Goodbye Zucker:
Meine dritte zuckerfreie Woche

04.04.2017

Juhu, drei Wochen sind geschafft! Und wisst ihr was? Der (vorübergehende) Obst-Verzicht fiel leichter als ursprünglich gedacht. Schande über mein Haupt, aber der Schoko-Verzicht war viel schwerer. Ob sich mein Körper schon ein wenig daran gewöhnt hat, nur noch minimal Zucker zu bekommen? Ganz hinweg bin ich über die Schoki allerdings nach wie vor nicht.  Wirklich hart wurde es letzten Donnerstag, als beim Douglas Beauty Salon eine riesige Candy Bar aufgebaut war und es außerdem Smoothies und Obstsalat gab. Es gab jede Menge Häppchen, aber die meisten davon waren natürlich ganz und gar nicht zuckerfrei. Mit knurrendem Magen wünschte ich mir, ich hätte mir etwas zu Essen mitgenommen. Aber auf Events mit einer Tupperbox anzukommen ist auch irgendwie schräg, oder?

Da in der letzten Woche ein paar kritische Stimmen aufkamen, hier auch noch einmal eine kurze Zusammenfassung: Ich verzichte im Rahmen dieses Programms lediglich drei Wochen komplett auf Obst. Danach werde ich wieder zuckerarme Obstsorten zu mir nehmen und natürlich never ever dauerhaft auf mein geliebtes Obst verzichten. Und ihr müsst euch keine Sorgen machen: Man nimmt mit einer ausgewogenen Ernährung mit viel Gemüse alle wichtigen Nährstoffe zu sich. Auch frisches Gemüse ist eine großartige Vitamquelle. Nur eben (fast) ohne Fructose. Und ich esse immer – und aktuell natürlich noch ein bisschen mehr als sonst – viel Gemüse. Ein klassischer zuckerfreier Tag sieht zum Beispiel so aus: Chia Pudding (so lecker und sättigend!) mit einem Hauch Vanille und ein paar Haferflocken am Morgen, Rindersteak mit selbstgemachten Süßkartoffel-Ofenpommes zum Mittagessen, Nüsse als Snack am Vor- und ein pochiertes Ei auf Avocadotoast am Nachmittag und Hühnchen mit Gemüse zum Abendessen. Klingt gar nicht so übel, nicht wahr?

Chris kam letzte Woche auf die Idee, Schokolade mit 99% Kakao-Anteil zu kaufen. Denn diese hat auf 100 Gramm nur 2 Gramm Zucker und ist somit auch bei zuckerfreier Ernährung erlaubt. Zum Vergleich: Eine Tafel Milka Alpenmilch hat 58% Zucker. Habt ihr schon einmal Schokolade mit 99% Kakao probiert? Ich möchte gar nicht näher darauf eingehen, sondern nur so viel sagen: Der positive Nebeneffekt ist, dass nach einem halben Stück bereits die Lust auf jegliche Schoko vergeht.

Oh, und das Wichtigste: Ich habe das Gefühl, dass sich mein „Zustand“ langsam ändert, denn ich fühle mich nicht mehr so antriebslos wie zu Beginn des Experiments. Ob das am Überwinden der Zuckersucht oder an dem wunderschönen Frühlingswetter liegt? Wahrscheinlich trägt beides dazu bei. Ich bin auf jeden Fall unglaublich gespannt darauf, wie sich die kommenden Wochen anfühlen werden.

Kommentare

4. April 2017 von Nadine

Okay da ja aktuell die Frühlingszeit beginnt und auch die Eisdiele um die Ecke wieder geöffnet hat, wäre das absolut kein Experiment für mich. Denn Weiße Schokolade mit Tonkabohne und Macadamianüssen könnte ich einfach niemals den Rücken kehren. Bin aber wirklich mega stolz auf dich das du es trotz der Schokogelüste so durchstehst. Manchmal kann sowas ja auch ein kleiner Anfang von etwas ganz neuem sein.

