foto-App natürlich sehr dankbar, denn es gab täglich wunderschöne Motive en masse.

Dann kam ich zurück, besuchte erste Termine, sprach mit vielen Kollegen. Und immer kam das Thema „Instagram und Instagram-Follower“ auf. Plötzlich fiel mir auf, dass ich im Bezug auf Instagram ganz schön hinterherhinkte. Sowohl, was Followerzahlen betrifft als auch die Kreation eines Konzepts. Ich hatte kein Farb-/Themenkonzept. Und ja, 2015 braucht man so etwas. „Einfach etwas posten“ gibt es nicht mehr. Außerdem braucht man mindestens zwei Foto-Apps, mit denen man seine Bilder ausgiebig bearbeitet. Wurde mir gesagt.

Viele Kollegen hatten deutlich mehr Instagram-Follower als ich, manche sogar sechsstellige Zahlen. Außerdem gab es plötzlich jede Menge „Instagram-Girls“, die hunderttausende Follower, oftmals aber nicht einmal einen Blog hatten. Wäre mir persönlich eigentlich ziemlich egal, wäre da nicht die Tatsache, dass Instagram für Firmen mittlerweile immens wichtig ist. Die Frage „Wie viele Follower hast du?“ dreht sich meist nicht mehr um die eigentlich wichtigste Wertung der monatlichen Blogleser, sondern fast immer um Instagram. In Mediakits (der Visitenkarte eines Bloggers mit allen Daten) werden mittlerweile nicht mehr nur die Klicks auf den Blog, sondern auch die Likes pro Instagrambild angegeben. Wie viele Visits Ciara Ferragni monatlich auf The Blonde Salad hat? Keine Ahnung! Aber jeder weiß, dass sie bald die 5 Millionen Instagram-Follower-Marke knacken wird.

Für mich war und ist immer der Blog das Nonplusultra. Instagram war mir lange Zeit schlicht und einfach nicht wirklich wichtig. Texte finden auf dem Blog statt, Shootings und Ideen werden für den Blog produziert, auf Instagram gibt es lediglich Schnappschüsse nebenbei. Was also tun, wenn Instagram so plötzlich solch eine große Bedeutung hat? Follower kaufen, um oben mit schwimmen zu können? Kam für mich niemals in Frage. Also fing ich vor ein paar Monaten an, Bilder zu posten, die der allseits beliebten Norm entsprechen. Zumindest halbwegs. Denn „bis ins letzte Detail inszenieren“ war mir oftmals einfach zu anstrengend.

Liest man Instagram-Tipps, wird immer von „viel Weiß“ und einem „cleanen Feed“ gesprochen. Warum eigentlich? Die Welt ist doch so schön bunt! Auf keinen Fall darf das Licht warm sein. „Gelbstichig“ ist out. Alles soll möglichst kalt sein.

Manchmal lade ich auf Instagram ein Bild vom Blog hoch, zum Beispiel um ein Outfit anzuteasern. Damit das Bild in den Feed passt, muss das Licht völlig abgeändert werden. Vollkommen absurd, zumal das ursprüngliche Bild für sich oftmals doch viel besser aussah.

Ein Beispiel: Das Bild auf Josie loves

Die Instagram-Variante

Früher habe ich bei Instagram genauso wie bei meinen Blogbildern gerne die Farben betont (Nicht, um sie zu verfälschen, sondern um die Schönheit von etwas hervorzuheben. Auf Bildern kommen Farben selten genauso intensiv rüber wie „in echt“), heute entnehme ich dem Bild die Farbe, damit es auch ja gut in den hellen Feed passt.

Eigentlich völlig absurd: Geschmäcker sind so verschieden, aber auf Instagram haben wir plötzlich alle denselben? Lieben alle nur „clean“ und weiß“? Ich stimme der Aussage: „Instagram ist eine Foto-App, hier möchte man nur Schönes sehen!“ absolut zu, aber „Schönes“ ist doch eigentlich so vielfältig. Meine Welt ist doch so bunt, warum mein Instagram-Feed nicht auch? Fragen, die ich mir aktuell stelle …

Ich habe überlegt, Instagram schlicht und einfach nur noch als Zuschauer zu konsumieren und gar nicht mehr selbst zu posten. Aber das geht leider nicht. Nicht in meinem Job. Instagram ist zu wichtig geworden.

Und eigentlich würde ich doch gerne wieder Schnappschüsse teilen. Der Ursprungsgedanke, die Leser eines Blogs hinter die Kulissen mitzunehmen. Und nicht möglichst viele Follower zu sammeln, die sich vermutlich noch nicht ein einziges Mal den Blog angeschaut haben.

Ich bin keines dieser Instagram-Girls. Ich hasse es, Selfies von mir zu knipsen und vergesse auch ab und an, eine Woche lang ein Bild zu posten, auf dem auch ich zu sehen bin. Abgesehen davon bin ich nicht skinny und möchte das auch nicht sein. Pech, wenn es um Instagram geht. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.

Fun Fact am Rande: Das einzige Mal, dass ich von der größten Instagram-Outfitseite gefeatured wurde, war der Look am Tag vor meiner Hochzeit, für die ich einige Kilos abgenommen hatte. Das dünnste Outfit meiner Blogzeit, sozusagen. Hier seht ihr den Blogpost.

Vor einigen Monaten amüsierte ich mich noch über diese perfekte Welt in meinem Instagram-Gedanken-Post, mittlerweile inszeniere ich selbst. Nicht mich als Person, aber die Dinge, die ich schön finde. Und ich schüttle über mich selbst den Kopf.

