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Zuckerfrei leben im Test

Projekt Zuckerfrei 2018:
Die vierte Woche

Rahmen Dekoelement

Halbzeit! Und eigentlich ist das ja ein Grund, mein eigenes Durchhaltevermögen zu feiern. Wäre da nicht vorgestern Abend gewesen ….

Ja, ich muss etwas beichten. Nachdem ich mich letzte Woche noch selbst dafür gefeiert habe, das Süßkram-Paradies Paris nach drei Tagen ohne einen einzigen Macaron wieder verlassen zu haben, bin ich Mittwochabend das erste Mal schwach geworden. Und wer ist schuld? Ostern! (Ja, ich weiß natürlich, dass ich eigentlich selbst schuld bin). Ostern (Wieso um Himmels Willen musste ich dieses Experiment nur ein zweites Mal rund um die Osterfeiertage beginnen?) und die Tatsache, dass sich ein kleiner Lindt-Osterhase in unserer ansonsten aktuell leeren Süßigkeiten-Schublade befand. Ein Geschenk von meiner Mum an Chris. Soooo gemein, immerhin sind diese kleinen goldenen Hasen (Auf Instagram müsste man an dieser Stelle wohl „unbezahlte Werbung“ schreiben) für mich an Ostern nicht wegzudenken (Erinnert sich noch jemand von euch an einen der allersten Josie loves Posts?)

Und ich hatte soooo große Lust auf Schokolade. Dazu kam ein riesengroßer To Do Berg, eine Schreibblockade und Chris im Fußballtraining, sodass mich niemand davon abhalten konnte. Da stand ich also plötzlich mit diesem kleinen, goldenen Hasen in der Hand und weg war all der „Ich schaffe es wieder, mich acht Wochen lang komplett zuckerfrei zu ernähren“ Wille. Kurz war da nur noch ein rotes Band mit einem goldenen Glöckchen dran …

Ich würde jetzt gerne schreiben, dass die Schokolade viel zu süß war und mir gar nicht mehr geschmeckt hat. Aber das war definitiv die leckerste Süßigkeit, die ich jemals gegessen habe. So unfassbar köstlich! Die Nerven waren beruhigt und mir ging es richtig gut … Das Hochgefühl währte jedoch nicht lange, denn mir wurde kurz darauf extrem schlecht, da ich solch eine Zuckerdosis (50 Gramm Osterhase – also eine halbe Tafel Schokolade) überhaupt nicht mehr gewöhnt bin. Und kurz darauf meldete sich das schlechte Gewissen. Ich will ehrlich sein: Kurz habe ich überlegt, in den Supermarkt zu gehen, einen neuen, kleinen Lindt-Hasen zu kaufen und nie ein Sterbenswörtchen über meinen Ausrutscher zu verlieren. Aber: Ist diese Kolumne nicht genau dafür da, wirklich ehrlich und ungeschönt über dieses Selbstexperiment zu schreiben? Und dazu gehören nicht nur stolze „Juhu, ich habe schon wieder eine Woche geschafft“-Ausrufe, sondern auch genau solche Momente.

Doch ich möchte das Projekt natürlich nicht beenden und aufgeben, sondern jetzt erst recht durchziehen. Passend dazu auch ein Zitat von Sarah Wilson, das sie im Zusammenhang mit der fünften Woche in „Goodbye Zucker“ geschrieben hat: „Laut Studien dauert es mindestens 21 Tage, eine Gewohnheit abzulegen. Eine andere Untersuchung sprach sogar von 66 Tagen. In diesem Zeitraum seien Rückfälle aber nicht tragisch, solange man entschlossen weitermacht.“ ……… „Wenn Sie also einen Rückfall haben – zum Beispiel vom Geburtstagskuchen einer Freundin naschen-, keine Panik! Geben Sie nicht auf. So etwas passiert. Bleiben Sie einfach bei Ihrem Vorsatz. Morgen ist ein neuer Tag.“ 

An dieser Stelle möchte ich aber auch noch etwas Positives berichten: Ich schlafe seit einigen Tagen jede Nacht durch. Und das ist für mich ein wirklich großer Erfolg, den ich auch im letzten Jahr beobachten konnte.

PS: In den Supermarkt gelaufen bin ich trotzdem. Und habe dort die XL-Variante des goldenen Häschens gekauft. Eine Entschuldigung für Chris. Immerhin hatte ich seinen Osterhasen gelyncht. Und ich schwöre euch: Mit dem abgebissenen Kopf auf dem Bild habe ich nichts zu tun. Das war mein Mann. Für mich gibt’s dann wohl die bunten Eier in den nächsten Tagen …

PPS: Das hat jetzt überhaupt nichts mit dem Zuckerfrei-Projekt zu tun, aber bei den Vorbereitungen für das neue Layout bin ich gestern wieder auf diesen Artikel mit den schlimmsten Outfit- und Foto-Fails der letzten Jahre gestoßen und ich musste soooo lachen. Ein kleiner Josie loves Throwback und ein Versprechen zum Ende des Blog-Geburtstag-Monats: Ich werde auch nach zehn Jahren Josie loves nicht die ganzen alten Bilder löschen, denn man sollte sich nicht für die Blog-Anfänge schämen, sondern vielmehr die Entwicklung all dieser Jahre betrachten. Und so haben wir auch immer wieder etwas zu lachen.

Frohe Ostern, ihr Lieben!


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3 COMMENTS

30
03
2018
18
S
Stephanie
So sympathisch, dass du uns auch an dieser „kleinen Sünde“ teilhaben lässt. Ich bewundere dich sowieso. Gerade jetzt zu Ostern. Ich könnte das nicht .
30
03
2018
18
K
Ich wünsche euch erst einmal schöne Ostern und hoffe ihr habt ein paar tolle Tage. Dass du kurz schwach geworden bist finde ich überhaupt nicht schlimm. Klar, wenn man etwas anfängt will man es auch durchziehen. Aber ich denke man lebt nur einmal. Dir hat die Schokolade geschmeckt. Wunderbar. So lange man nicht jeden Tag Unmengen an Süßigkeiten verputzt finde ich das nicht schlimm. 😍 LG Katharina http://dressandtravel.com
30
03
2018
18
G
Gina
Das mit dem Durchschlafen klingt so gut, dass ich mich wohl doch mal überwinden muss 8 Wochen auf Zucker zu verzichten. Über manche Outfitfotos aus den Blog-Anfängen musste ich grad herzlich lachen 😂.

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