4. April 2017 von Caterina

Ich finde es toll, dass du das Projekt so durchziehst. Du kannst stolz auf dich sein, dass du bereits drei Wochen geschafft hast. Mach weiter so.
99%-ige Schokolade? Wow, stell ich mir auch sehr bitter vor. Hab ich aber auch noch nie im Laden gesehen. Muss ich mal nach Ausschau halten.

LG Caterina
http://caterinasblog.com

4. April 2017 von Nadine

Wo findest du die Schokolade mit 99% Kakao?

4. April 2017 von Sarah – Josie loves

@Nadine: Bei Lindt gibt es eine Sorte mit 99% Kakao-Anteil. Ich bin ja wirklich der allergrößte Lindt-Fan, aber mit der Sorte kann ich wirklich gar nicht anfangen. 😀

4. April 2017 von Andrea

Du kannst so stolz auf Dich sein, Sarah!
Das Experiment klingt echt spannend. Du hast mich sehr neugierig gemacht, ich will es auch mal ausprobieren. Aber nicht solange ich meine Tochter noch stille 😉
Ich bin auch ein großer Lindt- und noch ein größerer Zotter-Fan. Die 99% habe ich auch schon häufiger gegessen. Sei mir nicht böse, ich könnte mir vorstellten, dass Du etwas falsche Erwartungen hattest. Man nimmt ein ganz kleines Stück und lässt es ganz langsam im Mund schmelzen. Ich finde sie lecker z.B. zu einer Tasse Espresso. Man kann sie definitiv nicht einfach wegnaschen wie andere Süßigkeiten.

4. April 2017 von Sylvia

Sehr schön zu hören das es dir jetzt leichter fällt. Schokolade mit 99% Kakao hatte ich noch nie. 70-80% ist noch ganz ok find ich.

Liebe Grüsse
Sylvia
http://www.mirrorarts.at – Fotografieblog

4. April 2017 von Sarah – Josie loves

@Sylvia: Schokolade mit 70% finde ich sogar sehr lecker. 🙂

@Andrea: Erst einmal danke für die lieben Worte. 🙂 Bei der falschen Erwartung gebe ich dir auf jeden Fall Recht. Ich trinke ja gar keinen Kaffee und erst recht keinen Espresso, da mir beides nicht schmeckt. Wenn man gerne Espresso trinkt, nimmt man die bittere Schokolade wahrscheinlich ganz anders wahr. 🙂

4. April 2017 von Manuela

Ganz genauso vertreibe ich mir meinen Schokogenuss momentan auch, dass ich mir Xylit Schokolade (probiere ich derzeit aus, auch sehr gut) oder eben Bitterschokolade mit einer entsprechend hohen Prozentzahl wie 89% oder gar 99% kaufe. Schmeckt natürlich sehr intensiv, aber ich mag Milka sowieso nicht und von daher ists für mich nicht allzu schwer! Ich bewundere dich fast schon, denn auf Erdbeeren und co möchte ich momentan wirklich nicht verzichten und das würde mir mit am meisten schwer fallen, wenn ich darauf auch verzichten müsste. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg – auch deinem Mann, der es geduldig mitträgt! Und: lass dir all die kritik nie zu nahe kommen, du kennst deinen Körper am Besten und weißt was ihm gut tut und was nicht! Wie du selbst schreibst, entziehst du ihm nicht wirklich viel, denn nimmt man die Paleo Ernährung als Beispiel so ist Zucker auch dort nicht wirklich angesiedelt. Vielmehr ist es die industrielle Verleitung, Fertigpackungen und zu industriellen Zucker zu greifen! Ich für meinen Teil mache das schon seit Jahren nicht mehr und achte auf die Werte, als das ich viel eher auf Bioprodukte ohne „Klebstoffe“ für die Herstellung achte. Leider vertrage ich diese auch nicht und musste daher meine Ernährung auch entsprechend auf „clean“ umbauen.

Viel Erfolg weiterhin!