Denn wisst ihr was? Meinetwegen passt mein Feed jetzt farblich wunderschön zusammen, aber ganz ehrlich: Er langweilt mich. Und er könnte im Prinzip der Feed jeder anderen x-beliebigen Person sein. Individualität? Fehlanzeige.

Wenn sich vor zwei Jahren liebe Bloggerkolleginnen getroffen haben, knipsten wir gemeinsam Bilder und stellten diese an Ort und Stelle sofort online. Wenn man sich heute trifft, wird kein gemeinsames Bild mehr gemacht, nur die Süßigkeiten am Rande der Präsentation fotografiert und Tage später nach ausführlicher Bearbeitung online gestellt. Kein Mensch mehr postet spontan. Es gibt keine Momentaufnahmen mehr. Bilder auf einer Abendveranstaltung? Lieber nicht, das dunkle Bild zerstört doch den Feed!

Wie eigenartig das alles ist, fiel mir vor kurzem auf, als mich meine liebste Sue besuchte und wir (die eigentlich immer kritisch der Social Media Perfektion entgegenstanden) plötzlich im Café saßen und uns vor dem ersten Schluck fünf Minuten mit der Inszenierung unserer Getränke beschäftigten und danach das Bild möglichst hell zeichneten. Wir kamen uns zwar komisch dabei vor, akzeptierten aber die verwunderten Blicke der anderen Gäste als Teil unseres Jobs.

Ich habe für Instagram schon immer gerne mein Frühstück oder diversen Süßkram fotografiert. Ich liebe den visuellen Effekt von Essen und freue mich riesig, wenn ich kunstvoll arrangierte Pancakes serviert bekomme. Das Fotografieren von Essen an sich? Finde ich ehrlich gesagt ziemlich bekloppt, aber es gehört für mich dazu, da diese Bilder gut ankommen und ich das Motiv ja wie gesagt selbst sehr schön finde. Und da werden die Einzelteile auch gerne mal näher zusammengerückt, damit es schöner wirkt. Das finde ich noch harmlos, solange es nicht zu besagter mehrminütiger Inszenierung ausartet.

Was mich besonders stört: Wie oft habe ich in letzter Zeit schöne oder einfach nur super interessante Motive nicht mit euch geteilt, weil sie eben „nicht in den Feed passen“.

Doch worum geht es mir eigentlich? Nicht darum, ab sofort nur noch „die Realität“, alltägliche und somit auch jede Menge „hässliche“ Momente und Situationen zu zeigen. Auch wenn ich das einwöchige Projekt #truthfullydariadaria meiner Kollegin Madeleine wirklich gut und sehr erfrischend als Zeichen gegen die Social Media Perfektion fand, möchte ich jetzt ab sofort nicht „die ungeschminkte Wahrheit“ zeigen, sondern lediglich schöne Motive, die mich inspirieren und erfreuen. Klar werde ich noch Filter verwenden, aber eben nur, wenn ich finde, dass sie ein Bild an sich verschönern, und nicht „damit das Motiv in den Feed passt“. Und wenn das Bild unbearbeitet am besten aussieht, dann finde ich das ganz wunderbar. #nofilter #backtotheroots

By the way: Ich freue mich schon sehr darauf, euch Marrakesch in den nächsten Tagen in all seinen wundervollen Farben zu zeigen.


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46 COMMENTS

  • 09
    11
    2015
    15
    L

    Was für ein toller Beitrag! Ich stimme dir zu hundert Prozent zu und ertappe mich selbst auch immer wieder bei diesen „Das ist zwar toll, passt aber nicht in den Feed“ Gedanken. Schade eigentlich! Bei deinem Vergleichsbild auf Blog/Instagram ist es mir besonders aufgefallen und ich könnte dir hunderte Beispiele bei mir selbst zeigen.
    Als ich letztens in Dubai war hatte ich genau solche Gedanken auf dem „Spices Market“. Eigentlich passten die Farben von den verschiedenen Gewürzen oder dem Teppich im Cultural Center so null in meinen Feed… ich habe mich dann aber doch dafür entschieden, weil es einfach dazugehört und ich diese tollen Aufnahmen meinen Lesern nicht vorenthalten wollte… auch wenn der Feed dann mal nicht ganz „clean“ war. Ich muss dir sagen: Die Fotos kamen viel besser an, als immer nur die ganzen gestellten, weißen Fotos… weil da einfach Seele hintersteckt. Ich möchte die „cleanen“ Fotos nicht missen, liebe sie dafür einfach zu sehr, aber ich glaube eine gewisse Mischung ist toll <3 xx Deine Laura (ups..der Comment ist ganz schön lang geworden :D )

  • 09
    11
    2015
    15
    P

    Ach Sarah, du sprichst mir aus dem Herzen. Ich liebe Instagram und gucke mir gern schöne Feeds an, aber manchmal finde ich es einfach nur anstrengend. Ich finde es wirklich schwierig, die Balance zwischen schönen Fotos und einem optisch ansprechenenden Feed und Schnappschüssen zu finden. Mein Feed hat innerhalb des letzten Jahres so oft seine Optik verändert und nun hab ich irgendwie ein bisschen die Lust verloren, etwas zu posten, weil mein Feed seit den letzten Wochen irgendwie unordentlich aussieht.

