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Ganz ehrlich? Ostern ohne Zucker ist sch****! Ja, anders kann man es wirklich nicht ausdrücken. Nachdem es mir letzte Woche richtig gut ging und ich mich schon am Ende der Zuckersucht sah, waren die letzten Tage in der Heimat (und die Tage davor, in denen zahlreiche Schokoladen-Ostergeschenke bei uns ankamen) eine Riesen-Herausforderung. Meine Mum und Schwiegermama waren so süß und kochten mir jeden Tag sehr lecker und zuckerfrei. Aber: Jeder in meinem Umfeld hat Milka-Eier, Lindt-Osterhasen, Kuchen und allerlei anderen Süßkram en masse konsumiert. Ich weiß, ich darf mich nicht beschweren, immerhin kann man zurecht „Selbst Schuld!“ sagen, wenn ich an meiner zuckerfreien Waffel knabbere und alle anderen am Tisch nicht nur Zucker IN der Waffel haben, sondern auch noch Schlagsahne en masse, Erdbeeren und Puderzucker AUF der Waffel. Ich musste mich mehrmals beherrschen, mir nicht einen Schoko-Osterhasen zu schnappen und genüsslich den Kopf abzubeißen.

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Den heutigen Beitrag möchte ich einmal mit einem Dankeschön beginnen. Danke dafür, dass ihr mir seit dem Beginn meines Projekts so viele liebe Kommentare hinterlassen und zahlreiche Mails geschrieben habt und mich damit stets motiviert. Hätte ich mein Vorhaben nicht auch auf Josie loves geteilt und so viel positives Feedback bekommen, wäre ich wahrscheinlich bereits nach drei Tagen eingeknickt. Und jetzt kann ich – und hier bin ich tatsächlich ein bisschen stolz auf mich selbst – schreiben, dass ich bereits vier Wochen geschafft habe. Vier Wochen = die Hälfte der zuckerfreien Zeit. Und: Auch wenn ich um die Nachmittagszeit immer noch ab und an Schoko-Cravings habe, so denke ich kaum mehr an meine liebste Süßigkeit. Und glaubt mir, die ersten beiden Wochen „auf Entzug“ habe ich STÄNDIG an Schokolade gedacht. Ehrlich gesagt hätte ich noch vor zwei Wochen never, ever gedacht, dass ich an einem Lindt-Osterhasen vorbeilaufe und mir nicht sofort das Wasser im Munde zusammenläuft. Interessant zu beobachten ist übrigens, dass die Lust auf Schokolade immer kommt, wenn ich Hunger habe, Süßkram da ist, aber eine Alternative fehlt. Beispielsweise bei Press Days, wenn eine Riesen-Platte mit Pralinen da steht, allerdings weit und breit nichts Zuckerfreies in Sicht ist. Ich habe in den letzten Wochen tatsächlich kein einziges Mal gesündigt. Okay, ein paar Himbeeren (die by the way für Obst sehr wenig Zucker enthalten) habe ich in der obstfreien Phase gegessen, aber so richtig als „Sünde“ gilt das nicht, oder? Ich habe mittlerweile eine große Auswahl an verschiedenen Nuss-Sorten zuhause, die mir durch jedes Nachmittagstief helfen.

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Juhu, drei Wochen sind geschafft! Und wisst ihr was? Der (vorübergehende) Obst-Verzicht fiel leichter als ursprünglich gedacht. Schande über mein Haupt, aber der Schoko-Verzicht war viel schwerer. Ob sich mein Körper schon ein wenig daran gewöhnt hat, nur noch minimal Zucker zu bekommen? Ganz hinweg bin ich über die Schoki allerdings nach wie vor nicht.  Wirklich hart wurde es letzten Donnerstag, als beim Douglas Beauty Salon eine riesige Candy Bar aufgebaut war und es außerdem Smoothies und Obstsalat gab. Es gab jede Menge Häppchen, aber die meisten davon waren natürlich ganz und gar nicht zuckerfrei. Mit knurrendem Magen wünschte ich mir, ich hätte mir etwas zu Essen mitgenommen. Aber auf Events mit einer Tupperbox anzukommen ist auch irgendwie schräg, oder?