4. April 2017 von Tine

Ich finde dein experiment sehr spannend und erlaube mir daher den Kommentar, dass Süßkartoffeln auch Zucker enthalten, sonst wären sie auch nicht süß 😉 ganz liebe Grüße und halt durch!

4. April 2017 von Kathi

Du hast wirklich meine allergrößten Respekt… Denn ich bin nun schon ein paar Mal schwach geworden. Gerade bei dem tollen Wetter musste einfach ein Eis her 😉
Aber dein Fazit zu 99% Schokolade kann ich nachvollziehen… Mir schmeckt sie auch überhaupt nicht.. Das hat eindeutig nichts mit der geliebten Schoki zu tun 😉
Halte durch!
Liebst Kathi
http://www.meetthehappygirl.com

4. April 2017 von Sarah – Josie loves

@Tine: Ich weiß, aber ein kleiner Zuckeranteil ist bei Lebensmitteln erlaubt und ich esse die Süßkartoffeln auch nur in kleinen Mengen. 😉

4. April 2017 von Mari

Das ist schön, dass es dir bei dem Experiment nun besser geht. Dass dir die 99 % Schokolade nicht schmeckt, kann ich voll und ganz nachvollziehen… auch als Kaffee- und Espresso-Trinkerin 😉 Hab sie einmal probiert und fand, dass das so gar nichts mehr mit Schokolade zu tun hat 🙂

7. April 2017 von Ayla

Hihi ja meine Schwester hatte mir mal extra eine super teure 100% Schokolade gekauft nur aus Kakaobutter und Kakao, völlig ohne Zucker. Die konnte ich nicht essen 😀
Ich habe sie dann immer gemischt mit 85 % Schokolade wenn ich was gebacken habe oder z. B. Nüsse oder Kerne mit Schokolade überzogen habe 🙂
@Tine: Bei Sarah Wilson geht es auch hauptsächlich darum, keine Fruktose mehr zu essen (außer Obst, welches nach einer kurzen Zeit des Verzichtes dann wieder auf den Speiseplan kommt – zumindest Fruktose armes Obst). Deshalb sind Süßkartoffeln in normalen Mengen auch in Ordnung, da ihre süße fast ausschließlich durch Glukose kommt. Glukose wird von jeder Zelle unseres Körpers verstoffwechselt und durch die Ballaststoffe in der Süßkartoffel steigt der Insulinspiegel auch nicht so schnell an (vor allem, wenn man dazu noch etwas Fett wie z. B. Kokosöl oder Olivenöl zu sich nimmt, wodurch der Insulin-Anstieg weiter verlangsamt wird).
Bei Sarah Wilson geht es also nach dem Zucker Entwöhnungsprogramm hauptsächlich darum Fruktose (also Haushaltszucker, Ahornsirup, Honig usw.) zu meiden. „Süßes“ Gemüse enthält häufig wenig Fruktose und ist durch die Nährstoffe und Ballaststoffe unbedenklich. Fruktose aus Süßigkeiten, Saft, Haushaltszucker usw. allerdings wird zum allergrößten Teil über die Leber verstoffwechselt und zu Fett umgewandelt. Zudem benötigt unser Körper überhaupt keine Fruktose.
Ich finde das ganze Thema wirklich super spannend – wie man vielleicht auch merkt 😉
Und ich finde es toll, dass du das durchziehst Sarah!!! Halte durch!!! Nicht mehr lange und du hast es geschafft!!! 🙂
Liebste zuckerfreie Grüße
Ayla

ps: Ich empfehle dir ganz unbedingt den Film „That Sugar Film“ anzuschauen, der ist echt toll!!! 🙂

pps: Was mir oft geholfen hat: Eine heiße Tasse Kakao aus Milch, Kakaopulver ohne Zucker, Zimt und für etwas besonderes noch 1 Teelöffel Erdnussmus ohne Zucker 🙂
Du kannst auch Laktosefreie Milch nehmen, die schmeckt süßer 😉

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