    Ich versuche auch gerade, eine neue Richtung zu finden, in der sowohl Schnappschüsse Platz haben als auch ein hübscher Feed zustande kommt. In dem ich auch noch zu erkennen bin. Denn mir geht es wie dir. Ich liebe Farben über alles. Ich gucke mir gern helle und entsättigte und gräuliche Feeds an, aber das bin nicht ich. Ich bin bunt und mag gesättigte Farben. Aber dann wird der Feed schnell ein bisschen unordentlich. Eigentlich Dinge, die völlig schnuppe sind, aber mir eben nicht. Weil ich Instagram mag und meine Bilder gern dort präsentiere.

    Ich mag deinen Feed übrigens sehr gern, eben weil er bunter ist als die meisten anderen der großen Bloggerinnen. Ich bin ehrlich und sag, dass ich den jetzigen Look schöner finde als den vor der Weltreise, aber ich like auch deine Bilder, wenn sie weniger weiß und weniger perfekt, aber dafür mehr Sarah sind. Dann like ich sie noch viel lieber.

    Und was meinen Feed betrifft, mal schauen. Momentan halten sich meine Follower noch sehr in Grenzen, aber wachsen beständig und ich suche mal weiter meinen Stil. Bei dem Instagramaccount vom Bikini Berlin, den ich betreue, hab ich ihn gefunden. Aber bei mir selbst nicht. Aber solche Selbstfindungsphasen gehören dazu. Bei Instagram wie im normalen Leben. Amen. ;-)

  • 09
    11
    2015
    15
    S
    Seda

    Und deshalb bist Du einer meiner Lieblingsbloggerinnen! Vielen Dank für deine ehrlichen Worte. Freue mich auf Deine Marrakesh Bilder.
    Gute Reise!

    LG
    Seda

  • 09
    11
    2015
    15
    K

    Ich gebe dir total recht, leider ist mein Account auch ein wenig ein Wirrwarr von allem möglicher und ich denke ich bekomme deswegen weniger Traffic als andere. Naja es sind einfach die Sachen die mich glücklich machen und dass ist alles was zählt!
    Grüsse Katie
    http://www.whatskatieupto.com

  • 09
    11
    2015
    15
    M

    Ich habe mal einen kleinen Selbsttest in den letzten Monaten gemacht: Ein paar Wochen lang habe ich nur das gepostet, was ich schön fand, ohne großen Plan. Die Follower-Zahlen sind nur leicht gestiegen. Dann habe ich ein paar Wochen ganz ganz krass auf meinen Feed und die Fotos geachtet, nichts war spontan oder so und die Followerzahlen sind stark angestiegen. Das war echt krass und auch irgendwie traurig. Mittlerweile habe ich glaube ich ein gutes Mittelmaß gefunden, poste dumme Selfies mit Freundinnen, aber auch schöne Bilder aus dem herbstlichen Wald und hin und wieder nett arrangierte Food-Fotos. Nur alles gestellt inszenieren würde mir gar keinen Spaß mehr machen…

    Ich habe also ähnlich Gedanken wie du, ich will natürlich weiterhin schöne Fotos auf Instagram posten, aber mein Blog ist und bleibt mein Baby in das ich meine meiste Zeit investiere! Danke für deinen Artikel. Und ich freue mich schon SO sehr auf deine Marrakech-Berichte und Bilder :)

  • 09
    11
    2015
    15
    J

    Großartiger Artikel, liebe Sarah! Mir geht es genauso, auch wenn ich noch nicht so lange bei Instagram dabei bin.. Ich finde diese ganzen ‚cleanen‘ Feeds soooo langweilig! Klar, sollten die Bilder irgendwie ‚aus einem Guss‘ sein, aber wenn es konsequent bunt und aus dem Leben ist, ist es das doch auch! Aber auf eine fröhliche, authentische Art, die viel interessanter ist als die perfekten, cleanen Posts! Ich freue mich sehr auf Deine zukünftigen, bunten Bilder! Toll, dass Du so echt bist!!
    Liebe Grüße,
    Juliane

  • 09
    11
    2015
    15
    S

    Hi Josie,

    super Artikel und sehr viel Wahrheit dran. Instagram ist in jedem Fall oft Selbstinszenierung und ganz viele Filter. Immer wenn ich normale, alltägliche Sachen poste verzerrt es das schöne gesamte Imstagram Feed. Aber weißt Du was? Auch mir ist das mittlerweile egal, denn ich glaube das Authenzität in jedem Fall länger währt und man und sich eher aus der Masse abhebt. Nicht umsonst gibt es den #nofilter, denn man kann stolz sein das wirklich reale Leben darzustellen. Ich finde es gut, dass Du da dem Mainstream nicht mehr folgen willst und back to the roots gehst und freue mich auf tolle bunte Bilder von Dir! :-)

    #thereallifenow

    Einen wundervollen Tag aus Hamburg,

    Susann

  • 09
    11
    2015
    15
    H
    Hannah

    Es würde mich sehr freuen, wenn Du bei Instagram wieder in Richtung „früher“ gehen würdest, denn ja, ich gebe zu: ich fand die geposteten Bilder in letzter Zeit auch schon ziemlich langweilig. LG Hannah

  • 09
    11
    2015
    15
    A

    Liebe Sarah,

    vielen Dank für den tollen Post. In was für einer verrückten oberflächlichen Welt leben wir eigentlich? Das bunte Bild passt nicht in den Feed und sieht nicht so schick und perfekt aus? Also könnte ein anderer fremder User denken, dass mein Leben auch nicht schick und perfekt ist? Was wäre eigentlich schlimm daran? Ist doch wurscht was fremde Menschen von einem denken, oder? Viele Instagram-User gauckeln der Welt doch ohnehin etwas vor, das gar nicht der Wahrheit entspricht. Aber so ist es ja auch mit der Werbung und auch mit vielen Menschen, denen man so in der Realität trifft. Und es ist so schade, dass IG nun auch mittlerweile von den Unternehmen gesteuert wird, die ihre Produkte platzieren wollen. Hat man ja dank Essena nun auch erfahren.