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Und schon ist sie rum, die zweite zuckerfreie Woche. Na gut, „schon“ ist eigentlich das völlig falsche Wort, denn die letzten beiden Wochen haben sich wie eine Ewigkeit angefühlt. Und ich muss offen und ehrlich sagen, dass die zweite Woche noch härter für mich war als die erste. Ich habe mich so oft gefragt „Was mache ich hier eigentlich?“ und in einem super stressigen Tag stand ich tatsächlich vor der XXL-Packung Merci (die wir unglücklicherweise letzte Woche geschenkt bekamen) und wollte einen Riegel nehmen. „So ein klitzekleiner Schokoriegel ist bestimmt Balsam für die Seele“. Danke an Chris, der mich in diesem Moment davon abgehalten hat und seit einer Woche auch bei meinem Selbstversuch mitmacht. Insbesondere im Bezug auf das Thema Kochen ist es so viel einfacher, wenn der Partner mitzieht. Und es macht so viel Spaß, gemeinsam neue Rezepte mit vielen frischen Zutaten auszuprobieren.

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Ganz ehrlich? Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Experiment soooo schwer wird. In der vergangenen Woche hatte ich jede Menge Momente, in denen ich nicht genau wusste, ob ich lieber losheulen oder vor lauter Wut auf diese selbst auferlegte Situation um mich schlagen möchte (Ersteres ist passiert, das Zweite Gott sei Dank nicht). Und dabei habe ich doch gerade einmal die erste von acht Wochen hinter mir. Genauer gesagt die erste verhältnismäßig einfache Woche, in der man laut Buch „einen Schritt nach dem anderen“ geht. Richtig hart wird es erst ab Woche Drei, wenn auch Fructose komplett verboten ist und man vorübergehend kein Obst mehr essen darf (Wobei ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob ich das wirklich sooo radikal durchziehen werde). In Woche Eins geht es darum, das Offensichtliche wegzulassen und nach und nach gegen zuckerfreie Alternativen auszutauschen. In meinem Fall also Schokolade. Meine über alles geliebte Schokolade, die seit vielen Jahren täglicher Bestandteil meines Lebens ist. Meine Veränderungen in der ersten Woche: Ich habe Schokolade und andere Süßigkeiten komplett weggelassen und auch zuckerhaltige Snacks wie Milchschnitte oder Fruchtjoghurt aus dem Kühlschrank verbannt. Außerdem habe ich bereits auf sehr zuckerhaltige Obstsorten wie beispielsweise Bananen (17 Gramm Zucker auf 100 Gramm!!!) verzichtet. Nachdem die ersten beiden Tage noch ganz gut liefen (Auch wenn es mir sehr schwer fiel, der Candy Bar beim Westwing Basics Event zu widerstehen), ging es mir am Mittwoch richtig schlecht. Ich hätte die Wände hochgehen können, so sehr musste ich mich davon abhalten, aus der Tür zu rennen und die Chocolaterie in unserer Straße zu plündern. Seit Donnerstag plagten mich zusätzlich extreme Kopfschmerzen, die meine Lust an diesem Experiment extrem in den Keller sinken ließen. Am liebsten hätte ich mich dauerhaft im Bett verkrochen. Ich bin sehr froh, dass ich über dieses Projekt geschrieben habe und mir selbst nicht die Blöße eines Abbruchs geben möchte. Sonst hätte ich diesen Selbstversuch vermutlich schon längst an den Nagel gehängt.

Und was snackt man so, wenn der Schokoriegel zwischendurch weg fällt? Zum Beispiel ungesalzene Erdnüsse und Walnüsse. Meine besten Freunde in der vergangenen Woche waren ohne Zweifel Avocados. Und Poached Eggs. Superlecker und perfekt für dieses Experiment: Gesunde Fette + Proteine en masse!

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