    Man muss es mit Distanz sehen:
    Wie viele ernähren sich wirklich so gesund, leben wirklich in einer immer hellen aufgeräumten Wohnung mit vielen Coffetable-Books und Duftkerzen und Chanel-Tüten in der Ecke, sehen immer perfekt aus, haben teure Klamotten (was für Jobs die jungen Hüpfer teilweise wohl haben)?

    Im Umkehrschluss gefragt:
    Wie viele essen dann doch eigentlich Schrott abends vorm Fernseher, leben in einer billigen Mietwohnung und nicht im Eigenheim, sehen morgens sch*** aus und weil sie sich die It-Bag vom letzten Geld gekauft haben, können sie den Rest des Monats nur noch Nudeln mit Ketchup essen… (das ist natürlich eine Überspitzung, aber Du verstehst bestimmt was ich meine). Man bekommt doch so viel vorgegaukelt.

    Mein Mann, der Instagram mehr als Kritisch sieht, hat sich vor einigen Tagen über den Feed einer Radio-Moderatorin aus unserer Stadt, den ich ihm mal gezeigt habe, aufgeregt (er benutzt weder Facebook noch Instagram noch sonst was und er ist trotzdem ein zufriedener Mensch). Er versteht das System nicht und sieht alles als Außenstehender mit Verwunderung. Er meinte zu mir: „Glauben die Leute die sowas posten ernsthaft, dass es irgendjemanden ernsthaft interessiert oder jemand das relevant findet, dass man gerade im Fitnessstudio steht oder wie das eigene Kind gerade im Ehebett eingeschlafen ist? Warum zeigt sich die Frau in einem mega knappen Outfit auf irgendeiner Veranstaltung? Weil sie Feedback und Bestätigung haben will.“ Irgendwie har er Recht. Er hat noch mehr gesagt, aber das sprengt hier noch den Rahmen für einen Kommentar.

    Ich habe auf meinem Instagram-Feed gestern erst einen Kommentar zu diesem Thema geschrieben. Ich mag Instagram als Inspirationsquelle für Themen, die mich interessieren… Ernährung, Reise, Interieur, Mode. Und ich interessiere mich für den Zeitgeist und will wissen, was relevant ist. Sehe das aber alles mit einer gewissen Distanz und nehme das meiste nicht für bare Münze. Viele ist einfach zu offensichtlich gestellt und unecht und nicht authentisch und viele andere Berichte von Bloggern, die sich auch diesem Thema gewidmet haben in der Vergangenheit, tun ihr übriges.

    Ich selbst poste auch gerne Bilder – aber als Working Mum hätte gar nicht die Zeit, mir mega Gedanken um das perfekte Arrangement der Bilder zu machen. Ich poste tatsächlich spontan. Und da ich einen richtigen Job mit Substanz habe und kein Instagram-Girl bin, das Geld damit verdient, sich selbst zu verleugnen, versuche ich Instagram immernoch als Spaß und nette Abwechslung zu empfinden, ohne Druck, ohne Zwang etwas jemanden weiß zu machen, was eigentlich gar nicht der Tatsache entspricht. Ich befürchte ohnehin, dass den Leuten, die Geld damit verdienen, das Ding irgendwann um die Ohren fliegt. Essena hat den ersten Schritt gemacht.

    Liebste Grüße aus Frankfurt.
    Anna

  • 09
    11
    2015
    15
    A

    Ich stimme Dir hundertprozentig zu! Die Instagramaccounts sehen heutzutage alle so puristisch, weiß und aufgeräumt aus. Das Leben ist zu bunt um die Momente nach der Instagramstrategie zu beurteilen. Übrigens finde ich auch nicht, dass man unbedingt die „reine“ Wahrheit zeigen muss um authentisch zu sein. Instagram ist kein privates Unterfangen – man will ja inspirieren oder etwas Wichtiges ansprechen. Liebe Grüße!

  • 09
    11
    2015
    15
    M
    MelZett

    Ein toller Text, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!
    Ich freue mich auf „warme“ Feeds von Dir ;-)

  • 09
    11
    2015
    15
    L
    LoveLife

    Ich wollte fragen wie du dein Grid so einheitlich kriegst :) also welche App verwendest du im die Bilder so zu umrahmen :) finde das optisch so toll!

  • 09
    11
    2015
    15
    I

    Spitzen Post! Also echt: Ich finde es ja etwas bedenklich, dass man den Instagram-Account wirklich durchplanen muss und alles farblich zusammen passen soll… die eigentliche Idee war es ja eigentlich nur seine Bilder mit seinen Followern zu teilen, wenn ich mich recht erinnere! Wenn es zufällig so läuft dass es alles passt ist das dann ja in Ordnung, aber auf Biegen und Brechen das Bild so bearbeiten, dass es mit dem Original nix mehr am Hut hat, nur um in den Feed zu passen, nein, das muss echt nicht sein.
    Ich unterstütze dich und dein Projekt voll und ganz, und glaube daran, dass ein Insta-Account auch toll sein kann, ohne das ganze drumherum! <3

    Liebe Grüße
    Ina
    http://www.ina-nuvo.com

  • 09
    11
    2015
    15
    C

    Liebe Sarah, sehr schön geschrieben. Ich finde es auch schade, dass jeder seinen Instagram Feed anpasst und alles farblich auf einander abstimmt. Instagram ist doch dafür da, Schnappschüsse zu zeigen. Und ich finde jeder sollte selbst entscheiden dürfen, wie seine Bilder aussehen und welche Filter er benutzt.
    Freu mich schon auf deine bunten Bilder aus Marrakesch.

    LG Caterina

    http://caterinasblog.com

  • 09
    11
    2015
    15
    M

    Genau das hab ich letztens auch in einen Post gepackt. Auch nicht, weil ich Essena abfeiere, sondern weil sie etwas anspricht, das mich tatsächlich stört. Das Unmittelbare fehlt. Und gehyped werden totale Perfektionsprofile, die total Fake sind. Mich nervte das ebenfalls und ich freu mich schon auf dein neues, altes Instagram.

  • 09
    11
    2015
    15
    J

    Was für ein toller, ehrlicher Artikel! Ich folge Dir schon lange auf Instagram, und mich haben vor allem Deine Bilder während der Weltreise total begeistert. Ich freue mich immer, wenn Du throwbacks aus der Weltreisezeit postest, und finde, sie können gar nicht farbig genug sein.

    Den Trend zum Weiß sehe ich auf Instagram täglich, kann ihn aber ehrlich gesagt nicht so richtig verstehen. Bei mir – wie glücklichrweise auch bei vielen anderen Instagram-Accounts mit Schwerpunkt Reisen – bleibt die Galerie bunt und wild durcheinander. Und ich freue mich jetzt schon riesig auf viele superfarbige Fotos aus Marrakesch. :)

    Liebe Grüße,

    Janina

  • 09
    11
    2015
    15
    C

    Wenn ich das so sagen darf: Die tollen, bunten Bilder deiner Weltreise haben mir am besten gefallen! Total inspirierend. Bunt finde ich persönlich einfach auch am schönsten. Mir wurde schon oft gesagt, dass „bunt“ auf Instagram gar nicht mehr geht und dass es ja kein Wunder wäre dass ich noch keine „10k“ hätte. Viel zu wenig weiß, viel zu viele Farben. Was soll’s! Freue mich sehr auf deine Marrakesch-Fotos, nachdem es für mich doch erst im nächsten Jahr klappt wirst du damit ganz schön die Vorfreude schüren :)

    Liebe Grüße!
    Conny

  • 09
    11
    2015
    15
    I

    Liebe Sarah,

    ein sehr guter Beitrag! Ich verstehe auch, dass du dich bezüglich deines Instagram-Feeds dem Druck angepasst hast, da du ja immerhin Bloggen nicht nur zum Spaß machst, sondern auch davon lebst. Diese Perfektion auf Instagram befürworte ich auch keinenfalls. Ich finde, es raubt einem die Freude am Posten und Spontanität gibt es hier schon lange nicht mehr. Dass die Firmen so auf Instagram-Zahlen abfahren, verstehe ich nicht, immerhin kann man Follower, wie du erwähnt hast, auch kaufen. Fake über Fake auf Instagram. Ich fand deine Instagrambilder schon immer toll! xoxo

    http://www.naomella.com

  • 09
    11
    2015
    15
    F

    Supergeiler, authentischer Beitrag liebe Sarah!

    Du sprichst mir so aus der Seele. Auch ich habe mich inzwischen dazu hinreißen lassen, den Feed entsprechend anzupassen, obwohl meine Welt auch nicht gerade farblos ist. Aber wenn man Dinge wie „Werbepartner achten ausschließlich nur noch auf Instagram Followerzahlen“ hört, überlegt man sich Möglichkeiten, um seine magere Followeranzahl zu pushen! Es ist extrem schwer & ich finde diese künstlich erschaffene Scheinwelt mittlerweile auch nicht mehr schön. Ich liebe das Leben, ich liebe Inspirationen & ebenfalls schöne Dinge, aber ich bin auch wie ich bin und oftmals ist mein Feed eben etwas chaotisch. Wenn ich dann nur auf 450 Follower komme…tja, dann ist das eben so, aber für nichts in der Welt möchte ich mich verbiegen lassen :-)

  • 09
    11
    2015
    15
    M

    Danke für deine offenen und ehrlichen Worte liebe Sarah. Jetzt weiß ich warum ich sowenige Follower habe :-( ich bin zu bunt und simple und poste eben immer das was gefällt. Kein Farbkonzept, keine Weichzeichnungsfilter :-( Bei dir mochte ich immer ne Menge. Weil du mir mit allem einfach sympathisch bist :-).
    Hey Ihr Lieben. Bin mit tenrador.de auf Instagram :-)

  • 09
    11
    2015
    15
    T

    Liebe Sarah,
    ich kann mich den anderen da nur anschließen. Ich bin allerdings keine Bloggerin, noch ein YouTube-Star oder sonst irgendjemand Bekanntes. Ich liebe einfach die schönen Bilder auf Instagram, die bunten, so wie aber auch die cleanen Bilder, Inzinierte wie auch spontane Schnappschüsse! Ich habe aber auch verhältnismäßig ziemlich wenige Follower. Aber trotzdem mache ich mir Gedanken über meinen Feed (dachte immer das heißt Timeline ;) ) Denn ich möchte auch mehr Follower mit meinen Fotos erreichen und natürlich freue ich mich über viele Likes! Aber sich darüber identifizieren zu müssen, muss schrecklich und furchtbar anstrengend sein. Instagram kann Spaß machen, aber nur so lange man nicht“ zu lange“ inszeniert und sich damit beschäftigt. Manchmal erwische ich mich dabei, wie lange ich wieder auf mein Handy starre-wie schnell 30,40,50 Minuten um sein können. Oft viel zu schade,diese Zeit, denke ich mir dann. Ich finde du hast es mal wieder auf den Punkt getroffen, Sarah! Ich kenne deinen Blog erst seit der Weltreise und auch deinen Instagram Account, umso spannender ist es, wie es sich bei dir entwickelt! :) Du bist so ziemlich der einzige Blog, den ich so häufig lese. Ich mag deine Natürlickeit. Bleib bitte immer so! :)
    Lieben Gruß von Tine <3

  • 09
    11
    2015
    15
    J

    Liebe Sarah,
    genau das finde ich auch total langweilig: dieses ewig weiße, cleane und schlichte Design auf vielen Blogs und Instagram Accounts.
    Mir war von Anfang an klar, dass ich nie so werden wollte und ich bin natürlich auch froh, dass ich beruflich nicht auf solche Sachen angewiesen bin und deshalb einen komplett bunten und warmen Instagram Account führen kann. Bis jetzt habe ich auch nur positives Feedback diesbezüglich bekommen. Klar, bekannte Blogger würden mir nie ins Gesicht sagen, dass ich einen schönen Blog und Instagram Account habe, aber von anderen Personen weiß ich, dass sie meine Darstellung schön finden und mögen.
    Mir persönlich gefällt dieses kaltstichige Layout von vielen bekannten Bloggern überhaupt nicht. The Blond Salad ist da irgendwie eine Ausnahme (da du sie öfter erwähnst), sie hat in meinen Augen viele bunte Bilder und ok, dass sie viele Followerzahlen hat, hat auch einfach damit zu tun, dass sie ein ganzes Team hinter sich hat, das sie total pusht und unterstützt. Ich denke nicht, dass sie das alles ohne die große Unterstützung ihrer Familie und der guten Connection geschafft hätte. Aber so läuft es überall im Leben. Ich habe das schon damals in meinem Jurastudium festgestellt. Diejenigen, die keine Richter- oder Anwaltseltern haben, hatten es viel schwerer als diejenigen mit. Aber ich triffte gerade ab… um beim Thema zu bleiben, ich finde es am besten, wenn sich der Blog und die Social Media im Gleichgewicht halten, was Kommentare und Follower angeht. Und ich persönlich würde nie einen Kommentar setzen, wo schon fast 100 stehen. Das ist mir irgendwie zu doof, den 100ten Kommentar zu setzen. Ich denke, du verstehst, was ich meine ;-)
    Liebe Grüße
    Jasmin

  • 09
    11
    2015
    15
    L
    Lisa

    Hallo liebe Sarah,

    was ich dir dazu unbedingt mitteilen muss – ich bin vor einigen Wochen deinem Instagram-Account entfolgt, weil mir deine Bilder schlicht zu langweilig geworden sind :D
    Es ist genau wie du gesagt hast, nicht mehr viel Individualität übrig geblieben und ehrlich gesagt, war ich unglaublich genervt davon, 10 mal am Tag dieselbe Art von Bildern zu sehen.
    Ich war echt ein Riesenfan von Instagram allgemein, mittlerweile muss man (leider) jedoch echt selektieren, um nicht lauter 0815-Feeds zu folgen.

    Was mir an der Stelle noch zu Chiara Ferragni einfällt: ihr Feed entspricht gar nicht diesen typischen Modebloggerinnen, ist auch relativ durcheinander, funktioniert aber wahrscheinlich trotzdem, weil es überwiegend professionelle Bilder sind und insgesamt einfach stimmig aussieht.

    Liebe Grüße und viel Spaß beim Posten!

  • 09
    11
    2015
    15
    L
    Lou

    Schöner Beitrag! Ich finde, ein Filter auf einem Foto überhaupt nicht verwerflich, aber seinen Feed zu planen und möglichst clean zu halten, finde ich schade. Inzwischen sehen die meisten Instagramfeeds diverser Bloggerinnen sich so ähnlich, dass ich beim durchscrollen gar nicht mehr wahrnehme, wessen Fotos ich gerade sehe.

  • 10
    11
    2015
    15
    B

    Ganz ehrlich mir würde es im Traum nicht einfallen für ein handyfoto erstmal nach Hause zu rennen und es zu bearbeiten bevor ich es hochlade. Und dass kein Mensch mehr direkt ein Foto hochlädt, halte ich für ziemlich übertrieben. Finds ehrlich gesagt ziemlich bemitleidenswert wenn man sich so von Normen und aktuellen Trends beeinflussen lässt. Klar ich bin auch bei Insta aber da poste ich worauf ich Bock hab, dafür hab ich zwar weniger Follower aber dafür hab ich keinen austauschbaren Maskenfeed…

  • 10
    11
    2015
    15
    P
    Petite

    Liebe Sarah,

    seit langem verfolge ich Deine Posts und finde Dich sehr sympathisch. Auch halte ich viel von Deiner Ehrlichkeit, die sich vor allem im Rahmen Deiner Kolumnen zeigt. Seit einiger Zeit – so empfinde ich es jedenfalls – kristallisiert sich im Hinblick auf unterschiedliche Themen und Aspekte ein bestimmtes Maß an Unzufriedenheit heraus. So hat der Leser das Gefühl, die Münchner Schickeria, der Du vor Deiner Weltreise den Rücken kehren wolltest, oder der langanhaltende Trend der „Skinny-Models“ auf dem Laufsteg und mittlerweile auch unter den Bloggern, die sich einschleichende Oberflächlichkeit in der Attitude vieler deutscher Bloggerinnen oder nun auch die scheinbar reale, in Wirklichkeit jedoch total gestellte und bearbeitete Welt in Form von Photos auf Instagram erfüllen Dich nicht (mehr).
    Natürlich ist jeder Job mit Vor- und Nachteilen behaftet und insbesondere im Fashion-Metier bedeutet das, dass eine gewisse Oberflächlichkeit an der Tagesordnung ist. Seit Jahrzehnten sind abgemagerte Models der Standard auf Laufstegen und um ehrlich zu sein, finde auch ich, dass es Kleidungsstücke gibt, die an sehr, sehr dünnen Frauen besser aussehen als an „normalen“ Frauen mit Kleidergröße 38/40. Obwohl es zahlreiche Kampagnen gibt, in der „normale“ oder sogar übergewichtige Models eingesetzt sind, wird sich der Skinny-Trend im Avantgarde-Bereich in nächster Zeit wahrscheinlich nicht ändern. Und vermutlich wird die Gruppe der deutschen Mode-Bloggerinnen in Zukunft der Nächstenliebe Kolleginnen gegenüber nicht mehr an Bedeutung beimessen als momentan. Nun, zurück zum Eigentlichen: Diese Aspekte sind doch in der Fashionwelt allgegenwärtig. Der sensible Leser spürt, dass sich Deine Einstellung seit Deiner Weltreise grundlegend geändert hat, Du die wesentlichen Dinge des Lebens erkannt hast und Du nun mehr Wert auf das Essentielle legst. Und da befürchte ich, dass diese vermeintlichen Kleinigkeiten, die sich in der Fashionwelt von alleine ergeben, sich nicht mehr lange mit Deiner „neuen“ Einstellung vereinbaren lassen.
    Grüße

  • 10
    11
    2015
    15
    B
    Bye Bye Jammerlappen

    Omg du bist nur am jammern!!!! Ein kleiner Tip -> hat mehr Stil etwas kritisch zu betrachten OHNE sich mit anderen zu vergleichen oder schlecht zumachen. Instagram ist ein Instrument…was du damit machst ist dir selbst überlassen. Dieser Artikel deckt nicht auf und zeugt auch nicht von journalistischen know how. Ich werde mich von dir als Blogger distanzieren, weil ich persönlich das Gefühl hab, dir macht das einfach keinen Spaß mehr! Kritisierst Dinge die einfach klar sind ohne einen optimierungsvorschlag…ohne Gewicht die Artikel. Na klar soll man Sachen hinterfragen aber doch nicht das offensichtliche aber dann trotzdem weitermachen. Deine Erkenntnis -> die Milliarden Modebranche hat nichts mit inneren Werten zu tun. Wenn es dir offensichtlich schlecht geht in diesem Bereich…dann mach einfach was anderes!

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    C
    Carla Crabtree

    Danke, liebe Sarah, l liebe deine airtcle hier, und auch diese Fotos !!!

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    2015
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    T
    Tschüss

    Negative kommentis werden wohl nicht veröffentlicht…ganz arm

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    2015
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    J

    Liebe Sarah,

    Danke für deinen wunderbaren Beitrag auch ich liebe Instagram – als Leser wie als Blogger. Es ist für mich wie Bilder im Zeitschriften schauen. In letzter Zeit sind mir vermehrt die perfekten Instagram Feeds aufgefallen. Gerade eine eine liebe Hamburger Reiseblogger-Kollegin ihren Feed komplett entrümpelt, um in dem von dir beschriebenen cleanen Design zu erscheinen. Mein erster Gedanke. Oh, wie schick. Und der Blick auf unseren Instagram Account war ernüchtern, denn der ist mal Helm mal dunkel mal bunt mal nicht… Und das ist gut so. Dank deiner Worte sogar noch besser :-)
    Liebe Grüße aus dem Norden!

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    S

    @“Bye Bye Jammerlappen“: Erste Kommentare unter einem neuen Namen (Über den Wechsel deiner Identitäten hatten wir es ja schon einmal ;-) ) müssen immer erst freigegeben werden, ob positiv oder negativ. Und zu deinem Kommentar: Ich habe bewusst keinen Vergleich mit anderen Bloggern/Instagrammern, sondern lediglich zu meinem eigenen Feed angestellt.

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    N
    Name ist stimmungsabhängig

    Der Name tut gar nichts zur Sache…nein du hast Chiara namentlich erwähnt und vergleiche angestellt ohne direkte Namen. somit kehrst du alle Blogger über einen Kamm. Sind alle oberflächlich und duellieren mit Followerzahlen. Warum machst du keinen reinen Reiseblog? Dann musst du dich nicht mit diesen Oberflächlichen Instagramgeilen und skinny Girls abhängen.

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    M

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich kann nur eins sagen: Lasst euch nicht von irgendwelchen dahergelaufenen Werbefuzzis und Marketingleute vorschreiben, wie ihr euer Leben zu leben habt! Emanzipiert euch und investiert eure guten Ideen und euer Know-how in das wahre Leben da draussen, ihr seid die nächste Generation, die die Weichen für die Zukunft stellt!

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    S

    Liebe Sarah,
    Danke für diesen super tollen Beitrag. Ich vertrete Deine Meinung nämlich zu 100%. Und mich persönlich nerven die immer gleich aussehenden Instagram-Accounts. Es sind einschlägige Motive, die 10000Fach kopiert werden. Klar können es schöne Bilder sein, aber wie langweilig ist es bitte? Das schlimmste daran ist aber, dass es aufzugehen scheint. Ich beobachte das Ganze nämlich. Die Follower-Zahlen scheinen bei diesen „Mitläufer“-Leuten wirklich zu steigen.
    Ich bin sehr gespannt, wie sich das alles weiter entwickeln wird :)
    Herzliche Grüße
    Sophia
    http://miss-phiaselle.com/

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    L
    Luisa

    Liebe Sarah,
    ich verstehe was du meinst, aber es gibt tatsächlich auch einige Instragrammer, die sehr wohl mit tollen, bunten Bildern erfolgreich sind :) Ein Beispiel ist „pilotmadeleine“. Also lasse dich nicht verunsichern, sondern bleibe dir treu und poste doch einfach das was dir gefällt, anstatt dich der breiten Masse anzupassen und dir so viele Gedanken zu machen.
    LG Luisa

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    2015
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    N

    Liebe Sarah, du hast so recht was diesen Einheitsbrei von Instagram angeht und auch ich habe mir vorgenommen wieder mehr spontane Bilder zu posten und mein Account sieht auch sehr bunt und manchmal auch sehr düster aus. Aber ich will auch keine glattgeleckte Oberfläche, das wäre alles viel zu langweilig und außerdem kennt die Schönheit des Moments viele Farben und ja dazu zählt auch mal schwarz. Und letztendlich bleibt uns der Blog um unsere volle Kreativität auszuleben und auf dem wir uns ganz austoben können. Ganz ehrlich ich find der Instagram Hype wird jetzt mal wieder auf die Spitze getrieben erst war es Facebook jetzt Insta. Aber ich finde man sollte sich nicht immer so den Kopf zerbrechen müssen und ganz wichtig auch sich selbst treu bleiben.

  • 10
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    2015
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    k

    Ein toller Beitrag der mir aus der Seele spricht! Ich habe vor einiger Zeit auch schön alle „Tipps“ befolgt, brav einen weißen Rahmen um das Bild gemacht, alles möglichst hell und kalt usw. Das Ende vom Lied? Wie bei dir gefiel mir mein eigener Feed gar nicht mehr.

    Inzwischen bearbeite ich meine Bilder oft sogar wärmer, weil es mir so besser gefällt und das sollte ja eigentlich das wichtigste sein.

    Für komplett spontane Aktionen und Bilder gibt es ja auch immer noch Snapchat, ich habe kein Problem damit, wenn Bilder auf Instagram arrangiert und gestellt sind, man darf es nur nicht übertreiben ;)

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    2015
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    A
    Acute

    Mich wundert es, dass der Feed an sich überhaupt wichtig sein soll. Ich finde neue Instagram-Seiten über die zufällige Suchfunktion und schaue mir dann immer nur einzelne Bilder an.

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    2015
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    M
    Marike

    Eigentlich echt schade, dass Instagram inzwischen im Vergleich zum Blog so einen hohen Stellenwert hat. Einen guten Blog mit interessanten und lesenswerten Inhalten aufzusetzen und auch noch langfristig am Leben zu halten, finde ich persönlich so so viel anspruchsvoller, weil neben tollen Fotos nunmal auch das Schreiben im Vordergrund steht. Und schön bzw. interessant schreiben kann einfach nicht jeder. Aber wahrscheinlich reicht es für die Firmen leider einfach, wenn Trends für Lifestyleprodukte und Kleidung über schnell anklickbare Fotos ins Rollen gebracht werden können und so sofort ohne lange Texte einer großen Zahl von potentiellen Kunden schnell und ohne großen Aufwand zugänglich sind. Ich hoffe jedenfalls, dass du für dich die richtige Balance findest aus einem Feed, für den du dich nicht zu sehr verstellen musst, mit dem du beruflich aber trotzdem klarkommst. Liebe Grüße, Marike

  • 27
    08
    2016
    16
    A
    Alex

    Dein Blogeintrag ist zwar schon etwas älter, aber ich bin eben erst auf dich gestoßen und möchte mich dazu äußern.
    Ich verstehe absolut, was du meinst und mit deinem Beitrag zum Ausdruck bringen wolltest. ABER: ich habe mir eben sowohl deinen als auch Chiara Ferragnis IG-Account angesehen und möchte zwei Dinge loswerden: 1. Dein Feed ist sehr schön, aber genau so blank poliert und perfekt, wie du es kritisiert hast. Das finde ich schade. 2. Chiaras Feed ist zwar auch sehr perfekt und wahrscheinlich höchst inszeniert, aber optisch ist er dennoch sehr individuell. Die Farben leuchten und es ist nicht dieser Standard clane, weiße Chic. Ich glaube demnach, dass es Möglichkeiten gibt, einen Feed zu haben, der nicht aussieht wie 1000057834544377 andere. Das soll keine Kritik an dich oder deinen Account sein. Er ist ja sehr schön und aufgeräumt, aber wenn es dich schon ärgert, quasi „Mitläufer“ zu sein, dann versuch doch, was daran zu ändern. Und: Mit dem neuen Feature IG Stories kann man ja jetzt super Schnappschüsse teilen, ohne seinen Feed zu „verunstalten“. Generell finde ich es aber auch einfach schade, dass IG Accounts gerade im Bereich Mode/Beauty/Lifestyle/Reisen irgendwie alle gleich aussehen. Aber man sollte unbedingt versuchen, seine Persönlichkeit durchscheinen zu lassen, und so seinem Account einen Wiedererkennungswert zu geben. Ich finde z.B., dass Nikkie Tutorials das super macht, weil sie einfach ein Charakter ist und man es in ihrem Account merkt. Ich hoffe, dass einigermaßen rübergekommen ist, was ich sagen wollte. Alles in allem danke ich dür für diesn sehr lesenswerten Beitrag! :)

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